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Hortensien

Du stehst auf Farbe? Wir auch. Jahr für Jahr werden unsere Hortensien Deinen Garten mit einer Farbexplosion beglücken. Dichter Wuchs, üppige Blütenpracht und immer ein leiser Hauch von Nostalgie: für jeden Geschmack die richtige Hortensienart.
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Unsere Top-Empfehlungen

Neben der hierzulande bekanntesten, in der Regel winterharten Bauern- oder Gartenhortensie, deren Urform in Japan heimisch ist, können auch immergrüne Exemplare aus tropischen Ländern in europäischen Gärten angepflanzt werden. Sie sind bei strengem Frost auf Schutz vor der Kälte angewiesen und sollten daher zum Überwintern ins Haus geholt werden, wenn sie in einem Kübel gehalten werden. Rund fünfzig ursprünglich chinesische, koreanische oder taiwanesische Arten gehören mittlerweile ebenfalls fest zur Gartenwelt Europas.

Hortensien: Eine charmante Großfamilie

Hortensien sind auch unter dem Namen Wasserstrauch und der lateinischen Bezeichnung Hydrangea bekannt. Während sie botanisch früher den Steinbrechgewächsen zugerechnet wurden, gelten sie heute als eigene Familie. Hydrangeaceae oder Hortensiengewächse gehören zu den verholzenden Sträuchern bzw. Halbsträuchern und stammen aus den Wäldern Asiens und Amerikas. Als laubabwerfende, sommergrüne und winterharte Laubgehölze gedeihen sie in allen Wäldern der gemäßigten und warmen Klimazonen als Teil des Unterbewuchses.

Bekannt wie ein bunter Hund: Die Garten- oder Bauernhortensie

Jeder kennt sie, wenn nicht dem Namen nach, so doch spätestens beim Betrachten von Bildern: Die Ballhortensie (Hydrangea macrophylla) gelangte zu Ende des 18. Jahrhunderts nach Europa und erfreut sich seitdem auch hier nahezu gleichbleibend hoher Beliebtheit. Die blau oder rosa blühenden Sorten dieser Hortensien sind prachtvoll. Viele weitere Farbnuancen sind heute zu finden. Ihre charakteristischen, schirmförmigen und üppig vollen Blütenstände sind das Ergebnis jahrhundertelanger Zucht und Kultivation in japanischen Ziergärten, wobei die farbenprächtigen großen Scheinblüten am Rand immer mehr vergrößert wurden. Die blau oder rosa blühenden Exemplare werden häufig allgemein als Gartenhortensien oder Bauernhortensien bezeichnet. Das ist nicht ganz falsch, jedoch ist wichtig zu wissen, dass es sich hierbei nur um spezielle, meist altbewährte Sorten handelt, die seit Jahren in den typisch angelegten Bauerngärten zu finden sind. Hierzu zählen sich jedoch nicht nur die Ballhortensien. Ebenso bewährte, schönste Sorten unter den Teller-, Samt- und Rispenhortensien können sich zu den Bauernhortensien zählen.

Von Juni bis August entfalten sich die Blüten der Ballhortensie und bleiben vielfach bis in die Wintermonate hinein ansehnlich, bevor sie verwelken und abfallen. Zum Ausbilden der gewünschten Blütenfarbe benötigen einige Exemplare eine bestimmte Mischung und Konzentration von Spurenelementen im Boden und einen pH-Wert, der nicht zu stark schwanken darf. Durch besonderes Düngen lassen sich pinke Exemplare mit ein wenig Geduld in blaue verwandeln. Rosa, Blau und Weiß sowie deren pastellige und satte Abstufungen und Mischfarben bilden den Farbreigen dieser traumhaft schönen Pflanzen - das sind Farben, die zu allen anderen passen und auch große Gärten dominieren können, ohne aufdringlich zu wirken. Je nach dem, wie die Bodenverhältnisse sind, können sich ursprünglich rosafarbige Hortensien mit blauen Nuancen präsentieren oder ihre Blüte ganz blau entwickeln. Wichtig für die Blaufärbung ist das Mineral Alaun im Boden und saure Erden. Der ph-Wert des Bodens sollte ab, bzw. unter 5,0 liegen, um eine Blaufärbung zu bewirken. Sonst rosafarbige Exemplare präsentieren sich ab 5,5 leicht blaurosa und ab einem Wert von 6,0 blaulila bis lilarosa in der Blüte. Blaublühende Sorten erhalten einen noch intensiveren Blauton. Spezielle Dünger mit enthaltenem Blaumacher unterstützen bei der Aufbereitung des Bodens.

