Der Gewöhnliche Wacholder 'Goldschatz' ist eine vielseitig im Garten verwendbare Zwergform des Wacholders, die sich durch einen besonders niedrigen, aber breiten Wuchs auszeichnet. Mit einer Höhe von 20 bis 30 cm und einer Breite von 100 bis 150 cm lässt er sich optimal als Bodendecker einsetzen. Der Platzbedarf liegt bei drei Stück pro Quadratmeter. Dank der Kombination aus kriechendem Wachstum und dichten Ästen schützt diese Anwendung den Boden sehr gut vor Feuchtigkeitsverlust im Sommer. Auf größeren Freiflächen eignet sich Juniperus communis 'Goldschatz' auch sehr gut für die dekorative Einzelstellungen. Passend in Form geschnitten ist die Verwendung als niedrige Hecke möglich. Einen optisch reizvollen Eindruck macht die Pflanze auch im Steingarten, wo sie sich hervorragend mit Teppich-Fetthenne, Grasnelken, Feld-Thymian und Blauschwingel kombinieren lässt. Die Blüten des Gewöhnlichen Wacholders 'Goldschatz' sind klein, braun und unscheinbar. Die eigentliche Dekoration bieten die beerenförmigen Zapfen. Sie wachsen in einem mehrjährigen Zyklus an befruchteten weiblichen Pflanzen. Im dritten Jahr zeigen die Wacholderbeeren die charakteristische blauschwarze Farbe, haben den typischen würzigen Geschmack und sind im Oktober bis November reif für die Ernte. Bleiben die Beeren hängen, kann die Pflanze ihre Rolle als Vogelnährgehölz spielen und Wacholderdrosseln, Rotkehlchen, Seidenschwanz und Mönchsgrasmücke anlocken. Wenn nur männliche Pflanzen ohne Früchte vorhanden sind, können diese im Naturgarten immer noch eine wichtige Aufgabe als Vogelschutzgehölz übernehmen.
Auf durchlässigen, sandigen und neutralen bis leicht alkalischen Böden fühlt sich Juniperus communis 'Goldschatz' am wohlsten. Stark verdichtete Lehm- und Tonböden sind als Substrate für die Pflanzen ungeeignet. Gartenfreunde können solche undurchlässigen Böden am Standort tiefgründig auflockern, durch die Zugabe von Sand optimieren und eine Drainageschicht einarbeiten. Diese Maßnahmen bieten effektiven Schutz vor Staunässe und Wurzelfäule. Der Lichtbedarf der Pflanze ist relativ hoch. Sonnige Standorte sind ideal und halbschattige Lagen akzeptabel. Im Vollschatten kann die Pflanze nicht gedeihen. Beim Nährstoffbedarf zeigt sich der Gewöhnliche Wacholder 'Goldschatz' sehr genügsam. Ein geringer Nährstoffgehalt im Boden stellt in der Regel kein Problem dar. Nur auf extrem kargem Untergrund bietet sich einmal jährlich - am besten im April - eine maßvolle Düngung mit einem speziellen Koniferendünger an. 30 g/m² sind völlig ausreichend. Regelmäßiges Gießen ist nur im ersten Jahr nötig. Nachdem die Pflanze fest verwurzelt ist, übersteht sie problemlos mehrwöchige Trockenperioden. Die Pflege des Gewöhnlichen Wacholders 'Goldschatz' gestaltet sich unkompliziert. Im Frühjahr können Gartenfreunde den Wurzelbereich von Laub befreien und optional störende Triebe zurückschneiden. Dabei sind Schnitte in altes Holz zu vermeiden. Während des Sommers sind keine Pflegemaßnahmen nötig. Im Herbst kann bei Bedarf eine Auslichtung erfolgen. Im Winter genügt es, eventuell vorhandene Schneelasten locker mit einem Besen abzufegen. Frostschutz, zum Beispiel mit Reisig, ist nur für Exemplare nötig, die im Herbst desselben Jahres gepflanzt wurden. Ältere Pflanzen überstehen selbst auch strenge Winter ungeschützt, ohne Schaden zu nehmen.


































