
Ein Gartenteich ist ein künstlich angelegtes Stillgewässer. Je nach Bauart dient er als Zierteich, Naturteich oder Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Am häufigsten wird ein Teich als dekoratives Element im Garten eingesetzt. In manchen Fällen kann auch ein Schwimmteich angelegt werden, in dem sich Gartenfans im Sommer abkühlen. Am besten wirkt ein Gartenteich mit einer Bepflanzung aus wunderschönen Teich- und Wasserpflanzen.
Ein Gartenteich erfüllt mehrere Funktionen:
Gartenteich ist nicht gleich Gartenteich! Entscheidend ist, was Du mit dem Teich erreichen möchtest. Hier ein paar der populärsten Varianten:
Je nach Art und Größe Deines Teiches musst Du evtl. andere Regeln zu Standort, Abstand zu Grundstücksgrenzen oder umliegenden Bäumen beachten.
Klingt komisch, ist aber so: Wenn Dir die größtmögliche Artenvielfalt am Herzen liegt, solltest Du auf Fische im Teich verzichten. Sie vertilgen nämlich alle möglichen Eier, Larven und Kleinlebewesen, die es sich normalerweise an der Wasserstelle gemütlich machen würden.
Es gibt sehr unterschiedliche Bauformen beim Teich. Zu den häufigsten gehören folgende:
Für einen langfristig stabilen Teich sind folgende Punkte entscheidend:
All diese Punkte sehen wir uns im folgenden Ratgeber genauer an.
Die Kosten für einen Gartenteich sind stark davon abhängig, für welche Art von Teich Du Dich entscheidest und wie groß er werden soll. Zur Einordnung: Eine Teichschale mit einem Fassungsvermögen von knapp über 100 Litern gibt es schon ab ca. 40 bis 50 Euro. Folienteiche starten bei 250 Euro bis 1.000 Euro für 10 Quadratmeter Fläche. Ein Schwimmteich mit ca. 50 Quadratmetern Fläche startet je nach Baustil und Ausstattung bei ca. 2.000 bis 6.000 Euro.
Tatsächlich darfst Du nicht jede Teichgröße einfach so in Deinen Garten setzen. Es gibt einige Punkte, die Du beachten musst:
Es kann je nach Bundesland und Region Abweichungen geben. Daher raten wir Dir dazu, Dich vor dem Teichbau bei Deinem zuständigen Bauamt in Deiner Gemeinde über die geltenden Regeln zu informieren.

Der Standort entscheidet maßgeblich über die Wasserqualität in Deinem Teich. Achte deshalb auf folgende Punkte:
Die beste Zeit zum Anlegen Deines Teiches ist der Herbst. Der Grund: Im Vergleich zum Frühling verzeichnet der Herbst in Deutschland mehr warme Tage. Höhere Temperaturen, also ab 15 ° C aufwärts, sind praktisch, um Falten (z. B. vom Transport) aus der Teichfolie zu entfernen. Außerdem sind die Folien dann geschmeidiger und passen sich besser der Teichform an. Zudem fällt im Vergleich zum Sommer im frühen Herbst weniger Niederschlag. Sommergewitter können Deinen Teichbau wortwörtlich ins Wasser fallen lassen.
Falls Du einen Teich umgestalten oder neu folieren willst, dann warte am besten bis zum September. Bis zu diesem Zeitpunkt sind die meisten Amphibien und Insekten aus ihren Gelegen geschlüpft. Die Vermehrung Deiner Gartenbewohner wird dann durch Deine Umgestaltungsmaßnahmen nicht gestört.
Für diesen Ratgeber beschränken wir uns auf eine Bauweise: Den klassischen Folienteich. Diese Methode ist ideal, um die Form und Größe des Teiches perfekt auf Deinen verfügbaren Platz anzupassen. Diese Variante lässt sich zudem für unterschiedliche Teichprojekte nutzen. Für einen klassischen Folienteich benötigst Du:

