Den Scharfen Hahnenfuß kennen viele unter dem Namen Butterblume. Eine Bezeichnung, die treffender nicht sein könnte, denn die intensiv gelben und wachsartig glänzenden Blüten erinnern an Butter. Sie sind schalenförmig, erscheinen im Mai und stehen einzeln an langen, kahlen und runden Stielen. Die Blüten sind fünfzählig und werden etwa 2,5 Zentimeter groß. Obwohl sie kaum duften, üben sie mit ihrer leuchtenden Färbung auf Bienen, Hummeln und Schmetterlinge eine starke Anziehungskraft aus. Darum gilt Ranunculus acris auch als ökologisch wertvoll. Die krautige Staude kommt auf Wiesen und Weiden vor, wird aber von Weidetieren gemieden. Die Blätter haben eine handähnliche Form und sind tief eingeschnitten. Im unteren Bereich der Pflanze sind sie lang gestielt, doch je weiter oben sie sich befinden, desto kürzer sind die Stiele. Der Scharfe Hahnenfuß bildet nach der Blüte ab August oder September Sammelfrüchte aus, die aus unzähligen kahlen Einzelnüsschen bestehen und einen kleinen "Schnabel" besitzen.
Der Scharfe Hahnenfuß wächst aufrecht und verfügt über faserige Wurzeln. Mit der Zeit bilden sich üppige Horste. Seine Verwendungsmöglichkeiten sind nahezu grenzenlos. Er schenkt naturnahen Wiesen schöne Farbtupfer: zum Beispiel in Kombination mit der Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare), der Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) und dem Wiesen-Salbei (Salvia pratensis). Gelegentliches Mähen verträgt er gut. Man kann ihn in (Stauden-)Beete setzen, mit ihm Wegränder und Grundstücksgrenzen verschönern oder ihn auf Böschungen in Szene setzen. Auch an Gewässerrändern fühlt er sich wohl, zumal er vorübergehende Staunässe gut verträgt. Am schönsten kommt Ranunculus acris in lockeren Gruppen zur Geltung. Die langstieligen Blüten finden Verwendung in bunten Sommerblumensträußen oder Kränzen. Da sich die Staude selbst aussät, kann man sie nach der Blüte stehenlassen. Sie kommt mit Ausnahme von Portugal in ganz Europa vor und ist auch in Nordamerika sowie in gemäßigten Teilen von Asien beheimatet. Da der Scharfe Hahnenfuß in der Natur sich selbst überlassen ist, benötigt er auch im Garten wenig Pflege und macht keine Mühe.
Idealerweise weist man dem Scharfen Hahnenfuß einen Platz in der vollen Sonne zu. Halbschatten toleriert er, möglicherweise fällt die Blüte dann weniger üppig aus. Bevorzugt werden frische bis feuchte sowie schwach saure bis neutrale Böden mit reichlich Nährstoffen. Der Boden sollte lehmig bis tonig und gut durchlässig sein. Mit kurzen Trockenphasen kommt Ranunculus acris zurecht, lang anhaltende Trockenheit mag die Staude nicht. Darum kann eine gelegentliche Wassergabe im Sommer hilfreich sein. Das Düngen ist erforderlich, wenn der Boden mager und sandig ist. Auch auf neu angelegten Wiesen auf nährstoffarmen Flächen kann eine Düngergabe sinnvoll sein. In beiden Fällen verwendet man am besten organischen Dünger oder Kompost, wobei eine Überdüngung vermieden werden sollte. Nach der Blüte ist ein Rückschnitt der verwelkten Teile nicht erforderlich, aus optischen Gründen aber möglich. Ein Rückschnitt sollte nach der Samenreife erfolgen, da sich der Scharfe Hahnenfuß ansonsten nicht selbst aussäen kann. Bestehende Bestände lassen sich problemlos teilen. Ebenso ist es möglich, die reifen Samen für die Aussaat an einer anderen Stelle zu verwenden. Die Staude ist winterhart und treibt im Frühjahr wieder zuverlässig aus. Ein zusätzlicher Winterschutz wird nicht benötigt.







