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Eigenschaften

  • sommergrüne Sträucher
  • niedrig wachsend
  • blühen von Juni bis September
  • dekorative Steinfrüchte
  • mehrjährig, winterhart

Schneebeeren

Gattung Symphoricarpos ab €1.80 kaufen
     
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Der Gattung der Schneebeeren (botanisch Symphoricarpos) sind niedrig wachsende sommergrüne Sträucher aus der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Rund 16 Arten sind weltweit bekannt. Die robusten und winterharten Pflanzen stammen, bis auf eine aus China stammende Art, alle aus Nordamerika und Mexiko.

Typisch sind die kleinen weißen oder rötlichen Steinfrüchte, die bis in den Winter an den Sträuchern verbleiben. Sie platzen beim kräftigen auf den Boden werfen mit einem leisen Knall. Deshalb sind sie als Knallerbsen bekannt. Der Gattungsname leitet sich vom Griechischen Begriff "symphorein" ab. Dieser bedeutet "zusammenstehen", was auf die eng zusammenstehenden Früchte verweist.

Blatt

Die Blätter der Symphoricarpos-Sträucher sind gegenständig angeordnet. Sie unterteilen sich in Blattspreite und einen kurzen Blattstiel. Die einfachen Blätter sind ganzrandig, bei einigen Arten an den Langtrieben gelappt. Die Blattform ist rundlich bis elliptisch. Nebenblätter gibt es nicht.

Blüte

Die Blütezeit der Schneebeeren dauert von Juni bis September. Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln der obersten Blätter. Meist stehen sie end- oder achselständig an den Zweigenden, zusammen mit den Blütenständen. Diese sind ährig und köpfchenartig. Die Blüten sind klein und unscheinbar. Sie sind vier- oder fünfzählig oder nahezu radiärsymmetrisch.

Es kommen bis zu fünf Kelchblätter vor, die als becherförmige, kurze und breite Röhre verwachsen sind. Diese weist am Ende mehrere Kelchzipfel auf. Die Kronblätter sind artabhängig trichter- oder glockenförmig miteinander verwachsen. Die Kronröhre ist im unteren Bereich leicht gewölbt. Innen ist sie kahl oder flaumig behaart und endet in bis zu fünf Kronlappen. Die Blüten sind weiß bis rötlich. Im Innern stehen vier bis fünf Staubblätter. Der Fruchtknoten weist vier Samenfächer auf. Der Griffel ist dünn und endet in einer zweilappigen großen Narbe.

Frucht

Das charakteristische Merkmal der Symphoricarpos-Arten sind die beerenartigen, kugeligen bis ellipsoiden Steinfrüchte. Sie entwickeln sich zwischen Juli und Oktober. Die als Beeren bezeichneten Steinfrüchte stehen dicht zusammen und erreichen einen Durchmesser von bis zu 15 Millimeter. Die Früchte sind zur Reifezeit weiß, bei einigen Arten rötlich, rosarot oder bläulich-schwarz. Das Fruchtfleisch der Steinfrüchte ist saftig bis schwammartig. Es enthält zwei Steinkerne, die zwischen zwei und fünf Millimeter Länge erreichen. Die Samen sind eiförmig und abgeflacht.

Wuchs

Schneebeeren wachsen auf 30 bis 300 Zentimeter Höhe heran. Es sind breit wachsende Sträucher, die zahlreiche schlanke, leicht überhängende Zweige bilden. Das Grüngehölz entwickelt unterirdische Sprossausläufer, die wenige Zentimeter unter der Oberfläche verlaufen. Bei glatte, gelblich-graue Rinde junger Zweige ist später schuppig und dunkler. Das Holz ist innen ringporig. Schneebeeren sind extrem winterhart.

Standort

Die Schneebeeren sind in der Regel unkomplizierte Sträucher, die geringe Ansprüche an den Standort stellen. Sie wachsen an sonnigen, halbschattigen und schattigen Plätzen. Sie bevorzugen einen leicht sauren und trockenen, gut durchlässigen Boden.

Verbreitung

Die meisten Vorkommen von Schneebeeren gibt es in Nordamerika und Mexiko. Eine Art ist in China heimisch. Die Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus) ist mittlerweile als Neophyt in Regionen mit gemäßigtem Klima verbreitet. Auch in Deutschland kommt diese Art in wilder Form vor.

Nutzung

Zahlreiche Schneebeeren-Sträucher sind in den Gemäßigten Breiten beliebte Ziersträucher. Sie schmücken Parkanlagen und Gärten. Oftmals stehen sie auf städtischen Flächen als Hecken zur Unterpflanzung oder Befestigung. Indianer bereiteten die Früchte einiger Arten zu und verzehrten sie. Auch das Holz haben sie verarbeitet.

Pflege/Schnitt

Schneebeeren sind pflegeleicht und benötigen gelegentlich Regenwasser. Der Gärtner schneidet die Ziersträucher im November großzügig zurück. Auch bodennahe Einkürzungen schaden dem Grüngehölz nicht. Ein Frühjahrsschnitt zwischen April und Juni verhindert, dass der Strauch zu stark wuchert.

Krankheiten/Schädlinge

Die Gattung der Schneebeeren ist robust und unanfällig für Krankheiten oder Schädlinge.

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