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Eigenschaften

  • beliebte Gewürzpflanzen mit aromatischen Blättern
  • Doldenblüten mit weißer, gelber oder rötlicher Färbung
  • sonniger bis halbschattiger Standort
  • robuste und pflegeleichte Kräuter
  • finden Einsatz in der Naturheilkunde

Bibernellen

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Bibernellen (bot. Pimpinella) gehören zu den Doldenblütengewächsen (Apiaceae). Häufig treten andere Bezeichnungen wie Pimpinelle oder Pimpernelle auf. Hier besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem Kleinen Wiesenknopf (Sanguisorba minor), der einer anderen Gattung angehört. Zur Gattung der Bibernellen zählen rund 150 Arten. Eine der bekanntesten Arten dieser Gattung ist Anis (Pimpinella anisum).

Viele aromatisch duftenden Gewürzkräuter zählen zu den Bibernellen. Sie sind ein fester Bestandteil des Kräutergartens mit mediterranem Flair. Die zarten Gewächse erzeugen mit ihrem gefiederten Blattwerk und den doldenförmigen Blütenständen ein wunderschönes Bild. Die Blüten versprühen im frühen Sommer einen zarten Duft mit einer süßlichen Note. Ein Aroma, das Bestäuber anlockt und in ihren Bann zieht. In kleineren Trupps von drei bis zehn Pflanzen kommen die Bibernellen wunderschön zur Geltung. Sie eignen sich für Bienenweiden und Insektenwiesen, denn sie liefern zahlreichen Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle. Daher sind sie aus dem naturnahen Garten nicht wegzudenken. Als Gewürz haben die Bibernellen eine besondere Bedeutung. Ihr lateinischer Gattungsname rührt vermutlich vom Wort piper her, was übersetzt Pfeffer bedeutet. Der Geschmack der Wurzel hinterlässt eine leichte Schärfe auf der Zunge.

Blatt

Bibernellen bilden grundständige Blätter und Stängelblätter aus. Sie unterscheiden sich in ihrer Gestalt. Die Grundblätter sind häufig ungeteilt oder einfach gefiedert. Die Stängelblätter erscheinen mehrfach gefiedert. Jedes Fiederblättchen ist tief eingeschnitten und am Rand gezähnt. Die zierlichen Blätter sind blaugrün und stehen sich paarweise gegenüber. Während der Blütezeit entwickeln die Bibernellen seitliche Blattrosetten, die im nächsten Jahr ihr volles Wachstum entwickeln.

Blüte

Bibernellen entwickeln Doppeldolden. Jeder Doldenstrahl verzweigt sich in eine weitere Dolde (Döldchen). Je nach Art sind an der Basis der Döldchen entweder kleine Hüllblätter ausgeprägt oder nicht vorhanden. Jeder Strahl endet in einer Einzelblüte, die aus einem Kelch und Kronblättern besteht. Die kleinen Kelchblätter sind undeutlich ausgeprägt. Die Kronblätter sind weiß, gelb oder rötlich gefärbt und weisen eine verkehrt-eiförmige Gestalt auf. Sie stehen frei und sind bei manchen Arten an ihrer Spitze ausgerandet. Deutlich erkennbar ist das erhabene Griffelpolster, auf dem die zwei langen Griffelstrahlen stehen.

Frucht

Die Bibernellen bilden Spaltfrüchte aus, die aus zwei Teilfrüchten zusammengesetzt sind. An ihrer Spitze bleibt das Griffelpolster mit den beiden Griffeln erhalten. Die eirunden Früchte sind kahl oder behaart.

Wuchs

Bibernellen sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden eine unterirdische Pfahlwurzel aus, deren Fleisch hell gefärbt ist. Die Arten erreichen Höhen zwischen 40 und 80 Zentimeter, in seltenen Fällen bis zu einem Meter. Der Stängel ist unbehaart und mit deutlichen Längsrillen auf der Oberfläche versehen. Im Inneren sind die Stängel hohl.

Standort

Die Arten dieser Gattung lieben einen sonnigen bis halbschattigen Standort. An den Boden stellen die Arten keine besonderen Ansprüche. Ein lockerer und leicht lehmiger Boden unterstützt die Vitalität und das Wachstum der Pflanzen. Nährstoffe, die sich in einer Humusschicht befinden, kommen den Pflanzen zugute.