Optional:
Je nach Größe kann beim Ausheben des Teiches viel Erdreich anfallen. Überlege also vorab, ob Du die Erde wiederverwenden kannst, wo Du sie lagerst oder ob Du sie abtransportieren lassen musst.
Die drei häufigsten Materialien für Teichfolien sind PVC, PE und EPDM. Was es mit denen auf sich hat, hier in Kürze:
Teichvlies schützt Deine Teichfolie vor Rissen und Löchern, durch die das Teichwasser entweicht. Es gibt das Vlies in unterschiedlichen Stärken (Grammaturen). Hier eine Übersicht als Referenz:
Wenn Du Dir nicht sicher bist, nimm lieber eine höhere Grammatur, als eine niedrige. Das kostet zwar etwas mehr, allerdings ist das Vlies deutlich günstiger als die Teichfolie. Und letztere wird durch die Teichfolie geschützt. Am Ende ist stärkeres Vlies also eine nachhaltige Investition.
Bevor Du mit dem Bau beginnst, solltest Du den Teich planen. Die Breite richtet sich grundsätzlich nach dem verfügbaren Platz, den Du im Garten hast. Bei der Tiefe gibt es ein paar Dinge (neben den rechtlichen Vorgaben) zu beachten:
Hast Du die richtige Tiefe und Folienstärke ermittelt, musst Du überlegen, welche Bahnlängen Du benötigst. Nur so lässt sich Dein Teich vollständig auskleiden. Die Größe der benötigten Folie errechnet sich wie folgt:
Hast Du die nötige Fläche ermittelt, kannst Du daraus ableiten, wie viel Teichvlies Du brauchst. Achte hier aber darauf, dass sich das Teichvlies, das in Bahnen verlegt wird, um 10 cm überlappen muss.
Für die besten Bedingungen zur Aufzucht von Wasserpflanzen solltest Du verschiedene Tiefenzonen schaffen. Baue also am besten Stufen mit verschiedenen Wassertiefen ein. So kannst Du die größte Bandbreite an Pflanzen in Deinen Teich setzen.
Ein funktionierender Teich besteht aus mehreren Zonen, in denen sich verschiedene Gewächse wohlfühlen:
1. Uferzone
2. Wiesen- und Feuchtzone (0 bis 10 cm Wassertiefe)
3. Sumpfzone (10 bis 20 cm)
4. Flachwasserzone (20 bis 40 cm)
5. Wasserzone (40 bis 60 cm)
6. Unterwasser- und Schwimmpflanzenzone (ab 60 cm)
Wenn Du eine genaue Anleitung zur Bepflanzung sowie noch mehr Vorschläge zu passenden Teichpflanzen möchtest, dann schaue gerne in unserer Pflanzanleitung für Teichpflanzen vorbei!
Wenn Du Deinen Teich und die verschiedenen Teichzonen vorgeplant hast, geht es ans Bauen. Wie Du das am besten umsetzt, beschreiben wir hier für Dich Schritt für Schritt:
In dieser Anleitung besprechen wir nur die einfache Kapillarsperre mit Kiessenke. Es gibt noch alternative Methoden, wie zum Beispiel ein Teichrandband. Hier werden Pflöcke um den Teich eingeschlagen und eine dünne Umrandung für die Begrenzung angeschraubt.
Du kennst Gartenfans mit einem belebten Teich? Dann bitte sie um einen Eimer Wasser aus ihrem Biotop und füge es Deinem neuen Teich hinzu. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein paar Eier, Mikroben und Kleinstlebewesen mit dabei sind, ist hoch. So zieht das Leben schneller in Deine neue Wasserumgebung ein.
Die richtige Bepflanzung ist entscheidend für das ökologische Gleichgewicht. Beachte also folgende Punkte bei Deiner Pflanzenauswahl:

Ein Gartenteich reguliert sich teilweise selbst, benötigt aber Unterstützung. Auf folgende Weise kannst Du Deinen Teich in Balance halten:
Ja, Leitungswasser kann durchaus verwendet werden. Das gibt es dabei zu beachten:
Regenwasser ist eine günstige Ressource und ideal für den Teich. Es sollte aber nicht in großen Mengen unbehandelt in den Teich gegeben werden. Das sind die Gründe:
Nutze Regenwasser also entweder nur in kleinen Mengen, verwende bei Bedarf pH-regulierende Mittel oder investiere in angepasste Filtersysteme. Passende Möglichkeiten sind zum Beispiel Filter wie Regendiebe oder eine Zwischenlagerung in einer Regentonne. Dort können sich Schwebstoffe unten in der Tonne absetzen, während Du das klare Wasser oben abschöpfst.
Es stimmt schon, Mücken legen ihre Eier bevorzugt in stehenden Gewässern ab. Allerdings ist ein naturnaher Teich mit entsprechender Artenvielfalt voller Fressfeinde, die die Mückeneier vertilgen. Solange es also Bewohner wie zum Beispiel Libellen oder Wasserläufer in Deinem Teich gibt, musst Du Dir um eine ansteigende Mückenpopulation um Deinen Teich keine Sorgen machen. Der sicherste Weg, um viele Arten für Deinen Teich zu begeistern, ist eine passende und ausreichende Bepflanzung, in der sich Amphibien, Insekten und Co. wohlfühlen.
Du musst keinen gigantischen Teich anlegen, um mehr Biodiversität und spannenden Lebensraum für Kleintiere in Deinen Garten zu bringen. Auch kleine Teichprojekte sind wertvoll und im Garten ein echter Hingucker! Gute Planung ist dabei das A und O! Wir unterstützen Dich dabei mit unserer vielfältigen Auswahl an hochwertigen Teichpflanzen. Diese findest Du in großer Zahl bei uns im Online-Shop!
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