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Hortensien

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Hortensien - Eine charmante Großfamilie



Hortensien sind auch unter dem Namen Wasserstrauch und der lateinischen Bezeichnung Hydrangea bekannt. Während sie botanisch früher den Steinbrechgewächsen zugerechnet wurden, gelten sie heute als eigene Familie. Hydrangeaceae oder Hortensiengewächse gehören zu den verholzenden Sträuchern bzw. Halbsträuchern und stammen aus den Wäldern Asiens und Amerikas. Als laubabwerfende, sommergrüne und winterharte Laubgehölze gedeihen sie in allen Wäldern der gemäßigten und warmen Klimazonen als Teil des Unterbewuchses. Neben der hierzulande bekanntesten, in der Regel winterharten Bauern- oder Gartenhortensie, deren Urform in Japan heimisch ist, können auch immergrüne Hortensien aus tropischen Ländern in europäischen Gärten angepflanzt werden. Sie sind bei strengem Frost auf Schutz vor der Kälte angewiesen und sollten daher zum Überwintern ins Haus geholt werden. Rund fünfzig ursprünglich chinesische, koreanische oder taiwanesische Hortensienarten gehören mittlerweile ebenfalls fest zur Gartenwelt Europas.

Bekannt wie ein bunter Hund: Die Garten- oder Bauernhortensie



Jeder kennt sie, wenn nicht dem Namen nach, so doch spätestens beim Betrachten von Bildern: Die Bauernhortensie oder Gartenhortensie (Hydrangea macrophylla) gelangte zu Ende des 18. Jahrhunderts nach Europa und erfreut sich seitdem auch hier nahezu gleichbleibend hoher Beliebtheit. Ihre charakteristischen, schirmförmigen und üppig-vollen Blütenstände sind das Ergebnis jahrhundertelanger Zucht und Kultivation in japanischen Ziergärten, wobei die farbenprächtigen großen Scheinblüten am Rand immer mehr vergrößert wurden. Von Juni bis August entfalten sich die Blüten und bleiben vielfach bis in die Wintermonate hinein ansehnlich, bevor sie verwelken und abfallen. Zum Ausbilden der gewünschten Blütenfarbe benötigen einige Sorten eine bestimmte Mischung und Konzentration von Spurenelementen im Boden und einen pH-Wert, der nicht zu stark schwanken darf. Durch besonderes Düngen lassen sich pinke Hortensien mit ein wenig Geduld in blaue verwandeln. Pink, Blau und Weiß sowie deren pastellige und satte Abstufungen und Mischfarben bilden den Farbreigen der Hortensie - das sind Farben, die zu allen anderen passen und auch große Gärten dominieren können, ohne aufdringlich zu wirken.

Kletterhortensien wollen hoch hinaus



Mit Hilfe ihrer Haftwurzeln kann sich die asiatische Kletterhortensie an rauen Oberflächen festhalten und auf diese Weise sogar Baumkronen erklimmen. Ihre Blüten öffnen sich im Mai und entfalten sich zu beeindruckenden Durchmessern von bis zu 20 cm. Die 8-10 cm langen, eiförmigen Blätter nehmen im Herbst eine zartgelbe Tönung an. Während die meisten Hortensienarten weniger duften als riechen, erinnert der Duft der Kletterhortensie fast an den von Jasmin oder Holunder. Schmetterlinge, Bienen und Hummeln lieben die monatelang attraktiven Blütenstände der Kletterhortensien, die daher äußerst beliebt bei Freunden des Natur- und Wildgartens sind. Zum Begrünen schattiger Wände, etwa der Nordseite des Hauses, eignet sich diese Art besonders, allerdings wächst sie langsamer als andere Sorten und lässt manchmal auch jahrelang auf die ersten Blüten warten. Findet sie keine Klettergelegenheit, bildet sie ein halbkugeliges, sommergrünes, laubabwerfendes Gehölz aus, einen großen, breiten Busch oder kleinen Baum.

