FAQ

Schäden, Krankheiten & Schädlinge

  • Wie kann ich überprüfen, ob meine neu gepflanzte Himbeere abgestorben ist? Und was könnte zum Absterben geführt haben?

    Abgestorbene Triebe sind bei Herbsthimbeeren im Frühjahr normal, da hier erst neue frische Triebe aus der Wurzel neu austreiben, die dann Früchte tragen.

    Du kannst die Vitalität Deiner Himbeerpflanze überprüfen, indem Du die sogenannte Kratzprobe durchführst. Schabe dazu vorsichtig am unteren Bereich der Pflanze an der Rinde. Ist die Pflanze unter der Oberfläche noch grün, ist sie noch lebendig. Braune, trockene Stellen lassen auf eine tote Pflanze schließen.

    Ein plötzliches Absterben von Himbeeren, besonders der Sorte 'Glen Coe', kann durch Wurzelfäule (Phytophthora) verursacht werden. Dies ist eine Pilzerkrankung, die die Wurzeln schädigt und die Wasseraufnahme behindert. Sie tritt häufig bei Staunässe oder in verdichteten Böden auf. Prüfe den Wurzelbereich auf faulige Stellen. Sollen wir dich hierzu beraten, mach einige Fotos der gesamten Pflanze und des Wurzelbereichs.

    Ist die Pflanze betroffen, entferne sie mitsamt der Wurzeln und entsorge sie über den Hausmüll (nicht kompostieren), da die Pilzsporen im Boden überdauern. Pflanze an dieser Stelle keine neue Himbeere. Wähle für Neupflanzungen einen anderen Standort mit gut durchlässigem Boden und vermeide übermäßiges Gießen.

  • Meine Kirschlorbeer-Pflanze hat dunkle Punkte auf der Unterseite. Was ist das?

    Dabei handelt es sich um sogenannte Nektarinen oder Nektardrüsen, die immer unterhalb vom Blatt parallel auftreten. Oft bis zu 10 Punkte. Sie sondern eine zuckerhaltige Substanz ab, um so Insekten für die Bestäubung anzulocken. Das ist nur natürlich und verbleibt an der Pflanze.

  • Meine Kirschlorbeerblätter haben Löcher oder Fraßspuren. Was kann das sein?

    Löcher oder Fraßspuren an Kirschlorbeerblättern können auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein. Häufige Verursacher sind:

    • Dickmaulrüssler: Dieser Käfer (bzw. seine Larven) verursacht einen typischen Buchtenfraß an den Blatträndern (halbkreisförmige Fraßstellen).
    • Andere Insekten: Verschiedene Raupenarten oder andere beißende Insekten können ebenfalls Löcher oder unregelmäßigen Fraß verursachen.
    • Hagelschaden: Kleine Löcher können auch durch Hagelkörner entstehen.
    • Schrotschusskrankheit: Dies ist eine Pilzerkrankung, die zunächst kleine, rötlich-braune Flecken verursacht. Das abgestorbene Gewebe fällt später heraus und hinterlässt löcherartige Stellen.

    Um die genaue Ursache zu bestimmen und Dir geeignete Gegenmaßnahmen empfehlen zu können (z. B. biologische Nematoden gegen Dickmaulrüsslerlarven, Absammeln von Käfern, Pflanzenschutzmittel), benötigen wir weitere Informationen. Bitte sende uns aussagekräftige Fotos der betroffenen Blätter und idealerweise auch eine Aufnahme der gesamten Pflanze.

  • Meine Kirschlorbeer-Pflanze hat kleine Löcher in den Blättern und dunkle Punkte auf der Unterseite. Was ist das?

    Die beschriebenen Symptome deuten am ehesten auf die Schrotschusskrankheit hin. Das ist eine Pilzerkrankung, bei der sich zunächst kleine, oft rötlich umrandete Flecken bilden. Das abgestorbene Gewebe in der Mitte der Flecken fällt später heraus und hinterlässt die typischen „Schrotschuss“-Löcher. Dunkle Punkte auf der Blattunterseite können Sporenlager des Pilzes sein.

