Das Kaukasusvergissmeinnicht 'Jacks Gold' ist eine neuere Sorte von Brunnera macrophylla, welche im Jahr 2019 auf der niederländischen Pflanzenmesse Plantarium in Boskoop erstmals präsentiert wurde. Die Sorte ist eine Weiterentwicklung der beliebten und von Gärtnern geschätzten Sorte Brunnera macrophylla 'Jack's Frost'. Zu den silbrigen, grün geäderten Blättern dieser beliebten Züchtung gesellen sich nun grüngoldene Töne bei der feinen Äderung, Marmorierung und vor allem bei der Blattumrandung hinzu, die mit der Zeit versilbern und ein metallisches Farbspektrum erzeugen. Das schöne Laub kann bei einer bodendeckenden Bepflanzung mit bis zu acht Pflanzen pro Quadratmeter einen herrlichen, geschlossenen Teppich aus herzförmigen Blättern bilden. Über dem Blattwerk erscheinen ab Ende April bis Juni zahlreiche zarte Blütenrispen mit kleinen, schalenförmigen, leicht duftenden Blüten in Blau mit violetten und rosafarbenen Akzenten und einem weißen Auge. Die wunderhübschen Blüten, die denen unseres heimischen Vergissmeinnichts nicht unähnlich sind, behaupten sich in zarten Frühlingssträußen gemeinsam mit anderen Frühblühern, wie Milchsternen, Tausendschön oder Schlüsselblumen. Brunnera macrophylla 'Jacks Gold' benötigt einen lockeren, kühlen, feuchten, humosen Boden, in dem sich keine Nässe staut. Die kleine Staude, die Wuchshöhen von 45 Zentimeter und Wuchsbreiten von 50 Zentimetern erreicht, macht nicht nur im frühsommerlichen Staudenbeet eine gute Figur, sondern auch in Pflanztöpfen und Blumenkästen auf dem Balkon und der Terrasse, wo sie gut mit anderen frühblühenden Gewächsen kombiniert werden kann. Das Kaukasusvergissmeinnicht 'Jacks Gold', welches im Frühjahr ab Februar und im Herbst bis November gepflanzt werden kann, verträgt sowohl sonnige als auch halbschattige Standorte und gedeiht ebenso in etwas schattigeren Lagen. Es verfügt dank seiner Herkunft aus kalten Gebieten über eine ausgeprägte Winterhärte bis -24 °C. Das Kaukasusvergissmeinnicht, das auch als Sibirisches Hasenglöckchen bezeichnet wird, ist eine mehrjährige Pflanze. Mit Glück sät es sich zudem ganz von selbst aus und erscheint, nachdem es sich im Herbst zurückgezogen hat, im nächsten Frühjahr erneut an seinem alten Platz und darüber hinaus, denn auch die Rhizome verbreiten sich unterirdisch.
Das Großblättrige Kaukasusvergissmeinnicht 'Jacks Gold' gehört ebenso wie unser heimisches Vergissmeinnicht, botanisch Myosotis, oder der Borretsch, botanisch Borago officinalis, zur Familie der Raublattgewächse. Seine ursprüngliche Heimat ist der namensgebende Kaukasus zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer. Dort wächst es an Berghängen in Laub- und Mischwäldern in Höhenlagen bis zu 2.000 Metern. Inzwischen ist es auch in alpinen Regionen Österreichs und Deutschlands zu finden. Seinen botanischen Namen verdankt das Kaukasusvergissmeinnicht dem Schweizer Arzt, Naturforscher, Botaniker und Ethnologen Samuel Brunner, dessen Herbarium, das in einem Museum in Schaffhausen verwahrt wird, bis heute eine wichtige Grundlage für die Pflanzenforschung ist. Als Zierpflanze mit inzwischen zahlreichen Neuzüchtungen ist das Kaukasusvergissmeinnicht seit dem frühen 19. Jahrhundert in Kultur. Brunnera macrophylla 'Jacks Gold' ist robust, vital, pflegeleicht und unempfindlich gegen Schnecken und Krankheiten. Unter guten Bedingungen blüht das Kaukasusvergissmeinnicht mit den aparten, metallisch changierenden Blättern im Herbst ein zweites Mal. Soll das unkontrollierte Aussamen verhindert werden, wird das Kaukasusvergissmeinnicht nach den Hauptblüte komplett zurückgeschnitten. Düngergaben mit Kompost zum Austrieb und das gelegentliche Düngen mit Hornspänen fördern die Blühfreude und Vitalität der kleinen Staude. Das Kaukasusvergissmeinnicht 'Jacks Gold' lässt sich im Staudenbeet gut mit Schaumblüten, Elfenblumen, Waldmeister, Narzissen und Waldanemonen kombinieren. Auch mit Purpurglöckchen, Lungenkraut, Kriechendem Günsel, Nieswurz, Tulpen und Akeleien kann das Kaukasusvergissmeinnicht in ansprechender Weise das Beet teilen.




