Echter Korkbaum

Phellodendron amurense

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  • winterhart
  • korkige Rinde
  • frei von Krankheiten
  • gelbe Herbstfärbung

Wuchs

Wuchs kurzstämmig, oft mehrstämmiger Baum, im Alter breiter als hoch
Wuchsbreite 800 - 1500 cm
Wuchsgeschwindigkeit 20 - 40 cm/Jahr
Wuchshöhe 800 - 1200 cm

Blüte

Blüte einfach
Blütenfarbe gelbgrün
Blütenform rispenförmig
Blütengröße groß (> 10cm)
Blütezeit Juni - Juni

Frucht

Fruchtschmuck

Blatt

Blatt unpaarig gefiedert bis 35 cm lang
Herbstfärbung
Laub laubabwerfend
Laubfarbe dunkelgrün, im Herbst goldgelb

Sonstige

Besonderheiten bienenfreundlich, winterhart
Boden anpassungsfähig, von sauer bis alkalisch
Standort Sonne
Verwendung Einzelstellung
Wurzelsystem Flachwurzler
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Dicke Korkrinde und grüngelbe Blüten. Der echte Korkbaum stammt ursprünglich aus dem Amur-Gebiet, der Mandschurei, Korea, Nordchina und Japan. Deshalb ist eine alternative Bezeichnung des malerischen Baumes Amur-Korkbaum. In Mitteleuropa dient der (bot.) Phellodendron amurense zumeist als Park-, Friedhofs- und Gartenbaum, wo er in Einzelstellung einen ästhetischen Anblick bietet. So wächst er zum Beispiel auf dem Gebiet der Berliner Pfaueninsel. Selten säumt der vielstämmige, stadtklimafeste Baum die Ränder von Straßen.

Der deutsche Name des seltenen Gehölzes bezieht sich auf seinen mächtigen Korkmantel, der, durch das Wachstum des Stammes, in der Breite immer wieder furchig aufbricht. Hierbei bildet der echte Korkbaum, ähnlich der Korkeiche, sein Oberflächenperiderm ständig nach. Das bedeutet, dass er dauerhaft und vielschichtig Korkzellen produziert. Dadurch ist er als Lieferant des natürlichen Rohstoffes Kork längerfristig nutzbar. Der Amur-Korkbaum gedeiht besonders gut in frischen, feuchten, nährstoffreichen und tiefgründigen Böden. Der für Bienen und Vögel eine Nahrungsquelle darstellende Baum, bevorzugt sonnige bis halbschattigs Standorte. Im Juni steht der echte Korkbaum in voller Blüte. Die rund fünfzehn mal acht Zentimeter großen endständig verzweigten, rispigen Blütenstände haben keine Kronblätter. Ihre Staubbeutel haben eine grüngelbe Farbe, während die Staubfäden weiß sind. Die nicht duftenden Blüten enthalten gleichermaßen Stempel und Staubgefäße, jedoch ist immer eines von beiden funktionsfähig. Im Herbst trägt der Baum kugelige, beerenartige, schwarze Steinfrüchte, die nach Terpentin riechen, besonders wenn an ihnen gerieben wird. Aus den etwa einen Zentimeter großen Früchten lässt sich Korkbaumfruchtöl gewinnen.

Dunkelgrüne gegenständige, gefiederte Laubblätter trägt das Gehölz im Sommer. Diese bestehen aus eiförmig bis lanzettlichen Fiederblättchen und erreichen ingesamt eine Länge bis 35 Zentimeter. Hier sind jeweils sieben bis dreizehn ganzrandige, glänzende Teilblättchen mit gekrümmter Spitze vorzufinden. In den Herbstmonaten verfärbt sich das Blattwerk hellgelb bis goldgelb und fällt oftmals bereits gegen Ende September ab. Somit zählt sowohl die Herbstfärbung als auch der Laubfall zu eines der frühesten im Pflanzenreich. Als junge Pflanze wachsen die Äste des frostharten Phellodendron amurense auffallend schräg aufrecht in die Höhe. Später bildet er eine breite, unregelmäßige, abgeflachte und oft ausladende Baumkrone aus. Bei einer Wuchshöhe von bis zu 12 Metern erreicht er eine Breite von bis zu fünfzehn Metern. Der Stammdurchmesser des echten Korkbaums erreicht eine Dicke von durchschnittlich bis zu 60 Zentimetern. Er ist aufgrund seiner robusten Gesundheit sehr beliebt und so gut wie nie von Krankheiten oder Schädlingen betroffen ist. Zerreibt man das Laub ist wie bei der Frucht ein leichter Terpingeruch wahrzunehmen. Vor allem das Holz des Amur-Korkbaumes und sein dicke, korkige Borke ist für den Menschen von Nutzen. Hierbei schälen Arbeiter zunächst den Korkmantel der Phellodendron amurense ab, welcher anschließend zermahlen wird. Fertige Korkprodukte sind unter anderem Flaschenkorken, Schuhsohlen, Bodenbeläge oder multifunktional einsetzbare Platten aus Kork.
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