Die Glattblatt-Aster 'Treffpunkt' hat das klassische Erscheinungsbild einer Herbstaster mit hellvioletten oder violettblauen, einfachen Zungenblüten mit der typisch erhabenen, gelbbraunen Mitte. Das ist kein Wunder, denn bei dieser Sorte handelt es sich um eine Auslese und herrliche Zierform mit den besten Eigenschaften ihrer Art. Der Sortenname spielt vielleicht darauf an, das diese, wie auch andere Herbstastern, ein beliebter Treffpunkt für Bienen, Schwebfliegen und Hummeln sind, die im späten Herbst in diesen Stauden noch einmal eine reiche Nahrungsquelle finden, ehe die blühende Natur sich weitgehend zurückzieht. Die Aster novi-belgii 'Treffpunkt' zeichnet sich durch eine beeindruckende, aber dezente Leuchtkraft aus, die nicht nur Insekten, sondern auch das menschliche Auge in ihren Bann schlägt. Sie bildet buschige und dichte Horste von bis zu 90 Zentimetern Höhe, die in herbstlichen Rabatten und Beeten noch einmal ein wahres Feuerwerk an Farben entzünden, wenn andere Stauden schon längst ihre Blütezeit beendet haben. Das kleinblättrige, aber vielzählige, dunkelgrüne Laub mit den oval-zugespitzten Einzelblättern steht in einem schönen Kontrast zur farbigen Blüte. Gegen Mitte Oktober hin verfärben sich die glattrandigen Blätter an den noch blühenden Trieben in ein leuchtendes Goldgelb, das dem Spätherbst zur Ehre gereicht. Die Glattblatt-Aster gedeiht am besten in einem nährstoffreichen, lehmigen bis sandigen, humosen Gartenboden, der trocken bis mäßig feucht und sehr gut durchlässig sein sollte. Sie bevorzugt einen vollsonnigen Standort, kommt aber auch mit halbschattigen Lagen zurecht. Für eine besonders beeindruckende Wirkung werden bei einer flächendeckenden Pflanzung bis zu neun Stauden auf einen Quadratmeter Gartenfläche gesetzt. Die Glattblatt-Aster 'Treffpunkt' wird im Spätherbst nach der Blüte oder erst im Frühjahr bodennah zurückgeschnitten. Bei einem Rückschnitt im Herbst sollte die Aster mit Komposterde bedeckt werden. Lässt man die verblühten Blütenstängel über die kalte Jahreszeit stehen, können sie im winterlichen Garten durchaus ihren Reiz entfalten und dienen der Pflanze gleichzeitig als Schutz. Die Düngung erfolgt in diesem Fall im Frühjahr zum Austrieb. Eine Teilung alle drei bis vier Jahre hält die Staude vital und sorgt für anhaltende Blühkraft über viele Jahre hinweg.
Die Glattblatt-Aster 'Treffpunkt' ist robust, genügsam und pflegeleicht. Sie gehört zur großen Familie der Korbblütler. Die Bezeichnung Aster geht auf das altgriechische Wort für Stern zurück. Die ursprüngliche Heimat der Glattblatt-Aster sind die nordöstlichen Gebiete Nordamerikas. Ein Teil ihrer Herkunftsgebiete an der Ostküste zwischen Philadelphia und Kanada wurde im späten 17. Jahrhundert als "New Holland" bezeichnet. Der deutsche Botaniker und Mediziner Paul Hermann benannte die Astern entsprechend. Bei der Übersetzung ins Lateinische wurde durch kuriose Umstände daraus der bis heute gültige Gattungsname "novi-belgii", der dazu führte, dass Glattblattastern auch Belgische Astern genannt werden. Die Aster novi-belgii 'Treffpunkt' verfügt über eine gute Winterhärte und muss gegebenenfalls im Beet gestützt werden. Soll die Selbstaussaat vermieden werden, müssen die Blütenstände vor der Samenreife zurückgeschnitten werden. In gemischten Staudenbeeten setzt man sie eher in die hintere Reihe oder in mittlere Bereiche. Geeignete und optisch ansprechende Nachbarn für die Glattblatt-Aster 'Treffpunkt' sind verschiedene Ziergräser, etwa Rutenhirse und Lampenputzergras, Wiesen-Flockenblumen und Wiesen-Habichtskraut. Sehr schöne, spätsommerliche Bilder mit abgestuften vertikalen Ausrichtungen können auch mit Katzenminze, Fetthenne sowie weiteren farbenfrohen Sorten an Glattblatt-Astern und Kissen-Astern erschaffen werden. Als Schnittblume in sortenreinen oder gemischten Herbststräußen bringen die reich verzweigten Triebe mit ihren zahlreichen Blättern und Blüten die spätsommerliche oder herbstliche Stimmung zuverlässig ins Wohnzimmer.













