Die optimale Pflanzzeit für wurzelnackte Gehölze (Pflanzen ohne Erdballen) und viele Heckenpflanzen ist die Vegetationsruhe, also die laublose Zeit. Diese dauert in der Regel von etwa Mitte Oktober bis Ende April oder Anfang Mai. Wichtige Voraussetzung ist, dass der Boden frostfrei ist.
Pflanzen, die im Container (Topf) geliefert werden, können hingegen grundsätzlich das ganze Jahr über gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist. Bei Pflanzungen außerhalb der Hauptpflanzzeiten im Herbst und Frühjahr, insbesondere während warmer und trockener Perioden im Sommer, ist jedoch eine besonders sorgfältige und regelmäßige Wasserversorgung nach der Pflanzung unerlässlich, damit die Pflanzen gut anwachsen.
Wenn Du Deine Pflanzen nicht sofort nach Erhalt einpflanzen kannst, ist eine korrekte Zwischenlagerung wichtig:
Pflanzen bei Frost:
Wenn Frost die sofortige Pflanzung verhindert, lagere die Pflanzen wie oben beschrieben kühl, aber frostfrei (z. B. in einer unbeheizten Garage oder einem Schuppen). Winterharte Gehölze können gepflanzt werden, sobald der Boden wieder aufgetaut ist.
Wenn Du Deine Pflanzenlieferung erhalten hast, aber aufgrund von Frost, Schnee oder anderen ungünstigen Bedingungen nicht sofort pflanzen kannst, ist eine kurzzeitige Lagerung möglich.
Das erfolgreiche Anwachsen von Pflanzen hängt von vielen Faktoren ab, die nach der Lieferung außerhalb unseres Einflussbereichs liegen (z. B. Standortbedingungen, Bodenbeschaffenheit, richtige Pflanzung und Pflege, Wasserversorgung, Witterungseinflüsse, Winterschutz). Aus diesem Grund können wir keine allgemeine Anwachs-Garantie geben.
Wenn eine Pflanze trotz korrekter Pflanzung und angemessener Pflege nicht anwächst oder eingeht, kontaktiere uns bitte zeitnah. Sende uns aussagekräftige Fotos der betroffenen Pflanze (Gesamtansicht, ggf. Detailaufnahme, Kratzprobe an der Rinde zur Prüfung der Vitalität). Beschreibe den Standort und die Pflegemaßnahmen. Wir prüfen jeden Fall individuell und bemühen uns um eine faire Lösung.
Ja, grundsätzlich können die meisten Bäume und Sträucher für eine begrenzte Zeit (z. B. 1-3 Jahre oder länger, je nach Pflanze und Pflege) in einem ausreichend großen Kübel kultiviert werden, bevor sie an ihren endgültigen Standort im Garten gepflanzt werden.
Dabei solltest Du Folgendes beachten:
Kübelgröße: Wähle einen Kübel, der deutlich größer ist als der Liefertopf (mindestens doppelt so groß, besser größer). Das gibt den Wurzeln Raum zur Entwicklung.
Drainage: Der Kübel muss unbedingt Abzugslöcher im Boden haben, damit überschüssiges Gieß- oder Regenwasser ablaufen kann. Eine Drainageschicht aus Kies, Blähton oder Tonscherben am Topfboden verhindert, dass die Löcher verstopfen.
Substrat: Verwende hochwertige, strukturstabile Kübelpflanzenerde.
Wasserversorgung: Kübelpflanzen trocknen schneller aus als Pflanzen im Freiland. Kontrolliere die Feuchtigkeit regelmäßig und gieße bei Bedarf durchdringend. Staunässe vermeiden!
Nährstoffversorgung: Das Nährstoffangebot im Kübel ist begrenzt. Dünge die Pflanze während der Wachstumsperiode regelmäßig mit einem geeigneten Dünger (z. B. Langzeitdünger oder regelmäßige Flüssigdüngung).
Winterschutz: Pflanzen im Kübel sind frostgefährdeter als ausgepflanzte Exemplare, da der Wurzelballen von allen Seiten dem Frost ausgesetzt ist. Sorge im Winter für einen guten Winterschutz:
Stelle den Kübel an einen geschützten Ort (z. B. an eine Hauswand, unter ein Vordach).
Umwickle den Topf mit isolierendem Material (z. B. Luftpolsterfolie, Jute, Vlies).
Stelle den Topf auf eine isolierende Unterlage (z. B. Holzbrett, Styroporplatte).
Gieße auch im Winter an frostfreien Tagen sparsam, damit der Ballen nicht austrocknet.
Bei sehr frostempfindlichen Pflanzen kann auch ein Schutz der oberirdischen Teile (Krone) sinnvoll sein.
Umtopfen: Wenn die Pflanze länger im Kübel bleiben soll, muss sie alle paar Jahre in einen größeren Kübel umgetopft werden, wenn der alte Topf vollständig durchwurzelt ist.
Nein, das musst Du nicht. Wenn Du nicht sofort pflanzen kannst, lagere die Pflanzen kühl, hell (aber nicht vollsonnig) und windgeschützt und halte den Ballen feucht. Die Lagerung hängt von der Lieferform der Pflanze, der Länge der Zwischenlagerung und der Witterung ab.
Du hast drei Möglichkeiten:
Warte im Zweifelsfall lieber auf frostfreien Boden – das ist am besten für den Baum!
Dein Topf ist mit Sicherheit nicht "leer" – es steckt nur alles wichtige unter der Erde! Dass Du aktuell nur Erde siehst, kann folgende Gründe haben:
Der Winterschlaf: Die meisten Stauden ziehen sich über den Winter komplett in ihren Wurzelbereich zurück, um sich zu schützen. Im Frühjahr ist oberirdisch oft noch nichts zu sehen. Erst wenn es wärmer wird, treiben die Pflanzen aus ihren Wurzeln oder Rhizomen wieder aus.
Früher Rückzug: Einige Pflanzen wie Bärlauch, das Tränende Herz oder Leberblümchen ziehen sich bereits im Sommer (nach ihrer Blütezeit) wieder in den Boden zurück. Wenn du diese Stauden in dieser Zeit kaufst, erhältst du einen vermeintlich leeren Topf.
Gärtnerischer Rückschnitt: Damit Stauden (wie Lavendel oder Nelken) buschiger werden und sich besser verzweigen, schneiden wir sie regelmäßig zurück. Es kann also sein, dass du ein frisch zurückgeschnittenes Exemplar erhalten hast.
Wenn du unsicher bist, nimm den Erdballen vorsichtig aus dem Topf. Wenn die Wurzeln hell und intakt aussehen, ist alles bestens. Die Pflanze wartet einfach nur auf den richtigen Moment, um loszulegen! Pflanze Deine Stauden ein und gebe ihr Zeit. Am besten markierst du die Stelle. Sollte sie nicht austreiben, suchen gemeinsam eine Lösung.