    Alternativ könnten die Löcher auch durch Schädlinge wie den Dickmaulrüssler (Fraß an den Blatträndern) oder andere kauende Insekten verursacht werden. Die Punkte könnten auch von anderen saugenden Insekten stammen.

    Maßnahmen bei Schrotschusskrankheit

    • Entferne alle befallenen Blätter sorgfältig (auch Falllaub) und entsorge sie über den Restmüll (nicht kompostieren), um eine Neuinfektion zu verhindern.
    • Sorge für gute Belüftung durch einen fachgerechten Schnitt.
    • Stärke die Pflanzen durch ausgewogene Düngung und Wasserversorgung.
    • Derzeit gibt es keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel für den Hausgarten gegen diesen Pilz.

    Maßnahmen bei Schädlingsverdacht

    • Kontrolliere die Blattunterseiten und den Bodenbereich auf Schädlinge oder deren Larven.
    • Bei Befall können geeignete Insektizide eingesetzt werden.

    Sende uns Fotos für eine genauere Diagnose.

  • Wie kann ich Kirschlorbeer stärken und vorbeugend gegen die Schrotschusskrankheit schützen?

    Ackerschachtelhalm hilft bei der Schrotschusskrankheit, hauptsächlich vorbeugend und zur Stärkung der Pflanze. Die enthaltene Kieselsäure festigt das Pflanzengewebe, wodurch der Pilz (der die typischen Löcher verursacht) schwerer eindringen kann. Er eignet sich als natürliche Maßnahme zur Stärkung von Kirschlorbeer und Obstbäumen.

  • Meine Hortensie hat weiße Ablagerungen an den alten Stängeln / Mein Schmetterlingsflieder hat weiße Punkte an einem Ast. Ist das schlimm?

    Es handelt sich höchstwahrscheinlich um harmlose Pilze oder Flechten, die sich auf abgestorbenem oder verholzten Pflanzengewebe ansiedeln. Die weißen Ablagerungen an älteren, verholzten Stängeln sind meist unbedenklich, solange die Pflanze ansonsten gesund austreibt. Du kannst trockene, alte Triebe im Frühjahr entfernen, um Platz für neue zu schaffen und die Optik zu verbessern. Solange die Pflanze vital ist und neu austreibt, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge.

    Sollte deine Hortensie dir weiterhin Sorgen machen, schicke uns bitte aussagekräftige Fotos (Gesamtaufnahme und Detailfotos), damit wir dich gezielt und umgebungsgerecht beraten können.

  • Wo finde ich Informationen zu meldepflichtigen Pflanzenkrankheiten in Deutschland?

    Offizielle Informationen zu meldepflichtigen Pflanzenkrankheiten und Schädlingen findest Du bei den zuständigen Behörden:

    • Pflanzenschutzdienste der Bundesländer: Diese sind oft bei den Landwirtschaftskammern oder Landesämtern angesiedelt. Suche online nach dem Pflanzenschutzdienst Deines Bundeslandes.
    • Julius Kühn-Institut (JKI): Das JKI ist das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen und eine zentrale Anlaufstelle für Informationen zur Pflanzengesundheit in Deutschland.

    Auf deren Webseiten findest Du aktuelle Listen meldepflichtiger Organismen und Informationen zum richtigen Vorgehen bei Verdacht.

  • Ist das Spanische Gänseblümchen (Erigeron karvinskianus) schneckenresistent?

    Ja, das Spanische Gänseblümchen, auch bekannt als Karwinskis Feinstrahl (Erigeron karvinskianus), wird von Schnecken in der Regel gemieden und gilt daher als relativ schneckenfest.

  • Meine Pflanze hat Frostschäden (z. B. braune Blätter/Triebe nach Spätfrost oder Winter) oder ist über den Winter eingegangen. Was kann ich tun?

    Schäden an Pflanzen nach dem Winter oder durch späte Fröste im Frühjahr können verschiedene Ursachen haben und sind bei Freilandpflanzen nicht ungewöhnlich, auch bei als winterhart geltenden Arten.