Kugelblüten, Tellerblüten und schönste Rispen



Je großblumiger die Hortensiensorte, desto stärker ausgeprägt sind die unfruchtbaren, am Rand des Blütenstands liegenden Scheinblüten und desto kugeliger wirkt die ganze Blüte. Eine Alternative zu den dicken, kugeligen Hortensienblüten sind die eher scheibenförmigen Blumen der so genannten Randblütenhortensien oder Tellerhortensien. Neue Züchtungen und Trendsorten wie 'Lady in Red' oder 'Blue Wave' überraschen mit schönen und außergewöhnlichen Farbverläufen und wirken im Topf zarter und filigraner, sind jedoch im Vergleich zu den Kugelarten empfindlicher gegen Frost. Auch Rispenhortensien haben ihren Namen aufgrund der Anordnung ihrer Blüten erhalten. Viele kleine Einzelblüten setzten sich bei dieser Hortensienart in großen Rispen zusammen. So erhalten die rispenförmigen Blüten dieser Hortensie einen entsprechend gewaltig und pompös anmutende Optik. Wunderschön zu betrachten ist vor allem auch hier die Farbgebung der Blüten. Einige Sorten unter den Rispenhortensien weisen bis zu den Spitzen der Rispen eine zwei- bis dreifarbige Vielfalt auf.

Hortensien als Topf-, Kübel- und Freilandpflanzen



Viele Hortensien beginnen ihre Karriere als Topfpflanzen und werden dann mit zunehmender Größe erst zu Kübelpflanzen und dann zu Beet- und Gartensträuchern befördert. Der Boden sollte stets frisch, locker, humos und ein wenig sauer sein. Ein wenig Kalk vertragen viele Sorten, zu viel Kalk in Erde und Wasser hingegen mag keine Hortensie gern. Als Faustregel gilt: Lieber mehr Wasser und weniger Sonne, wobei die Hortensie zu viel Sonne verzeiht, so lange sie nasse Füße hat. Im klimatisch milderen und gleichförmigeren Westen und Norden Deutschlands haben Hortensien die besten Chancen, auch eine dauerhafte Auspflanzung ins Freiland unbeschadet zu überstehen. Der Süden und Osten mit ihren teils sehr strengen Frösten und langen Wintern bedeuten für Gärtner und Pflanze ein größeres Risiko. Erfrieren die beiden kopfstehenden Knospen der Hortensie, gibt es im folgenden Sommer keine Blüten. Verhindern lassen sich Schäden durch Wahl eines windgeschützten Standortes und immer ausreichende Wasserzufuhr. Ebenso ist ein entsprechender Winterschutz ratsam, der z.B. mit einem Wintervlies erreicht wird.

Welche Hortensiensorte an welchem Standort?



Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla), Waldhortensien (Hydrangea arborescens) und Kletterhortensien (Hydrangea arborescens) gedeihen im Schatten und Halbschatten hervorragend. Halbschatten ohne Mittagssonne wünscht sich die Samthortensie (Hydrangea aspera), die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) genießt auch volle Sonne am Standplatz. Ein wahrer Allrounder ist die Eichenblättrige Hortensie (Hydrangea quercifolia), die sich sowohl im Schatten als auch in der Sonne wohlfühlt.

Bezüglich der Winterhärte ausgepflanzter Sträucher können die folgenden Werte als Anhaltspunkt dienen, erheben jedoch keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit, da auch Faktoren wie Größe und Alter der Pflanze, Bodenbeschaffenheit und Windschutz eine große Rolle spielen.

  • Bauernhortensie, Kletterhortensie, Rispenhortensie, Waldhortensie: bis zu -30°C
  • Eichblättrige Hortensie: bis zu -25°C
  • Tellerhortensie: bis zu -20°C
  • Tropische immergrüne Hortensie: bis -5°C

Auf gute Freundschaft: Tipps zum Umgang mit Hortensien



Fast alle Hortensien fühlen sich im Halbschatten oder Schatten am wohlsten. Wenn die Sträucher in der prallen Sonne stehen, darf der Boden nie austrocknen, im Sommer muss also ausreichend gegossen werden, bei langer Trockenheit täglich. Bei entsprechender Standortplanung lohnt es sich daher, über ein automatisches Bewässerungssystem nachzudenken.

Im Kübel freuen sich auch winterharte Sorten über Schutz: Spezielle Vlies-Umhüllungen oder ein sicherer Winterstandort halten eisigen Wind ab und verhindern das Durchfrieren des Wurzelwerks. Immergrüne Hortensien überwintern idealerweise in hellen, kühlen Räumen, etwa dem Treppenhaus, der Garage oder in einem Wintergarten.

Hortensien sind im Allgemeinen anspruchslos. Empfindlich reagieren sie jedoch auf zu hartes Gießwasser, das durch den hohen Kalkgehalt die Aufnahme wichtiger Nährstoffe verhindern kann. Die Anschaffung einer Regentonne und das Gießen mit weichem Regenwasser lohnen sich auch in Gegenden mit weichem Trinkwasser: Mit geringem Aufwand können Gärtner auf diese Weise viel Geld sparen und aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen.