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Eigenschaften

  • wintergrün
  • leichter Duft
  • wenig pflegeintensiv
  • winterhart
  • ausdauernd

Horminum

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Die Pflanzengattung Horminum gehört zum Untertribus Nepetinae im Tribus Mentheae. Dieser steht in der Unterfamilie Nepetoideae innerhalb der Familie der Lippenblütler (bot. Lamiaceae). Die Gattung umfasst eine einzige Art: Horminum pyrenaicum. Im deutschen Sprachgebrauch ist sie als Drachenmaul oder Pyrenäen Drachenmaul bekannt. Der Gattungsname Horminum ist von horminon (anregen, abgeleitet von hormao) abgeleitet.

Die Art fand den Überlieferungen zufolge ihren Nutzen als Aphrodisiakum. Die dunkelviolett blühenden Stauden stammen aus den Pyrenäen, den südlichen und den Apuanischen Alpen. In heimischen Gärten sind sie eine Rarität und im üblichen Gartenhandel in seltenen Fällen zu bekommen. Dabei zeigen sich die Pflanzen der Gattung Horminum als pflegeleicht, wenn sie an einem artgerechtem Standort wachsen. Die Hochgebirgspflanzen gehören in jedes Alpinum. Sie wirken wunderschön in Steingärten und sind aufgrund ihrer dekorativen Blüten ein Blickfang. Im Sommer stellen sie eine wichtige Bienen-, Schmetterlings- und Insektenweide dar.

Blatt

Nahezu alle Laubblätter der Pflanzen wachsen aus einer bodenständigen Rosette heraus. Horminum bilden maximal ein bis zwei Paare kleine Stängelblätter. Die Blätter bestehen aus Blattsiel und Blattspreite (Lamina). Die Grundblätter sitzen auf langen Stielen. Die einfache Lamina weist eine breit elliptische, ovale bis rundliche Form auf. Die Blätter sind leicht runzelig und gewellt. Sie besitzen einen Blattrand mit stumpfen, groben Kerben und sind in der Farbe von einem frischen Grün. Die Blätter erreichen eine Länge von bis zu sechs Zentimeter.

Blüte

Die Blütezeit des Pyrenäen Drachenmauls erstreckt sich von Anfang Juni bis Ende August. Die zwittrigen Blüten, blühen in einem lebhaften Violett und verströmen einen leichten Duft. Sie erreichen eine Länge von rund zwei Zentimetern. Horminum Blüten stehen in einseitswendigen Scheinquirlen. Zusammen mit kleinen schuppenförmigen Tragblättern bilden die Blüten Scheintrauben oder Scheinähren. Jeder der Blütenstände besitzt jeweils zwei bis sechs nickende Blüten.

Das Pyrenäen Drachenmaul bildet fünf bis zehn Scheinquirle aus, die in den Achseln der Tragblätter stehen. Die einzelnen Blüten sind zygomorph und fünfzählig. Sie bilden eine doppelte Blütenhülle (Perianth). Horminum Blüten weisen fünf miteinander verwachsene Kelchblätter auf. Ihr Kelch besteht aus zwei Lippen mit langen Kelchzähnen, die spitz zulaufen. Auch die fünf Kronblätter der Blüten sind miteinander verwachsen. Die violette Krone ist wie der Kelch zweilippig. Mit einer Länge zwischen 15 bis 20 Millimetern zeigt sich die Krone in doppelter Länge des Kelches. Die Oberlippe der Krone steht aufrecht und ist ausgerandet. Eine ausgerandete Blatt- oder Blütenspitze ist an der Stelle, wo ihre Mittelader endet, mit einer kleinen Kerbe nach innen gerafft. Die Unterlippe der Krone besteht aus drei Teilen. Der Kronschlund besitzt feine Härchen. Die Blüten erinnern in ihrer Form an das geöffnete Maul eines Drachens. Diese Optik erklärt den deutschen Trivialnamen.