    Mögliche Ursachen:

    • Kahlfrostschäden: Junge, frische Triebe und Blätter sind besonders empfindlich gegenüber Frost, auch wenn die Pflanze selbst winterhart ist.
    • Frosttrocknis: Immergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter Wasser über die Blätter. Wenn der Boden gefroren ist, können sie kein Wasser aufnehmen und vertrocknen. Dies tritt besonders bei starkem Wind und Sonneneinstrahlung auf.
    • Staunässe: Zu nasser Boden, besonders im Winter, kann zu Wurzelfäule führen.
    • Allgemeine Schwächung: Pflanzen, die beim Kauf noch sehr klein oder nicht gut etabliert waren, sind anfälliger.
    • Ungeeignete Topfgröße: Bei Kübelpflanzen kann ein zu kleiner Topf die Wurzeln anfälliger für Frost machen.
    • Pilzbefall: Schwächung durch Frost kann Pflanzen anfälliger für Pilzkrankheiten machen.

    Was ist zu tun?

    1. Schadensbegrenzung: Entferne erfrorene, braune oder welke Pflanzenteile. Schneide betroffene Triebe bis ins gesunde, lebende Holz zurück (erkennbar an grüner oder heller Farbe unter der Rinde). Dies regt die Pflanze zum Neuaustrieb an.
    2. Pflege anpassen: Sorge für eine bedarfsgerechte Bewässerung. Vermeide Staunässe, aber lasse den Wurzelballen auch nicht komplett austrocknen (besonders bei immergrünen Pflanzen auch im Winter an frostfreien Tagen gießen!). Eine gute Nährstoffversorgung im Frühjahr (z. B. mit geeignetem Dünger) unterstützt die Regeneration.
    3. Geduld: Gib der Pflanze Zeit, sich zu erholen. Viele Pflanzen treiben nach einem Rückschnitt aus dem gesunden Holz wieder kräftig aus. Beobachte die Entwicklung über die nächsten Wochen (ca. 6 Wochen).
    4. Spezialfall Robinie: Bei Robinien solltest Du durch Schnittmaßnahmen einen pyramidalen Kronenaufbau fördern, um Astbruch bei Wind oder Schnee vorzubeugen.

    Wann uns kontaktieren?

    Wenn sich die Pflanze trotz Pflegemaßnahmen innerhalb von ca. 6 Wochen nicht erholt oder Du unsicher bezüglich des Zustands bist (z. B. bei Ilex oder Winterschneeball), kontaktiere uns bitte. Sende uns aussagekräftige, aktuelle Fotos der gesamten Pflanze und ggf. der Schnittstellen sowie eine Beschreibung der Standortbedingungen. Wir helfen Dir gerne bei der Beurteilung und weiteren Schritten.

  • Ich habe eine Pflanze mit Blattläusen (z. B. grüne Läuse) erhalten. Was soll ich tun?

    Bei Freilandpflanzen kann es vorkommen, dass sich einzelne Insekten auf die Pflanze verirren; dies ist meist unbedenklich. Ein leichter Befall mit Blattläusen ist in der Regel gut behandelbar. Blattläuse vermehren sich schnell, daher ist es ratsam, zeitnah zu handeln:

    Oft reicht es schon, die Läuse vorsichtig mit einem Wasserstrahl (nicht zu stark, um die Pflanze nicht zu beschädigen) abzuspülen. Halte auch nach Ameisen Ausschau, da diese die Läuse zum Melken in die Pflanzen bringen. Dann muss ggf. nicht nur etwas gegen die Läuse, sondern auch gegen die Ameisen unternommen werden.

    Kontrolliere die Pflanze in den folgenden Tagen regelmäßig auf Neubefall. Ist der Befall stark oder bist du Dir unsicher, kontaktiere gerne unseren Kundenservice. Wir beraten dich gerne.

  • Was kann ich tun, wenn meine Pflanze krank aussieht, Flecken oder Schädlinge hat oder allgemein Probleme zeigt?

    Wenn Deine Pflanze Anzeichen einer Krankheit (z. B. Flecken, Verfärbungen, Welke), einen Schädlingsbefall oder andere Probleme wie ungewöhnliche Beläge (z. B. pelzig bei Ölweide, weiß bei Portugiesischem Lorbeer), Risse in der Rinde, verkrüppelte Blätter (z. B. Sommerflieder) oder Blattfall aufweist, ist eine genaue Diagnose wichtig. Da die Ursachen vielfältig sein können (Pilze, Schädlinge, Standortprobleme, Nährstoffmangel).

