Die Spalthortensie 'Moonlight' ist eine attraktive Kletterpflanze mit schönem, sommergrünem Laub und interessanten, auffälligen und großen Blütendolden in Creme und Weiß. Anfänglich wächst sie nur zögerlich, einmal etabliert kann sie aber einen jährlichen Zuwachs von 45 Zentimeter erlangen. Die seltene Spalthortensie erreicht Wuchshöhen und Wuchsbreiten von zwei bis drei Metern und darüber hinaus. Sie bevorzugt halbschattige bis schattige Lagen. Die Sortenbezeichnung von Schizophragma hydrangeoides 'Moonlight' spielt wahrscheinlich auf die bizarren, aber wunderschönen Doldenblüten mit ihren randständigen, vereinzelten Blättchen an, die insgesamt wie das Mondlicht etwas diffus erscheinen. Die fein duftenden Blüten erfreuen das menschliche Auge im Juni und Juli mit ihrem zauberhaften Anblick. Sie sind eine ausgezeichnete Nahrungsquelle für Schwebfliegen, Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Die dunkel- und silbergrünen, bis zu 12 Zentimeter langen Blätter an roten Trieben sind herzförmig geformt, am Ende zugespitzt, gezähnt und auffällig geädert. Im Austrieb sind sie von rötlicher Farbe und sie verfärben sich im Herbst in ein goldenes Gelb. Der ganz von selbst, auch ohne Rankhilfe, kletternden und buschig wachsenden Pflanze zur Begrünung schattiger Mauern, Fassaden und Gartenbereiche wird eine Winterhärte von bis zu -25° C bescheinigt, sodass ein Winterschutz, außer in extremen Lagen, nicht nötig ist. Bei extremer Kälte können die Triebspitzen erfrieren. Die erfrorenen Triebe werden einfach zurückgeschnitten und die Spalthortensie treibt neu aus. Ein Rückschnitt erfolgt am besten im März. Die Spalthortensie 'Moonlight' benötigt einen frischen bis feuchten, humosen, normalen, eher sauren Gartenboden, der möglichst kalkfrei sowie gut durchlässig ist und keine Staunässe bildet. In einem ausreichend großen Pflanzkübel mit einer Drainage kann sie an einer Mauer zur blühenden Begrünung schattiger Balkone, Terrassen und Innenhöfe oder mit einer stabilen Kletterhilfe als Sichtschutz genutzt werden. Die Spalthortensie kann ganzjährig, außer bei gefrorenem Boden oder starker hochsommerlicher Hitze gepflanzt werden.
Die Spalthortensie 'Moonlight' ist eine Zuchtform der Japanischen Hortensienrebe, die im eigentlichen Sinne keine Hortensie ist, aber ebenfalls zur Ordnung der Hartriegelartigen und zur Familie der Hortensiengewächse gehört. Sie ist in unseren heimischen Gärten bislang nur selten zu finden, denn nur wenige spezialisierte Baumschulen haben sie zeitweise im Sortiment. Obwohl ihre Ähnlichkeit mit der Kletterhortensie, botanisch Hydrangea petiolaris, groß ist, bildet sie eine eigene Art. Beide Arten erklimmen mittels Haftwurzeln Bäume und Mauern. Der Unterschied liegt in der Blüte. Während die Kletterhortensie am Rand der Dolden kleiner Blüten bildet, zeigen sich bei der Spalthortensie am Doldenrand der sehr großen Schirmrispen mit Durchmessern von bis zu 40 Zentimetern nur ei- oder herzförmige Blättchen von etwa drei Zentimetern Durchmesser, die sogenannten Sepale. Zudem sind die Drugdolden weit deutlicher gewölbt als die Blütenstände der Kletterhortensie. Die ursprünglichen Herkunftsgebiete der Japanischen Spalthortensie sind Japan, Südkorea und die Kurilen im russischen Fernen Osten, wo sie in dunklen Wäldern und in der Nähe von Gewässern gedeihen. Schizophragma hydrangeoides 'Moonlight' sollte während der Vegetationsphase regelmäßig, tiefgründig mit kalkfreiem Wasser, am besten Regenwasser, gegossen und das Erdreich zwischenzeitlich immer wieder abgetrocknet werden. Die Spalthortensie 'Moonlight' kann durchaus auch in Schattengärten zur Berankung von niedrigeren Zäunen oder Bäumen verwendet werden. Mit mehreren Exemplaren dieser oder einer verwandten Sorte können spielend längere Mauern oder große Fassaden begrünt werden. Die Blattschmuckpflanze erzeugt auch über die Blütezeit hinaus eine wunderschöne Optik auf Oberflächen und ist eine ausgezeichnete Alternative, etwa zu Efeu.






