Die Prachtglocke 'Prettycoat' ist ein wunderhübscher, wohlgeformter Strauch, der bei einer sehr langsamen Wuchsgeschwindigkeit Höhen von um die zwei Metern und Breiten von 1,50 Metern erreichen kann. Das exotische Gehölz ist etagenförmig verzweigt sowie buschig, aufrecht und harmonisch aufgebaut. Die mattgrünen, mittelgrünen Blätter an rötlichen kurzen Stielen und roten glatten Trieben haben eine oval zugespitzte, birnenförmige Form und einen fein gezähnten Rand. Die mittelgroßen Blätter sind wechselständig angeordnet und an den Triebenden gehäuft. Ganz zauberhaft ist Enkianthus campanulatus 'Prettycoat' in der Blütezeit zwischen Ende April und Anfang Juni. Der Austrieb der Blüten erfolgt nach dem Blattaustrieb. Dann entwickeln sich an den blattreichen Triebenden die recht kleinen, glockenförmigen Blüten, welche der Prachtglocke ihren Namen eingebracht hat. Die an Märzenbecher erinnernden Glöckchen hängen gehäuft an schirmtraubigen Blütenständen. Die weißen Glocken dieser Sorte sind von feinen, rosafarbenen Linien durchzogen, die sich zu den Blütenblatträndern hin verstärken. Die zarten, geöffneten Blüten an behaarten Blütenstielen sind eine beliebte Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und andere Insekten. Im Herbst punktet das ursprünglich fernöstliche Gehölz mit einer leuchtend gelben, orangen bis roten Laubfärbung. Die reich blühende Zuchtsorte Prachtglocke 'Prettycoat' geht auf den Pflanzenzuchtbetrieb und die Baumschule von Jan Willem Wezelenburg aus der Ortschaft Hazerswoude-Dorp im Westen der Niederlande zurück, der sich seit mehr als 50 Jahren um die Pflanzenzucht verdient macht. Das Entstehungsjahr konnten nicht ermittelt werden.
Die Prachtglocke 'Prettycoat' bevorzugt einen windgeschützten, halbschattigen Standort, gedeiht aber auch im Schatten sowie in der Sonne und muss dann besonders gut feucht gehalten werden. Sie benötigt einen frischen bis feuchten, kühlen, humosen, nährstoffreichen, leicht sauren, gut durchlässigen Boden, in dem sich keine Nässe staut. Das pflegeleichte, sehr gut winterharte Gehölz erfordert nur wenig gärtnerische Aufmerksamkeit. Zudem ist sie kaum anfällig für Krankheiten oder den Befall von Schädlingen. Die Pflanzung des Strauchs erfolgt am besten zwischen März und Mai oder zwischen September und November. Zu dicht stehende Triebe können zuweilen ausgelichtet werden. Diese Maßnahme wird entweder nach der Blüte, im Spätherbst oder gegen Ende des Winters durchgeführt. Es lohnt sich, den Boden unter Enkianthus campanulatus 'Prettycoat' zu mulchen, um dem Flachwurzler die benötigte Bodenfeuchtigkeit zu gewährleisten. Die Glockige Prachtglocke, so der Name der Ursprungsart, die häufiger noch als Japanische Prachtglocke bezeichnet wird, stammt von den japanischen Inseln Honshu, südliches Hokkaido und Shikoku. Sie ist ausschließlich dort beheimatet, ist das Symbol der Stadt Nakatsugawa und hat als Zierpflanze und Ausgangsart für verschiedene Zuchtsorten längst ihren Siegeszug um die Welt angetreten. Die Japanische Prachtglocke gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und zur Gattung der Prachtglocken mit mehr als zehn Arten, die alle aus Asien kommen. Die Prachtglocke 'Prettycoat' ist ein tolles Solitärgehölz. Die Blattschmuckpflanze mit ihren sattrünen Blätter und den kontrastreichen roten Trieben eignet sich nicht nur für einen Pflanzung in Beeten, Rabatten und Heidegärten, sondern auch für die Kultur im Kübel für Balkon und Terrasse. Sehr gute Pflanzpartner sind Rhododendren, da sie ähnliche Ansprüche an den Boden stellen und Schatten spenden. In einem asiatisch inspirierten Garten harmoniert sie mit Fächer-Ahorn, verschiedenen Bambusarten und der Japanischen Blütenkirsche.