    Sende uns bitte aussagekräftige Fotos der betroffenen Pflanze. Wichtig sind eine Gesamtansicht der Pflanze sowie Detailaufnahmen der Symptome (z. B. Flecken auf Blättern, betroffene Triebe, Schädlinge). Bitte sende die Fotos im JPG- oder PDF-Format und beschreibe kurz die Standortbedingungen (Licht, Boden) und Deine bisherigen Pflegemaßnahmen (Bewässerung, Düngung). Unser Gärtnerteam wird die Bilder prüfen und Dir spezifische Ratschläge zur Ursache, Behandlung oder weiteren Pflege geben.

  • Wie erkenne ich, ob meine Pflanze, die nicht austreibt oder schlecht aussieht, noch lebt?

    Um zu testen, ob eine Pflanze, die nach dem Winter, dem Transport oder der Pflanzung noch keine Lebenszeichen zeigt oder schlecht aussieht (z. B. vertrocknet wirkt, Blätter hängen lässt), noch vital ist, kannst Du eine Kratzprobe durchführen. Kratze dazu vorsichtig mit dem Fingernagel oder einem sauberen Messer an der Rinde im unteren Bereich des Stammes oder eines Haupttriebes, knapp über dem Boden. Entferne nur die oberste Rindenschicht.

    Beobachte die Farbe des Gewebes direkt unter der Rinde:

    • Grün, gelb, cremefarben oder rot und saftig: Die Pflanze lebt und steht noch im Saft. Sie benötigt wahrscheinlich nur mehr Zeit, um sich zu erholen und auszutreiben (manchmal bis Mitte/Ende Mai). Gebe ihr weiterhin gute Pflege (Wasser, ggf. Dünger).
    • Braun, trocken und brüchig: Dieser Teil der Pflanze oder die gesamte Pflanze ist wahrscheinlich abgestorben.

    Teile uns gern das Ergebnis der Kratzprobe bei weiteren Fragen mit und sende idealerweise auch ein Foto davon sowie von der gesamten Pflanze. So kann unser Gärtnerteam dir weitere Informationen bzw. Lösungsansätze zukommen lassen.

  • Meine neu gepflanzte oder aus dem Winter kommende Pflanze treibt nicht aus oder wächst nur sehr langsam. Was kann ich tun?

    Es ist nicht ungewöhnlich, dass Pflanzen nach der Pflanzung oder dem Winter unterschiedlich schnell austreiben oder anwachsen. Dies kann an verschiedenen Faktoren liegen:

    1. Pflanzstress/Akklimatisierung: Die Pflanze muss sich erst an den neuen Standort gewöhnen und neue Wurzeln bilden. Dies kann einige Wochen bis Monate dauern.
    2. Artenspezifische Unterschiede: Manche Pflanzen treiben von Natur aus später aus als andere (z. B. Gräser wie Rutenhirse oft erst im Mai).
    3. Dormanz/Ruhephase: Besonders Stauden oder wurzelnackte Ware benötigen Zeit, um aus der Ruhephase zu erwachen.
    4. Standortbedingungen: Überprüfe, ob der Standort (Licht, Boden) und die Pflege (Wasser, Nährstoffe) optimal sind.
    5. Winterschaden: Möglicherweise hat die Pflanze leichte Winterschäden erlitten und benötigt Zeit zur Regeneration.

    Was Du tun kannst

    • Geduld: Gib der Pflanze Zeit, oft ist nur etwas Geduld erforderlich (häufig bis Mitte/Ende Mai).
    • Vitalitätsprüfung: Führe die Kratzprobe durch, um zu prüfen, ob die Pflanze noch lebt.
    • Pflege optimieren: Sorge für eine gleichmäßige Wasserversorgung (weder zu nass noch zu trocken) und ggf. eine angepasste Düngung (bei etablierten Pflanzen im Frühjahr).
    • Rückschnitt: Bei Gehölzen kannst Du abgestorbene Triebspitzen bis ins gesunde Holz zurückschneiden, um den Neuaustrieb anzuregen.
    • Fotos senden: Wenn Du unsicher bist oder sich nach mehreren Wochen (ca. 4–6 Wochen nach Pflanzung bzw. im späten Frühjahr) immer noch kein Wachstum zeigt, kontaktiere uns bitte mit aussagekräftigen Fotos der Pflanze und dem Ergebnis der Kratzprobe.

