Der Japanische Fruchtstrauch, der nach seinem botanischen Namen auch als Orixie bezeichnet wird, ist ein exotischer Blattschmuckstrauch, der nicht nur in asiatisch inspirierten Gärten die Blicke auf sich zieht. Das sommergrüne Ziergehölz ist immer noch eine Rarität in heimischen Gärten. Der schlank und elegant wachsende Strauch erreicht Wuchshöhen von 250 Zentimetern und Wuchsbreiten von 150 Zentimetern. Er gedeiht an sonnigen sowie halbschattigen Standorten und sollte einen windgeschützten Platz erhalten. Orixa japonica ist mit den Zitruspflanzen verwandt und zählt, wie diese, zur Ordnung der Seifenbaumartigen und zur Familie der Rautengewächse, jedoch zur eigenen, monotypische Gattung Orixa mit ihrer einzigen Art. Die ursprünglichen Herkunftsgebiete des Japanischen Fruchtstrauchs befinden sich in Japan, im Süden Koreas und in einigen chinesischen Provinzen. Dort gedeihen die wilden Sträucher in Dickichten und im Unterholz von Wäldern, bevorzugt an sonnenbeschienenen Hängen in Höhenlagen bis über tausend Metern.
Der Japanische Fruchtstrauch punktet in hiesigen Breite - entgegen seinem Namen - vor allem durch sein dunkelgrün glänzendes Laub mit oval zugepitzten, gleichmäßig geäderten, glattrandigen Blättern. Die Blätter sind wechselständig angeordnet und wechseln sich markant in kleinen und großen Wuchsgrößen bis zu 12 Zentimetern Länge ab. Sie aromatisch duftenden Blätter haben die angenehme Eigenschaft, unangenehm stechende Insekten, wie Mücken und Bremsen, zu vertreiben. Denn sie enthalten ätherische Öle, die besonders stark duften, wenn man ein Blatt zwischen den Fingern zerreibt. Die insektenabwehrende Eigenschaft prädestiniert Orixa japonica zur Pflanzung in der Nähe von Sitzplätzen unter freiem Himmen, die in der Nachbarschaft des Gehölzes ungestört genossen werden können. Der exotische Zierstrauch kann zudem als Hecke gepflanzt werden und so gleich noch für willkommenen Sichtschutz vor fremden Blicken sorgen. Eine weitere Überraschung liefert das Laub des Japanischen Fruchtstrauchs im Herbst. Denn dann verfärbt es sich außergewöhnlich in pastellige Töne von einem cremigen Gelb bis hin zu Rosé, die einen schönen Kontrast zu den hier eher üblichen Farben des Herbstes, wie kräftiges Gelb, Orange und Rot, bilden.
Die männlichen Blüten der Orixie können sich ebenfalls sehen lassen. Sie erscheinen im April und Mai, sind zwar recht klein, stehen aber vielzählig an rispenförmigen oder traubenförmigen Blütenständen. Die grünlichen bis weißen Blüten mit ihrer auffälligen, erhabenen Mitte bilden sich an altem Holz, haben Durchmesser von maximal vier Zentimetern und sind vierzählig sternförmig. Die weiblichen Blüten sind unauffällig und stehen einzeln. Kommen wir nun zu den Früchten der Orixie. Dabei handelt es sich um grüne, später braune, drei bis vier an der Basis verwachsene Kapselfrüchte, welche jeweils nur einen schwarzen, runden Samen enthalten. In unseren Breiten entwickeln sich diese Balgfrüchte jedoch äußerst selten. Der Japanische Fruchtstrauch ist ein robustes und pflegeleichtes Gehölz, das, einmal etabliert und an einem geeigneten Standort, nur wenig gärtnerische Zuwendung erfordert. Der Zierstrauch kommt mit einem normalen Gartenboden zurecht, der frisch bis feucht, humos und nährstoffreich sowie gut durchlässig sein sollte, damit sich keine Nässe darin staut. Im Winter sollten vor allem junge Orixien mit einem leichten Winterschutz versehen werden. Im Frühjahr nimmt die Orixie eine Gabe Kompost gern an. Schnittmaßnahmen im Frühjahr sollten mit Bedacht erfolgen, da das Gehölz, wie bereits erwähnt, an dem alten Holz mit seiner grauen Rinde erblüht. Geeignete Pflanzpartner für den Japanischen Fruchtstrauch sind Japanischer Ahorn, Farne, Funkien, Astilben und Hortensien.
