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Eigenschaften

  • großwüchsig
  • männliche und weibliche Bäume
  • große, dunkelgrüne Laubblätter
  • essbare Früchte
  • anspruchslos und pflegeleicht

Broussonetia

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Broussonetia (bot. Broussonetia) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Moraceae. Es gibt vier Broussonetia-Arten, von denen der Papiermaulbaum am bekanntesten ist. Die aus China, Japan und dem asiatischen Kontinent im allgemeinen stammenden Bäume erreichen eine Wuchshöhe von 20 Metern und werden bis zu 10 Meter breit.

Alle Broussonetia sind Bäume oder Sträucher, die ein- oder mehrstämmig sind und eine lockere Krone bilden. Mit einem Stammdurchmesser von bis zu 70 Zentimetern sind Broussonetia monumentale Gewächse. Pro Jahr weisen alle Arten einen Höhenzuwachs von bis zu zwei Meter auf. Die gefurchte Borke ist grau, braun oder gelblich und sehr blass. An den Zweigen ist die Rinde leicht behaart oder flaumig. Broussonetia sind laubabwerfend. Wegen ihrer schönen Blüten und ihrer Größe sind alle Arten beliebte Zierpflanzen. Auf dem asiatischen Kontinent ist Broussonetia eine Nutzpflanze, deren Rinde in der Gewinnung von Papier zum Einsatz kommt.

Blatt

Die Laubblätter der Broussonetia Arten sind eiförmig und breit. Die Blätter sind am Ende zugespitzt und manchmal tief geteilt oder gelappt. Der Blattrand ist gesägt. Auf der Oberseite sind die Laubblätter mittel-bis dunkelgrün, während ihre Unterseite heller und gräulich ist. Das Laub ist wechselständig und spiralförmig am Zweig angeordnet sowie gestielt. Broussonetia-Laub besteht aus einem zwei bis acht Zentimeter langen Blattstiel und einer Blattspreite. Diese ist einfach und vor allem bei jungen Pflanzen drei- bis fünflappig.

Broussonetia bildet riesige Laubblätter mit einer Länge von sechs bis 20 Zentimetern sowie einer Breite von 5 bis zwölf Zentimetern aus. Die hellere Blattunterseite ist filzig behaart. Die Oberseite der Blätter ist haarlos, aber rau. Das Laub ist muschel- bis bootförmig, seltener herzförmig. Broussonetia hat kleine, abfallende und zugespitzte Nebenblätter.

Blüte

Broussonetia blühen zweihäusig und getrenntgeschlechtig. Es gibt sowohl weibliche als auch rein männliche Bäume. Die Blüten sitzen auf einem zwei bis vier Zentimeter langen, hellgrünen Stiel und sind je nach Geschlecht ährenförmig oder kugelig. Alle Broussonetia Arten blühen im April und Mai.
Die männlichen Blütenstände sind violett bis grün-bräunlich, drei bis zehn Zentimeter lang und vielblütig. Sie bestehen aus zahlreichen, jeweils zwei Millimeter kleinen Einzelblüten mit behaarten, abfallenden Tragblättern. Die 3,5 Millimeter langen Staubblätter sind an der Basis verwachsen und haben weißliche Staubbeutel.
Die weiblichen Blütenstände sind ebenfalls gestielt und haben keulenförmige, kleine Tragblätter. Weibliche Blütenstände bestehen aus Scheinblüten, die rot, orange oder rotbraun sind. Die Blütenhülle ist mit dem Griffel verwachsen und bildet einen Fruchtknoten aus.

Frucht

Wenn die Griffel der weiblichen Blüten verwelken und abfallen, bleibt der kugelige, grüne Fruchtstand zurück. Broussonetia bilden Scheinfrüchte, die orangerot, violett, rot oder rotbraun sind. Die Scheinfrüchte sind runzelig und eiförmig oder kugelig. In der Größe unterscheiden sich die Früchte anhand der Art. Die Frucht aller Broussonetia Arten ist süßlich, fleischig und saftig. Die Scheinfrüchte wachsen in einem Fruchtverband aus mehreren Einzelfrüchten. Die Erntezeit der essbaren Früchte reicht von Juli bis Ende August.

