Der Japanische Pfeffer, der auch als Szechuanpfeffer oder Anispfeffer bekannt ist und als Koreanischer oder Chinesischer Pfeffer bezeichnet wird, ist eine attraktives, robustes Zier- und Nutzgegölz mit bedornter Rinde, das besonders für Liebhaber der asiatischen Küche interessant ist. Das Gehölz wächst als Kleinbaum oder als breitbuschiger Strauch und erreicht Wuchshöhen von drei Metern sowie Wuchsbreiten von 3,50 Metern. Das länglich gefiederte, glänzende, mittelgrüne Laub des exotischen Gewächses setzt sich aus oval zugespitzten Blättern mit fein gesägtem Rand zusammen. Im Herbst nimmt das Blattwerk einen Bronzeton oder eine leuchtend gelbe Farbe an. Zanthoxylum schinifolium gehört, wie Zitrusfrüchte und der Japanische Fruchtstrauch, botanisch Orixa japonica, zur Ordnung der Seifenbaumartigen und zur Familie der Rautengewächse. Der Japanischer Pfeffer ist nahezu im ganzen asiatischen Raum verbreitet, wird jedoch nicht überall in Asien als Nutzpflanze kultiviert. Als Gewürz mit markanter Note findet der Strauch oder Kleinbaum vor allem in Zentralchina, Tibet, Nepal, Korea und Japan Verwendung. Seinen Namen Szechuanpfeffer verdankt die Gewürzpflanze der zentralchinesischen Provinz Sichuan, wo das Gewürz auch Blumen- und Blütenpfeffer genannt wird. In Afrika und Amerika gibt es ebenfalls vereinzelte Vorkommen dieses Gewürzstrauchs.
Einen ganz besonderen Zierwert haben die Früchte des Japanischen Pfeffers. Sie entwickeln sich aus trugdoldigen, fein nach Orangen duftenden Blütenständen mit teils rötlichen Blütenstielen und gelblichen bis grünlichen, kleinen, strahlenförmige Einzelblüten mit Durchmessern von etwa zwei Zentimetern. Die Blüten erscheinen zwischen Ende April und Anfang Juni und ziehen zahlreiche Bestäuber an. Aus den Blüten werden ab Ende Juli hellrote, beerenartige, in Rispen angeordnete, bis fünf Millimeter große Balgfrüchte. Jede dieser Früchte enthält einen einzigen, drei bis vier Millimeter großen, runden, schwarz glänzenden Samen. Die roten Beeren beginnen sich bei Reife im August zu öffnen und die schwarzen Samen bleiben dekorativ in der geöffneten Schale hängen. Diese Samen finden als Gewürz Verwendung. Die Samen von Zanthoxylum schinifolium sind, anders als die des sogenannten Echten Szechuanpfeffers, botanisch Zanthoxylum simulans, nicht pfeffrig-scharf, sondern angenehm aromatisch, mild und zitronig. Sie verleihen asiatischen Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten eine frische und würzige Note. Die Früchte des Japanischen Pfeffers können bereits grün geerntet werden. Ihr volles Aroma entfalten sie jedoch erst bei Vollreife.
Der Japanische Pfeffer ist robust, genügsam, anspruchslos, pflegeleicht und winterhart bis -20° C. Das Gewächs benötigt einen frischen bis mäßig feuchten, normalen, sandigen bis lehmigen, humosen Gartenboden, in dem sich keine Nässe staut. Der Flachwurzler bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen, vor Wind geschützten Standort. Einen Winterschutz brauchen lediglich junge Pflanzen oder Kübelpflanzen, da bei einer Kultur im Kübel für die Terrasse oder einen Balkon der Wurzelballen leicht durchfrieren kann. Schnittmaßnahmen sind bei diesem Zier- und Gewürzstrauch nicht vonnöten. Eine Versorgung mit Langzeitdünger im Frühjahr regt das Wachstum und die Blüte an. Der Szechuanpfeffer, der sich seinen Namen mit anderen verwandten Arten teilt, kann ein- oder zweihäusig sein. Falls auf einen Fruchtansatz wert gelegt wird, sollten besser zwei Sträucher gepflanzt werden. Der wehrhaft bedornte Japanischer Pfeffer behauptet sich als Solitär im Beet oder im Pflanzgefäß, eignet sich aber auch für eine Pflanzung in einer sortenreinen oder gemischten Hecke.