  • Was kann ich gegen die Kräuselkrankheit an meinem Pfirsichbaum tun und welche Sorten sind weniger anfällig?

    Die Kräuselkrankheit ist eine häufige Pilzerkrankung bei Pfirsich- und Nektarinenbäumen, die durch den Pilz Taphrina deformans verursacht wird. Sie zeigt sich durch blasig aufgetriebene, gekräuselte und oft rötlich verfärbte Blätter im Frühjahr.

    Bekämpfung und Vorbeugung:

    • Pflanzenstärkung: Unterstütze die Widerstandskraft des Baumes durch gute Pflege (ausgewogene Düngung, Wasserversorgung) und den Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln (z. B. Neudo-Vital Obst-Spritzmittel).
    • Standort und Schnitt: Ein luftiger, sonniger Standort und ein regelmäßiger Auslichtungsschnitt fördern das schnelle Abtrocknen der Blätter und können den Befallsdruck mindern.

    Sortenwahl:

    Es gibt keine vollständig immunen Pfirsichsorten. Als weniger anfällig oder „tolerant“ gelten jedoch einige Sorten, insbesondere weißfleischige wie 'Amsden', 'Benedicte', 'Kernechter vom Vorgebirge' oder 'Revita'. Auch bei diesen Sorten kann es bei hohem Infektionsdruck oder ungünstiger Witterung zu einem Befall kommen. „Resistent“ oder „tolerant“ bedeutet nicht vollständige Immunität.

  • Was kann ich gegen Schädlinge wie Blattläuse, Ameisen, Schnecken, Würmer oder Raupen tun?

    Bei leichtem Schädlingsbefall gibt es verschiedene Bekämpfungsstrategien:

    • Blattläuse: Oft hilft schon ein kräftiger Wasserstrahl. Fördere Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen.
    • Ameisen: Ameisen werden oft von Blattläusen angezogen ('melken' deren Honigtau). Verhindere, dass Ameisen auf die Pflanzen gelangen, z. B. durch Leimringe am Stamm.
    • Schnecken: Sammele Schnecken regelmäßig ab (besonders abends/morgens). Verwende Schneckenkragen oder Schneckenzäune als Barriere. Fördere natürliche Fressfeinde (Igel, Kröten). Manche Pflanzen werden von Schnecken gemieden (z. B. viele Kräuter, Farne, Storchschnabel, Spanisches Gänseblümchen).
    • Würmer/Raupen (z. B. an Zwergblutpflaume, Stachelbeere): Sammele die Raupen und Larven (z. B. der Stachelbeerwespe) regelmäßig von den Pflanzen ab.
    • Andere Schädlinge (z. B. Blattminierer, Dickmaulrüssler): Bei spezifischen Schädlingen wie dem Dickmaulrüssler (Löcher in Blättern) oder Blattminierern können spezielle Mittel oder Nützlinge (z. B. Nematoden gegen Dickmaulrüsslerlarven) helfen. Frage im Fachhandel nach geeigneten Produkten.

    Der Kundenservice berät Dich gerne umfangreich, sollten die Maßnahmen nicht helfen oder es sich um einen starken Befall handeln. Eine Beratung zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln darf nur durch eine Person mit entsprechender Sachkunde erfolgen. Wir haben mehrere Kollegen im Team, die Dir weiterhelfen können.

  • Meine Pflanze (z. B. Kirschlorbeer, Rose, Hortensie) hat Flecken auf den Blättern oder einen weißen/schimmelartigen Belag. Was könnte das sein?