Kletterhortensien wollen hoch hinaus

Mit Hilfe ihrer Haftwurzeln kann sich die asiatische Kletterhortensie an rauen Oberflächen festhalten und auf diese Weise sogar Baumkronen erklimmen. Ihre Blüten öffnen sich im Mai und entfalten sich zu beeindruckenden Durchmessern von bis zu 20 cm. Die 8 bis 10 cm langen, eiförmigen Blätter nehmen im Herbst eine zartgelbe Tönung an. Während die meisten Arten weniger duften als riechen, erinnert der Duft der Kletterschönheit fast an den von Jasmin oder Holunder. Schmetterlinge, Bienen und Hummeln lieben die monatelang attraktiven Blütenstände der Kletterhortensien, die daher äußerst beliebt bei Freunden des Natur- und Wildgartens sind.

Zum Begrünen schattiger Wände, etwa der Nordseite des Hauses, eignet sich die Kletterhortensie besonders, allerdings wächst sie langsamer als andere Sorten und lässt manchmal auch jahrelang auf die ersten Blüten warten. Findet sie keine Klettergelegenheit, bildet sie ein halbkugeliges, sommergrünes, laubabwerfendes Gehölz aus, einen großen, breiten Busch oder kleinen Baum.

Kugelblüten, Tellerblüten und schönste Rispen

Blüten Ballhortensie Annabelle

Je großblumiger die Sorte, desto stärker ausgeprägt sind die unfruchtbaren, am Rand des Blütenstands liegenden Scheinblüten und desto kugeliger wirkt die ganze Blüte der Hortensie. Wer kennt sie nicht, die zauberhafte 'Annabelle', die mit ihren weißen bis cremefarbigen, großen Blütenbällen bereits von Weitem überzeugt? Ebenso macht die weiße Schneeball-Hortensie ihrem Namen alle  Ehre. Eine Alternative zu den dicken, kugeligen Blüten sind die eher scheibenförmigen Schönheiten der so genannten Randblütenhortensien oder Tellerhortensien. Neue Züchtungen und Trendsorten unter den Hortensien wie 'Lady in Red' oder 'Blue Wave' überraschen mit schönen und außergewöhnlichen Farbverläufen und wirken im Topf zarter und filigraner, sind jedoch im Vergleich zu den Kugelarten empfindlicher gegen Frost.

Auch Rispenhortensien haben ihren Namen aufgrund der Anordnung ihrer Blüten erhalten. Viele kleine Einzelblüten setzten sich bei dieser Art in großen Rispen zusammen. So erhalten die Blüten dieser Hortensie eine entsprechend gewaltig und pompös anmutende Optik. Wunderschön zu betrachten ist vor allem auch hier die Farbgebung der Blüten. Einige Sorten unter den Rispenhortensien weisen bis zu den Spitzen ihrer Blüten eine zwei- bis dreifarbige Vielfalt auf. Prachtstücke und begehrte Exemplare sind die 'Limelight', die 'Pinky Winky' ® ® oder die 'Vanille Fraise' ®.

Hortensien als Topf-, Kübel- und Freilandpflanzen

Viele Hortensien beginnen ihre Karriere als Topfpflanzen und werden dann mit zunehmender Größe erst zu Kübelpflanzen und dann zu Beet- und Gartensträuchern befördert. Der Boden sollte stets frisch, locker, humos und ein wenig sauer sein. Ein wenig Kalk vertragen viele Sorten, zu viel Kalk in Erde und Wasser hingegen mag keine Hortensie gern. Als Faustregel gilt: Lieber mehr Wasser und weniger Sonne, wobei die Hortensie zu viel Sonne verzeiht, solange sie leicht feuchte Füße hat. Im klimatisch milderen Süden und Osten Deutschlands haben Hortensien die besten Chancen, auch eine dauerhafte Auspflanzung ins Freiland unbeschadet zu überstehen. Der Westen und Norden mit ihren teils sehr strengen Frösten und langen Wintern bedeuten für Gärtner und Pflanze ein größeres Risiko. Erfrieren die beiden kopfstehenden Knospen der Hortensie, gibt es im folgenden Sommer keine Blüten. Verhindern lassen sich Schäden durch Wahl eines windgeschützten Standortes und immer ausreichende Wasserzufuhr. Ebenso ist ein entsprechender Winterschutz ratsam, der z.B. mit einem Wintervlies erreicht wird.

