Das Weißbunte Zittergras 'Zitterzebra' ist eine besondere Auslese mit weißbunt gestreiften Blättern und reich blühenden Rispen mit herzförmigen Ährenblüten in einem silbrigen Braun. Die Sorte mit dem gleichermaßen lustigen wie völlig zutreffenden Namen geht auf die Gärtnerin und Pflanzenzüchterin Martina Häfner zurück, die seinerzeit Mitarbeiterin der Staudengärtnerei Gaißmayer im schönen Illertissen im bayrisch-schwäbischen Landkreis Neu-Ulm war. Die zarten, herzförmige Ähren, die beim kleinsten Windhauch zu zittern scheinen, stehen bei dieser aparten Sorte an offenen, pyramidalen Rispen von bis zu 50 Zentimetern Höhe nur knapp über einem bodenständigen Blattschopf. Die linear zugespitzten lanzettlichen Blätter wachsen zunächst aufrecht und strahlenförmig in die Höhe und scheinen mit den Ähren fast zu konkurrieren. Mit zunehmender Höhe können sie sich auch elegant verbiegen. Besonders beeindruckend wirkt Briza media 'Zitterzebra' in einer Gruppenpflanzung von bis zu zehn Pflanzen pro Quadratmeter Gartenfläche. Stehen die einzelnen Pflanzen zunächst noch horstig für sich, bilden sie mit der Zeit durch Selbstaussaat und unterirdische Ausläufer einen teppichartigen Bewuchs, bekrönt von einem vibrierenden Meer aus herzförmigen Ährchen, die ab Ende Mai bis Ende Juli oder sogar September blühen. Das pflegeleichte, robusten und bis -23° C winterharte Zittergras ist gegen Schnecken unempfindlich. Es kann sehr ansprechend Staudenbeete bereichern und sich als Solist behaupten. Eine Kultur im Kübel für Balkon und Terrasse ist ebenfalls möglich, aber das Gefäß benötigt eine Drainage aus Blähton oder Kies, denn Staunnässe ist einer der größten Feinde des Zittergrases. Das Weißbunte Zittergras 'Zitterzebra' bevorzugt eher karge Standorte in sonnigen und leicht absonnigen Lagen. Der Boden sollte normal, neutral, eher trocken, sandig bis lehmig und gut durchlässig sein. Er darf keinesfalls zu nährstoffreich sein, denn Zittergras gilt für Ökologen als Magerkeitsanzeiger. Bei Überdüngung wird das Zittergras schnell unansehnlich, die Halme knicken um und es kann ganz verschwinden.
Das Weißbunte Zittergras 'Zitterzebra' wird am besten im Frühjahr oder im Herbst gepflanzt. Nach der Pflanzung muss es gewässert und in der folgenden Zeit noch regelmäßig gegossen werden, bis es sich etabliert hat. Dann ist es ausgesprochen trockenheitsverträglich und benötigt höchstens bei lang anhaltender Hitze zuweilen eine tiefgründige Wassergabe. Normalerweise genügen ihm natürliche Niederschläge. Auch mit kurzzeitiger Nässe kommt Briza media 'Zitterzebra' zurecht, so lange sie sich nicht im Boden staut. Das Zittergras kann bei Bedarf im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Die reichen Blütenrispen können während der Blüte jederzeit geschnitten werden und bunten Sommersträußen das gewisse Etwas verleihen. Diese Zittergras biete sich sogar für sortenreine Sträuße an, falls man ein Stück blühende Wiese voller zitternder Herzchen verschenken möchte. Für Trockensträuße und Gestecke können die herrlichen Blütenrispen mit den vielzähligen, herzförmigen Ährchen ebenfalls verwendet werden, in denen sie über lange Zeit ihre einzigartige Optik bewahren. Das so exotisch anmutende Zittergras geht auf das auch hierzulande heimische Mittlere, Gemeine oder Gewöhnliche Zittergras zurück, das vor allem im Voralpenland gedeiht. Außerhalb Deutschlands ist das Mittlere Zittergras, das zur Familie der Süßgräser gehört, in den gemäßigten, gebirgigen Regionen Europas und Asiens verbreitet, wo es als Lichtpflanze auf mageren Wiesen und felsigen Gründen auch in Höhenlagen von über 2.000 Metern wächst. Das Weißbuntes Zittergras 'Zitterzebra' kann als Füllpflanze benutzt und mit anderen, trockenheitsverträglichen Stauden mit etwas Abstand kombiniert werden, damit es gut zur Geltung kommt. Das können Kornblumen, Wiesensalbei, Schafgarbe, Storchschnäbel, Silberdisteln und Habichtskraut sein.