    Sollte eine Pflanze bei Lieferung oder kurz danach Anzeichen von Krankheit, Blattflecken oder einen allgemein schlechten Zustand zeigen (z. B. Triebe haben kaum Blätter), überprüfe bitte für dich, ob dieser Zustand der Pflanze jahreszeitlich bedingt ist, z. B. Herbst oder Spätsommer. Dieser Zustand wäre dann bei den Pflanzen normal, da sie beginnen, die Versorgung der Blätter einzustellen, damit sie kraftvoll und gestärkt durch den Winter kommen. Überprüfe für dich selber, wie das Verhältnis von Blattflecken/Pilzbefall zu der restlichen Gesundheit der Pflanze steht. Sollten einzelne Blätter befallen sein, wird sie sich in deinem Gartenboden erholen.

    Flecken oder Beläge auf Blättern oder Trieben deuten auch auf Pilzkrankheiten hin:

    • Flecken (braun, schwarz, dunkel): Können durch verschiedene Blattfleckenkrankheiten oder bei Kirschlorbeer auch durch die Schrotschusskrankheit (kleine Löcher nach dem Abfallen der Flecken) verursacht werden. Entferne befallene Blätter (auch Falllaub) und entsorge sie im Restmüll (nicht kompostieren). Sorge für gute Luftzirkulation (Schnitt) und vermeide Blattnässe (nicht über die Blätter gießen).
    • Weißer, abwischbarer Belag (oft auf Blattoberseiten): Deutet auf Echten Mehltau hin (z. B. bei Rosen, Apfel). Entferne stark befallene Triebe/Blätter und entsorge sie im Restmüll (nicht im Kompost). Sorge für einen luftigen Standort. Es gibt spezielle Fungizide zur Behandlung.
    • Weißer/grauer, schimmelartiger Belag (oft an Trieben, Blüten): Könnte Grauschimmel (Botrytis) oder ein anderer Pilz sein (z. B. an Rosenzweigen). Schneide betroffene Stellen großzügig bis ins gesunde Holz zurück und entsorge das Schnittgut im Hausmüll (nicht im Kompost). Vermeide Staunässe und sorge für eine gute Luftzirkulation.
    • Schwarzer, schmieriger Belag:oft Rußtaupilze, die sich auf Honigtau von Blattläusen ansiedeln. Bekämpfe die Läuse.
    • Weiße Ablagerungen/Pusteln an totem Holz/Stängeln: Oft harmlose Pilze, die sich auf abgestorbenem Material ansiedeln (z. B. bei Schmetterlingsflieder, Hortensie). Schneide die toten Triebe zurück.

    Zur genauen Diagnose und für spezifische Behandlungsempfehlungen sende uns bitte Fotos der Symptome und der betroffenen Pflanze.

  • Was kann ich tun, wenn meine Pflanze (z. B. Immergrün, Lorbeer) schwarze Blätter oder Triebe hat?

    Schwarze Blätter oder Triebe, besonders nach dem Winter, deuten häufig auf Frostschäden hin. Es kann aber auch eine Pilzerkrankung oder eine Reaktion auf extreme Standortbedingungen (z. B. Staunässe) sein.

    Empfohlene Maßnahmen

    1. Entfernen: Schneide alle sichtbar geschädigten, schwarzen oder vertrockneten Blätter und Triebe bis ins gesunde, grüne Holz zurück.
    2. Pflege anpassen: Achte auf eine optimale Wasserversorgung – vermeide sowohl Staunässe als auch völliges Austrocknen. Bei immergrünen Pflanzen ist auch im Winter an frostfreien Tagen eine ausreichende Wasserversorgung wichtig (Frosttrocknis vermeiden).
    3. Düngung: Unterstütze die Regeneration der Pflanze mit einer angepassten Düngung im Frühjahr (ca. 6 Wochen nach Pflanzung oder zu Vegetationsbeginn).
    4. Diagnose: Wenn Du unsicher bist oder der Zustand sich nicht bessert, sende uns Fotos für eine genauere Beurteilung.

  • Meine Pflanze hat Risse in der Rinde oder Schäden am Stamm. Was ist die Ursache und was kann ich tun?

