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Eigenschaften

  • Bäume oder Sträucher
  • als Bonsai kultiviert
  • teilweise stark gefährdet
  • sturmsicher duch umfassendes Wurzelsystem
  • langsam wachsend

Zelkoven

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Zelkoven (bot. Zelkova) sind eine Gattung innerhalb der Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae). Die Gattung umfasst sechs Arten, die im Mittelmeerraum und Asien verbreitet vorkommen. Vom verbreiteten Ulmensterben sind auch die ulmenähnlichen Zelkoven gefährdet.

Zelkoven sind vor allem in Asien hochgeschätzt. Das Holz gilt als ausgesprochen wertvoll und Zelkova werden als Bonsai kultiviert. Der Stellenwert der Bäume ist in Japan ähnlich dem des Gingko. In Europa sind Zelkova weniger bekannt. Unter anderem, weil die Bäume hier kaum mehr natürlich vorkommen. Lediglich auf Kreta und Sizilien sind noch Arten der Zelkovazu finden. Beide Arten sind auf der Roten Liste für vom Aussterben bedrohte beziehungsweise stark gefährdete Arten aufgeführt.

Blatt

Die Blätter der Zelkoven erinnern optisch an das Laub der Buchen. Jedoch sind sie schmaler und länglicher. Der Blattrand ist je nach Art einfach gesägt oder gekerbt. Die Farben reichen von einem leicht gelblichen Grün bis hin zu leuchtenden Grüntönen. Da die Zelkoven sommergrün sind, werfen sie das Laub im Herbst ab.

Blüte

Die unscheinbaren Blüten zeigen sich an diesjährigen Zweigen und hier in den Blattachseln. Sie sind getrenntgeschlechtig und einhäusig. Eine Unterscheidung der weiblichen und männlichen Blüten ist einfach. Die männlichen Blüten befinden sich an der Basis der Zweige, die weiblichen sind hingegen an der Spitze angesetzt. Da die Blüten beziehungsweise deren Kronblätter grün sind, fallen sie im Blattwerk kaum auf.

Frucht

Wurden die Blüten durch Insekten bestäubt, entwickeln sich einzelne Fruchtstände. Die Zelkova bilden Steinfrüchte aus. Die Früchte sind asymmetrisch, ungeflügelt und so klein, dass sie ebenso wie die Blüten im Laub nicht auffallen.

Wuchs

Die Zelkova wachsen als Baum oder Strauch. Sie haben einen jährlichen Zuwachs von lediglich rund 30 Zentimetern pro Jahr. Die Triebe verholzen und vor allem das Kernholz ist sehr hart, jedoch auch elastisch.
Die Krone der Zelkoven ist zugleich ausladend und dicht sowie rund geformt. Ältere Zelkoven weisen überhängende Äste auf, sodass sich unter der Krone eine Art Schirm ergibt.

Standort

Zelkoven bevorzugen sonnige und warme Standorte und sind aufgrund ihres ausgeprägten Wurzelsystems sturmsicher. Sie eignen sich für die Zucht in Laub- und Mischwäldern und sorgen hier für einen gewissen Windschutz. In Gärten ist der Abstand zu Wegen, Leitungen und Gebäuden ausreichend groß zu wählen, um Schäden durch die Wurzeln zu verhindern. Als Boden eignet sich ein durchlässiges, leicht feuchtes Substrat, das mäßig nährstoffreich ist.

Verbreitung

Die Zelkova finden sich in Asien, dem Kaukasus sowie auf Kreta und Sizilien. Vor allem in Asien sind sie geschätzte Bäume und werden stark kultiviert.

Nutzung

Die Zelkoven dienen in Wäldern, um einen Windschutz für andere Bäume zu erzeugen. Möglich ist dies durch das ausgeprägte Wurzelsystem der Herzwurzler. Dieses bietet eine hohe Sturmsicherheit.

In Asien finden sich die ulmenähnlichen Bäume forstwirtschaftlich angebaut. Das wertvolle Holz spielt traditionell unter anderem als Baumaterial für Bögen eine Rolle. Zum Einsatz kommt hier das harte aber elastische Kernholz der Zelkoven, da sich dieses stark biegen lässt ohne zu brechen. Heute dient es vorrangig der Fertigung edler Möbel und hochwertiger Holzgegenstände.

Pflege/Schnitt

Ins Freiland gepflanzt benötigen die Zelkoven keine besondere Pflege. Es ist darauf zu achten, sie weder anhaltender Trockenheit noch Staunässe auszusetzen. Bei der Kultur als Bonsai beziehungsweise im Kübel sind die Zelkova vom Frühjahr bis zum Spätsommer alle zwei Wochen zu düngen. Ein handelsüblicher Flüssigdünger reicht hierfür aus.

Soll die Zelkove gerade und einstämmig wachsen, benötigt sie gegebenenfalls anfangs einen Erziehungsschnitt. Später ist das Schneiden vonnöten, wenn Äste oder Zweige beschädigt sind. Aufgrund des langsamen Wachstums ist ein Rückschnitt zum Eingrenzen der Größe nicht jährlich erforderlich.

Krankheiten/Schädlinge

Wie die Ulmen sind die Zelkoven anfällig für den Pilz Ophiostoma ulmi. Bisher ist kein Gegenmittel für diesen Erreger bekannt, der zum Ulmensterben führt.
Als Schädlinge werden Blatt- und Schildläuse sowie Spinnmilben zur Gefahr. Abhilfe schaffen die natürlichen Fressfeinde dieser Schädlinge, wie Marienkäfer, Schlupfwespen, Raubwanzen und Spinnen.

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