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Eigenschaften

  • sommergrüne Sträucher und holzige Kletterpflanzen
  • Kapselfrüchte in orangem oder rotem Samenmantel
  • umschlingen Wirtsbäume und bringen sie zum Absterben
  • wachsen in geschützten Lagen
  • Vermehrung durch Samen oder Ableger

Baumwürger

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Die Pflanzengattung Celastrus, Baumwürger genannt, wächst in Madagaskar, Nordamerika und Asien. Zu dieser Gattung zählen Schlingpflanzen, die sich um Bäume winden. Erreichen Sie eine bestimmte Länge, bringen sie ihre Stützbäume zum Absterben. Die Gattung stammt aus der Familie der Spindelbaumgewächse (bot. Celastraceae). Hier zählen sie zur Unterfamilie Celastroideae.

Erstmals benannte Carl von Linné die Pflanzengattung 1753 in seinem Werk Species Plantarum. Er wählte den Namen Celastrus für verschiedene immergrüne Arten. Das Wort leitet sich vom griechischen Begriff kelastra (immergrüner Baum) ab. Die Baumwürger unterteilen sich in zwei Untergattungen, die zusammen rund 30 Arten umfassen. Den bekanntesten Vertreter bildet der Celastrus orbiculatus. Er stellt eine Gefahr für junge Bäume dar.
Als Jungpflanzen benötigen die Mehrzahl der Arten eine Kletterhilfe. Nach dem Einwachsen legen sie jährlich bis zu drei Meter Länge zu. Die häufig gepflanzten Vertreter erweisen sich als zweihäusig. Daher bedarf es zwei Pflanzen, um die charakteristisch bunten Früchte zu bilden.

Blatt

Die Laubblätter der Pflanzengattung Celastrus wachsen wechselständig. Die Arten bilden kleine, linealistische Nebenblätter aus, die frühzeitig abfallen. Die Blattspreite weist eine eiförmige Form auf. Behaart oder kahl besitzt sie einen ganzrandigen, gesägten oder gekerbten Blattrand. Bei der Mehrzahl der Gewächse färben sich die Blätter im Herbst gelb.

Blüte

Bei Celastrus existiert ein achselbürtiger oder endständiger Blütenstand. Dieser wächst einzelblütig, sympodial oder thyrsenartig. Neben eingeschlechtlichen Blüten weisen wenige Arten zwittrige und zweihäusige Exemplare auf. Sie sind fünfzählig, grünlich oder gelblich-weiß. Der Diskus (ring- oder scheibenförmiger Wulst des Blütenbodens) zeigt sich fleischig oder häutig, schwach oder komplett fünflappig.

Die Blüten besitzen kurze Staubblätter. Deren Staubbeutel öffnen sich längs zum Blütenzentrum hin. Der oberständige und dreifächrige Fruchtknoten besitzt in jedem Fach eine bis zwei aufrechtstehende Samenanlagen.

Frucht

Die Vertreter der Pflanzengattung Baumwürger bilden charakteristische Kapselfrüchte aus. Mit einer Länge zwischen acht und zehn Millimetern, sehen diese kugelförmig, selten länglich aus. Öffnen sie sich längs der drei Fächer, geben sie bis zu sechs Samen mit einem orangefarbenen oder roten Arillus (Samenmantel) frei. Die ölige Hülle bevorzugen Vögel als Nahrungsquelle. Der eiweißreiche Samen geht mit einer elliptischen Form einher.

Wuchs

Bei den Baumwürgern handelt es sich um sommergrüne, selten immergrüne Sträucher und Kletterpflanzen. Diese besitzen stielrunde oder kantige Zweige mit zahlreichen Korkporen. Neben einer runden Form existieren längliche Exemplare. Bei einigen Gewächsen kommt gekammertes Mark vor. Die Knospen erreichen eine Länge von zwei bis vier Millimetern. Lang oder eiförmig, weisen sie zahlreiche, oft spitze Schuppen auf.

Standort

Baumwürger bevorzugen geschützte Standorte mit einem feuchten, durchlässigen Boden. Sie gedeihen in voller Sonne sowie im Halbschatten.

Verbreitung

Die circa 30 Arten der Gattung Celastrus verbreiten sich hauptsächlich in Asien sowie Nord- und Südamerika. Ebenfalls finden sich Baumwürger in Madagaskar, Australien und auf Fidschi. Vorwiegend gedeihen die Pflanzen im tropischen bis gemäßigtem Klima.

Nutzung

Manche Arten der Pflanzengattung kommen als Zierpflanzen zum Einsatz.

Pflege/Schnitt

Im Frühjahr bietet es sich an, die längeren Zweige der Baumwürger zurückzuschneiden. Damit die Vertreter der Pflanzengattung gedeihen, benötigen sie eine gelegentliche Düngung. Ihre Vermehrung erfolgt durch Samen oder Ableger, entnommen im Frühling. Im Sommer und Herbst besteht die Möglichkeit, Stecklinge zu ziehen.

Krankheiten/Schädlinge

Zu den Schädlingen, die die Baumwürger befallen, zählen die Minierfliegen. Sie stammen aus der Zweiflügler-Gruppe. Vorrangig die Larven fressen die Laubblätter des bekanntesten Vertreters der Gattung, dem Celastrus orbiculatus.

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