Verbreitung

Bibernellen sind im Kaukasus und in Asien beheimatet. Sie wachsen in großen Teilen Europas wild. Im Süden erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet bis in den Mittelmeerraum. Im Norden gedeihen die Vertreter dieser Gattung in Skandinavien, wobei ihr Status in Finnland als bedroht gilt. Auf dem nordamerikanischen Kontinent sind die Arten nicht heimisch. Durch Einführung der Gewürzpflanzen erfolgte eine rasche Ausbreitung, sodass die Pflanzen dort mittlerweile wild vorkommen. Sie sind auf nährstoffreichen und feuchten Lehmböden anzutreffen. An Wegrändern, auf Fettwiesen und in natürlichen Waldlichtungen kommen Bibernellen bevorzugt vor. Ihr Vorkommen erstreckt sich bis in Höhenlagen von 1.800 Metern.

Nutzung

Bibernellen sind wertvolle Pflanzen, die eine besondere Bedeutung in der Naturheilkunde genießen. Sie enthalten Gerbstoffe, ätherische Öle, Cumarine und Saponine. Die Wurzeln liefern bei Erkrankungen der Atemwege ein bewährtes Heilmittel. Die Wirkung der Pflanzenteile ist entzüngungshemmend, schleimlösend und entkrampfend. Kaltauszüge finden ihre Anwendung als unterstützendes Mittel zur Wundheilung. Die Blätter gelten als Bereicherung für Wildsalate und andere Gemüsegerichte. Während die Bibernellen gedeihen, liefern sie kontinuierlich saftige Blätter, die als Gewürze Verwendung finden. Erfolgt die Ernte an regnerischen Tagen, entwickeln die Blätter ein besonders intensives Aroma. Nach dem zweiten Standjahr sind die Wurzeln reif für die Ernte.

In Hochstaudenfluren geben die Bibernellen ein besonders schönes Bild ab. Sie harmonieren gut mit anderen Doldenblütlern oder konkurrenzstarken Arten aus der Familie der Korbblütler. Gelbe oder blaue Korbblütengewächse bilden einen interessanten Aspekt zu den zarten Farbtönen der Bibernellen.

Pflege/Schnitt

Zwischen März und April erfolgt die Aussaat der Samen. Sie keimen optimal unter direktem Lichteinfall. Bibernellen freuen sich während und nach der Entwicklungsphase über reichlich Wasser. In Trockenzeiten benötigen sie eine regelmäßige Bewässerung. Einmal pro Monat zeigen sich die Pflanzen dankbar über eine Düngung aus Pflanzenextrakten. Ideal ist eine Mischung aus Brennnesselsaft und dem Sud aus Ackerschachtelhalm. Bibernellen zeigen über viele Jahre ihre volle Pracht, wenn jährlich im Frühjahr eine Kompostgabe erfolgt.

Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt und die oberirdischen Pflanzenteile langsam vertrocknen, empfiehlt sich ein Rückschnitt. Die Pflanzen lagern während der Vegetationsperiode Nährstoffe in der Wurzel ein und überstehen den Winter unbeschadet. Im nächsten Frühjahr treibt die Wurzel erneut aus. Bleiben die vertrockneten Stängel über den Winter stehen, liefern diese eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel. Sie zehren während der kalten Jahreszeit von Samen und Früchten. Die hohlen Stängel dienen Insekten und Käfern als Rückzugsort. Sie finden in den abgestorbenen Pflanzenteilen Schutz vor der Kälte und einen idealen Platz zum Überwintern. Somit übernimmt der Garten im Winter eine wichtige Funktion und liefert einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Natur.

Krankheiten/Schädlinge

Die Arten innerhalb dieser Gattung sind extrem robust. Krankheiten und Schädlinge befallen die Pflanzen wenig. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass sich an den Wurzeln keine Staunässe bildet. Wenn die Pflanzen zu nass stehen, besteht die Gefahr der Fäulnisbildung an der Wurzel und an der Stängelbasis.

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