Welche Hortensiensorte an welchem Standort?

Hydrangea petiolaris

Ballhortensien (Hydrangea macrophylla), Waldhortensien (Hydrangea arborescens) und Kletterhortensien (Hydrangea arborescens) gedeihen im Schatten und Halbschatten hervorragend. Halbschatten ohne Mittagssonne wünscht sich die Samthortensie (Hydrangea aspera), die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) genießt auch volle Sonne am Standplatz. Ein wahrer Allrounder ist die Eichenblättrige Hortensie (Hydrangea quercifolia), die sich sowohl im Schatten als auch in der Sonne wohlfühlt.

 

Ab Winter bis Anfang Frühjahr ist ggf. ein ausreichender Schutz der Hortensien nötig. Bezüglich der Winterhärte ausgepflanzter Sträucher können die folgenden Werte als Anhaltspunkt dienen, erheben jedoch keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit, da auch Faktoren wie Größe und Alter der Pflanze, Bodenbeschaffenheit und Windschutz eine große Rolle spielen. Folgende Härtegerade gelten im Winter:

 
HortensienartHärtegrad bis zu
Ballhortensien-30 °C
Kletterhortensien-30 °C
Rispen-Hortensien-30 °C
Waldhortensienn-30 °C
Eichblättrige Hortensien-25 °C
Tellerhortensien-20 °C
Tropische immergrüne Hortensien-5 °C

Auf gute Freundschaft: Tipps zum Umgang mit Hortensien

Fast alle Hortensien fühlen sich im Halbschatten oder Schatten am wohlsten. Wenn die Sträucher in der prallen Sonne stehen, darf der Boden nie austrocknen, im Sommer muss also ausreichend gegossen werden, bei langer Trockenheit täglich. Bei entsprechender Standortplanung lohnt es sich daher, über ein automatisches Bewässerungssystem nachzudenken. Wer seine Hortensie pflegen und schneiden möchte, sollte auf die Art dieser Pflanzen achten. Jede Hortensienart hat ihren eigenen Charakter und bedarf weniger bis mehr Pflege, wie auch in Bezug auf den Schnitt und Schnittzeitpunkt. Nicht jede Sorte bzw. Art sollte der Gärtner schneiden. Ob im Frühjahr, im Herbst oder gar kein Schnitt am Trieb von Nöten ist, entscheidet die Hortensienart. Die Pflege erweist sich bei den zwar durstigen, jedoch sonst äußert leicht umgänglichen Hydrangeas als wenig aufwendig.

 

Hortensien muss der Gartenfreund nicht zwangsläufig ins Freiland pflanzen. Ideal ist die Kultivierung im ausreichend großen Topf auf Terrasse oder Balkon. Im Kübel freuen sich auch die sonst winterharten Sorten über Schutz: Wenn die kalte Jahreszeit naht, halten spezielle Vlies-Umhüllungen oder ein sicherer Winterstandort eisigen Wind ab und verhindern das Durchfrieren des Wurzelwerks. Immergrüne Exemplare überwintern idealerweise in hellen, kühlen Räumen, etwa dem Treppenhaus, der Garage oder in einem Wintergarten. Im Pflanztopf gehaltene Pflanzen sind nicht so winterhart, wie ins Freiland gesetzte und benötigen deshalb einen guten bis leichten Schutz, um bestens zu überwintern.

 

Hydrangea sind im Allgemeinen anspruchslos. Empfindlich reagieren sie jedoch auf zu hartes Gießwasser, das durch den hohen Kalkgehalt die Aufnahme wichtiger Nährstoffe verhindern kann. Die Anschaffung einer Regentonne und das Gießen mit weichem Regenwasser lohnen sich auch in Gegenden mit weichem Trinkwasser: Mit geringem Aufwand können Gärtner auf diese Weise viel Geld sparen und aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon - Hortensien überzeugen mit ihrem Blühen und Wesen auf vielfältige Weise.

 
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