Wuchs

Broussonetia erreichen eine Wuchshöhe von bis zu 20 Metern. Der monumentale Stamm wächst pro Jahr bis zu zwei Meter in die Höhe und bis zu zwei Zentimeter in die Breite. Die lockere, kugelförmige Baumkrone wird je nach Art zwischen zehn und 15 Meter breit. Die vier Broussonetia Arten wachsen größtenteils als Baum. Seltener bilden sie Sträucher, deren Äste verzweigt und deren Belaubung dicht ist. Durch die dichte, monumentale Krone und den hohen Wuchs ist vor allem der Papiermaulbeerbaum in Europa beliebt und dient als Schattenspender.

Standort

Aufgrund seiner Herkunft bevorzugt Broussonetia einen sonnigen und warmen Standort. Der Boden ist sandig, durchlässig und frisch. Temperaturen zwischen 12 und 30 Grad Celsius verträgt die Pflanze sehr gut. Broussonetia haben einen geringen Wasserbedarf und vertragen Trockenzeiten gut. Bei Staunässe wirft der Baum sein Laub ab. In Parks und großen Gärten sind Broussonetia beliebte Schattenspender, die auch vorübergehende Frostperioden gut vertragen.

Verbreitung

Ursprünglich stammt Broussonetia vom asiatischen Kontinent. Die Bäume besiedeln China, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Korea, Vietnam und Malaysia. Ebenso wachsen alle vier Arten auf den pazifischen Inseln, in Japan sowie in Taiwan. In Südeuropa und im Südwesten der USA sind Broussonetia ebenfalls verbreitet. In Ghana und Uganda haben sich die Bäume selbstständig etabliert und sind heute eine invasive Art. Die in Mitteleuropa zu findenden Broussonetia sind von Menschenhand als Ziergehölz gepflanzt.

Nutzung

Broussonetia sind Zierpflanzen und Nutzpflanzen. Bereits im ersten Jahr unserer Zeitrechnung stellte man Papier aus der Borke der Bäume her. Die Früchte sind essbar. In Südkorea gewinnt man Papier noch heute aus der Rinde dieser Bäume. Neben den Früchten ist auch das junge Laub der Bäume essbar. In Mitteleuropa spielt die Nutzung eine untergeordnete Rolle und Broussonetia sind reine Zierpflanzen. Als Schattenspender in Einzelpflanzung wachsen sie vor allem in Parks und auf großflächigen Grundstücken.

Pflege/Schnitt

Bei optimalen Standortbedingungen sind Broussonetia pflegeleicht und anspruchslos. Junge Bäume benötigen zur Überwinterung einen oberirdischen Schutz, der den Frost vom Wurzelwerk fernhält. Ein Rückschnitt ist unnötig. Die breite Krone wächst oval bis kugelförmig. Broussonetia haben einen geringen Wasserbedarf. Bewässern braucht der Gärtner diese Pflanzen daher nur spärlich und lediglich in längeren Trockenphasen. Bei Kübelpflanzung sehr junger Bäume ist ein Winterquartier im Keller angeraten. In den ersten drei Jahren nach dem auspflanzen ist ein Winterschutz erforderlich. Angewurzelte Bäume vertragen kurze Frostphasen gut und benötigen keinen speziellen Schutz.

Krankheiten/Schädlinge

Broussonetia neigt nicht zu Krankheiten und Schädlingsbefall. Lediglich bei zu starker Bodenfeuchte kommt es zu Trockenschäden und braun gefärbten, abfallenden Laubblättern. Gelegentlich siedeln sich Blattläuse in den Blattachseln an. Der Gärtner erkennt die Schädlinge an klebrigen, meist weißen oder rötlichen Stellen am Stielansatz der Laubblätter.

Steht Broussonetia im Halbschatten oder im Schatten, führen die hohe Luftfeuchte und der Lichtmangel zu Pilzerkrankungen. Helle, an Fressschäden erinnernde Spuren auf dem Laub oder weiße Flecken weisen auf einen Pilz hin. Die Gefahr besteht nur bei jungen Bäumen und Sträuchern. Hier entfernt der Gärtner die betroffenen Pflanzenteile. Seltener kommt Mehltau vor. Erkennt der Gärtner den Befall mit Mehltau, ändert er die Standortbedingungen. Mehr Sonne und weniger Wasser wirken der Erkrankung entgegen und sind der beste Schutz gegen einen erneuten Befall. Die Bäume sind robust und im gemäßigten Klima Mitteleuropas nicht krankheitsanfällig.

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