    Risse oder Schäden an der Rinde bzw. am Stamm können verschiedene Ursachen haben:

    • Frostschäden (Frostrisse): Entstehen oft im Winter oder Frühjahr durch starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Die Rinde platzt auf.
    • Mechanische Verletzungen: durch Transport, Tiere (z. B. Mäusefraß, Rehfegen), Rasenmäher oder unsachgemäßen Schnitt.
    • Sonnenbrand: Besonders an jungen Stämmen auf der Süd-/Südwestseite bei starker Wintersonne.
    • Krankheiten/Schädlinge: Obstbaumkrebs, Pilzbefall oder holzbohrende Insekten können ebenfalls Schäden verursachen.

    Was Du tun kannst

    1. Ursache klären: Versuche, die Ursache zu identifizieren. Bei Unsicherheit sende uns bitte aussagekräftige Fotos der Schadstelle und der gesamten Pflanze.
    2. Kleine Risse: Oberflächliche, kleine Risse heilen oft von selbst (Vernarbung). Es gibt Wundschutzmittel. Ob das notwendig ist, können wir gemeinsam klären. Sende uns bitte aussagekräftige Fotos zur Beurteilung.
    3. Größere Wunden/Risse: Bei großen, tiefen Wunden, Stammfäule oder wenn Du dir unsicher bist, ist es ratsam, den Rat eines professionellen Baumpflegers einzuholen. Ein Experte kann den Zustand des Baumes genau beurteilen, geeignete Maßnahmen ergreifen (wie fachgerechte Wundbehandlung oder Kronenschnitt) und die Standsicherheit überprüfen.
    4. Pflege: Sorge für gute Wachstumsbedingungen, um die Selbstheilungskräfte der Pflanze zu unterstützen.

  • Können Pilzkrankheiten wie die Verticillium-Welke auf andere Pflanzen übergreifen?

    Ja, einige Pilzkrankheiten, insbesondere solche, die im Boden überdauern, wie die Verticillium-Welke, können auf andere dafür anfällige Pflanzen übergreifen. Verticillium-Pilze können über Jahre im Boden überleben und über die Wurzeln in neue Pflanzen eindringen.

    Wende Dich gerne mit Fotos an uns, wenn Du den Verdacht auf diese Pilzkrankheit hast. Der Kundenservice berät Dich gerne, welche Maßnahmen Du ergreifen kannst.

  • Was kann ich tun, wenn meine Pflanze nach dem Winter abgestorben aussieht oder Frostschäden hat?

    Auch als winterhart beschriebene Pflanzen können unter extremen Winterbedingungen (sehr tiefe Temperaturen, Kahlfrost, eisiger Wind, Wintersonne bei Immergrünen) oder bei ungünstigen Standortfaktoren (z. B. Staunässe) Schaden nehmen.

    Frostschäden erkennen

    Typische Anzeichen sind braune oder schwarze Blätter und Triebspitzen, vertrocknete Triebe oder Risse in der Rinde.

    Erste Hilfe

    1. Vitalitätsprüfung: Führe die Kratzprobe durch. Wenn es unter der Rinde noch grün ist, lebt die Pflanze oder zumindest Teile davon noch.
    2. Rückschnitt: Schneide alle sichtbar erfrorenen, braunen oder schwarzen Triebe bis ins gesunde, grüne Holz zurück. Schneide knapp über einer gesunden Knospe oder einem Blattansatz.
    3. Pflege: Sorge für gute Standortbedingungen und eine angepasste Wasserversorgung. Eine leichte Düngung im Frühjahr kann die Regeneration unterstützen.
    4. Geduld: Oft treiben Pflanzen auch nach stärkeren Frostschäden aus tieferliegenden Knospen oder aus der Basis wieder aus. Dies kann einige Zeit dauern.

    Wenn die Pflanze trotz dieser Maßnahmen nicht austreibt oder Du unsicher bist, kontaktiere uns bitte mit Fotos der Pflanze und des Kratztests. Wir prüfen den Fall und suchen nach einer Lösung.

  • Wie kann ich meine Pflanzen vor Wühlmäusen schützen?

    Der effektivste Schutz für die Wurzeln neu gepflanzter Bäume und Sträucher vor Wühlmausfraß ist die Verwendung eines Wühlmauskorbes. Dies ist ein engmaschiger Korb aus Drahtgeflecht, der bei der Pflanzung um den Wurzelballen gelegt wird und so die Wurzeln schützt. Achte darauf, dass der Korb oben etwas aus der Erde ragt, damit die Mäuse nicht von oben eindringen können. Vergrämungsmittel gibt es ebenfalls, diese führen wir jedoch nicht im Sortiment.