Wuchs

Das Pyrenäen Drachenmaul ist eine ausdauernde Pflanze mit krautigem Wuchs. Ihre Blattrosette ist wintergrün. Horminum erreichen eine Wuchshöhe zwischen zehn und dreißig Zentimetern. Ihr Stängel ist in der Form vierkantig und nahezu kahl. Er besitzt wenige feine Haare und ist drüsig. Die Rosettenstaude bildet eine kräftige Pfahlwurzel und einen kurzen Wurzelstock aus. Horminum sind bis Zone sechs winterhart, was einer Temperaturtoleranz von -23,4 bis bis -17,8 °C entspricht.

Standort

Passend zu ihrem Naturstandort hoch oben im Gebirge, bevorzugen Pyrenäen Drachenmäuler einen steinigen Untergrund oder felsigen oder kieshaltigen Boden. Sie fühlen sich im Steingarten, auf dem Staudenbeet oder im Vorgarten wohl, solange der Boden wasserdurchlässig und frisch bis humos ist. Die Pflanzen wachsen gerne auf mageren Weiden, steinigen Rasenflächen oder zwischen Geröll. Zum Verschönern von Terrassen und Balkonen vertragen Horminum Pflanzen das Kultivieren im Kübel. Dieser bietet im Idealfall genug Platz für das Entwickeln der Pfahlwurzel. Die Stauden benötigen einen sonnigen Standort. Da sie in ihrer wilden Form teilweise in lichten Wäldern vorkommen, gedeihen sie im Halbschatten. Allerdings zeigen sie dort weniger Blüten.

Verbreitung

Der natürliche Lebensbereich der Gattung Horminum erstreckt sich über die gesamten südlichen Alpen. Weiter zeigt sie ihr Vorkommen in den Apuanischen Alpen im Nordwesten der Toskana, in den Salzburger Alpen, um den Luganer See, in den Seealpen und in den Pyrenäen. Letzeren haben sie ihren Trivialnamen Pyrenäen Drachenmaul zu verdanken. In dem Areal um den Gardasee ist das Vorkommen stark gehäuft. In den Nordalpen hingegen tritt die Gattung nur selten auf und gilt dort als Relikt aus dem Präglazial. Das Pyrenäen Drachenmaul zeigt sein Vorkommen in Höhenlagen zwischen 1000 bis 3500 Metern.

Nutzung

Horminum dienten in früheren Zeiten als Aphrodisiakum. Heute ist die Staude als Zierpflanze in Steingärten, Alpina oder Steinbeeten beliebt. Das Pyrenäen Drachenmaul hat in seiner kultivierten Form einen hohen Seltenheitswert.

Pflege/Schnitt

Horminum gelten als anspruchslos und wenig pflegeintensiv. Steht die Staude an einem für ihre Art optimalen Standort, benötigt sie keine Pflege. Allerdings freuen sich die Pflanzen in anhaltend trockenen Phasen während der Sommermonate über eine regelmäßige, leichte Gabe von Wasser. Ist die Selbstaussaat nach der Blüte nicht erwünscht, empfiehlt es sich, die verblühten Triebe rechtzeitig abzuschneiden. Für eine Fläche von einem Quadratmeter sind rund neun Horminum erforderlich. Es empfiehlt sich, einen Pflanzabstand von 30 Zentimetern einzuhalten.

Trotz der guten Winterhärte, freuen sich die Vertreter der Gattung Horminum über einen leichten Winterschutz bei Kahlfrösten. Kahl- oder Barfrost wirkt in Erdbodennähe direkt auf die oberste Bodenschicht, weil eine dämmende Schneedecke fehlt. Dadurch nehmen Pflanzenteile wie die wintergrüne Blattrosette Schaden. Dies lässt sich durch eine lockere Reisigschicht verhindern.

Krankheiten/Schädlinge

Horminum gilt als eine robuste und vitale Pflanzengattung. Es gibt keine spezifischen Krankheiten oder Schädlinge, die die Stauden befallen.

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