  • Meine Pflanze hat braune Blätter, Blattspitzen oder Flecken. Was kann die Ursache sein?

    Braune Verfärbungen an Blättern können vielfältige Ursachen haben:

    • Transport- oder Pflanzstress: Eine häufige Reaktion auf die Umstellung an einen neuen Standort. Die Pflanze erholt sich meist nach der Eingewöhnung.
    • Wassermangel (Trockenheit): Gerade bei Kübelpflanzen oder in Trockenperioden ein häufiger Grund für braune Blattspitzen oder Ränder.
    • Staunässe: Zu viel Wasser schädigt die Wurzeln, was ebenfalls zu braunen Blättern führen kann.
    • Sonnenbrand: Besonders bei Pflanzen, die aus dem Gewächshaus kommen oder an einen sonnigeren Standort versetzt wurden. Betrifft oft nur die der Sonne ausgesetzten Blattteile.
    • Frostschaden/Frosttrocknis: Braune Blätter nach dem Winter, besonders bei Immergrünen.
    • Wind: Starker oder kalter Wind kann ebenfalls Blattschäden verursachen.
    • Nährstoffmangel oder -überschuss: Ein Ungleichgewicht kann zu Blattverfärbungen führen.
    • Pilzkrankheiten: Verschiedene Blattfleckenkrankheiten verursachen braune oder schwarze Flecken.
    • Natürlicher Alterungsprozess: Ältere Blätter werden oft vor dem Abfallen braun.

    Um die genaue Ursache zu ermitteln, sende uns bitte aussagekräftige Fotos der betroffenen Pflanze (Gesamtansicht und Detailaufnahmen der Blätter) und beschreibe kurz Standort und Pflege.

  • Mein Schmetterlingsflieder hat weiße Punkte an einem Ast. Ist das schlimm?

    Es handelt sich höchstwahrscheinlich um harmlose Pilze oder Flechten, die sich auf abgestorbenem oder verholzten Pflanzengewebe ansiedeln. Weiße Punkte oder Pusteln finden sich oft an Trieben, die im Winter zurückgefroren oder anderweitig abgestorben sind. Dies ist bei Schmetterlingsflieder nicht ungewöhnlich. Schneide den betroffenen toten Trieb einfach bis ins gesunde, grüne Holz zurück. Solange die Pflanze vital ist und neu austreibt, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge.

    Sollte dir dein Schmetterlingsflieder weiterhin Sorgen machen, schicke uns bitte aussagekräftige Fotos (Gesamtaufnahme und Detailfotos), damit wir dich gezielt und umgebungsgerecht beraten können.

  • Kann ich eine Empfehlung für Pflanzenschutzmittel erhalten?

    Eine Beratung zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln darf nur durch eine Person mit entsprechender Sachkunde erfolgen. Wir haben mehrere Kollegen im Team, die dir weiterhelfen können. Wende dich mit deinen Fragen gerne an unseren Kundenservice.

  • Was sind Engerlinge?

    Als Engerlinge bezeichnet man die Larven von Mai-, Juni- und anderen Gartenlaubkäfern. Engerlinge können Wurzelschäden verursachen.

  • Wie kann ich meine Pflanzen vor Engerlingen schützen?

    Eine wirksame biologische Bekämpfungsmethode gegen Engerlinge ist der Einsatz von Nützlingen. Diese parasitieren die Engerlinge. Der Anwendungszeitpunkt hängt von der Engerlingsart und der Bodentemperatur ab (oft über 12°C, Herstellerangaben beachten!).

    Weitere Maßnahmen sind:

    • Bodenpflege: Ein gesunder, aktiver Boden kann die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen erhöhen.
    • Natürliche Feinde fördern: Vögel, Igel, Spitzmäuse und Laufkäfer fressen Engerlinge. Ein naturnaher Garten hilft.
    • Mechanische Bekämpfung: Bei der Bodenbearbeitung gefundene Engerlinge absammeln.
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