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Eigenschaften

  • mehrjährige Halbsträucher
  • Blüten in Form von Scheinähren
  • würzig-aromatischer Duft von Blättern und Blüten
  • Zier-, Heil- und Gewürzpflanzen
  • robust und pflegeleicht

Ysop

Gattung Hyssopus ab €3.00 kaufen
     
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Ysop (botanisch Hyssopus officinalis) ist ein Halbstrauch innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er ist unter den Namen Duftisoppe, Bienenkraut, Eisenkraut, Echter Ysop, Josefskraut und zahlreichen weiteren Namen seit Urzeiten bekannt.

Der Ysop steht seit dem 16. Jahrhundert als Gewürz- und Heilpflanze, vor allem in Südeuropa, in Kultur. Der kommerzielle Anbau der Ysop-Pflanzen findet heute in Frankreich, Ungarn und Holland statt. Ysop stammt aus dem Hebräischen und bedeutet "heiliges Kraut". Die aromareiche Pflanze ähnelt im Wuchsverhalten und in ihrer Anwendung dem Lavendel. Sie gehört zu den typischen Vertretern mediterraner Strauchgewächse. Die Gattung Ysop besteht aus fünf Unterarten, die in unterschiedlichen Regionen heimisch sind.

Blatt

Die fast nadelartigen Laubblätter des Ysop stehen gegenständig an Kurztrieben. Sie werden bis zu fünf Zentimeter lang und rund einen Zentimeter breit. Sie sind sitzend oder halbsitzend. Die Blattformen reichen von kurz zugespitzt bis zu stumpf, mit einem glatten Blattrand. Die Oberfläche ist kahl oder behaart. An beiden Blattseiten befinden sich Öldrüsen. Sie sondern einen stark duftenden, aromatischen Geruch ab.

Blüte

Ysop-Pflanzen blühen von Juli bis Oktober. Sie besitzen ährige Blütenstände mit fünfzähligen Blüten. Charakteristisch ist ihre leuchend blaue oder violette Farbe. Es gibt in seltenen Fällen weiße oder rosa Blüten. Die Blüten stehen zu viert bis zu 16 Stück am Ende des Stängels zusammen.
Die Blüten weisen linealische Vorblätter auf. Sie laufen vorn spitz zu und besitzen bei einigen Arten Grannen. Die Blütenkronen sind teilweise über einen Zentimeter lang, sie sind zweilippig und trichterförmig. Die Unterlippe steht ab, die Oberlippe ist aufrecht stehend. Das Blütenzentrum besteht aus vier Staubblättern, die aus der Blüte herausragen. Daneben gibt es weiße oder violette Staubfäden, einen oberständigen Fruchtknoten sowie Griffel.

Frucht

Die Ysop-Pflanzen bilden nach der Blüte vier dreikantige und eiförmige Teilfrüchte. Sie werden rund zwei Millimeter lang.

Wuchs

Der Ysop wird bis zu 70 Zentimeter hoch. Die Pflanzen wachsen als Stauden oder buschige Zwergsträucher. Sie besitzen aufrecht strebende, stark verzweigte Stängel mit abblätternder Rinde. Einige Arten verfügen über kriechende Zweige. Die Stängel sind dünn, vierkantig und leicht behaart. Typisch für den Ysop sind seine tiefgreifenden Wurzeln. Die Pflanze ist nicht verlässlich winterfest.

Standort

Der Ysop benötigt ein warmes und trockenes Klima und einen sonnigen Standort. Er gedeiht am besten auf einem kalkhaltigen, lockeren, basenreichen und steinigen Boden. Oftmals siedelt die Pflanze auf trockenen Steinhängen, auf Hügeln, auf Felsenheiden oder an Wegrändern.

Verbreitung

Der Ysop ist eine Pflanze der mediterranen Klimaregion. Er kommt in vielen Gebieten in Südeuropa vor, in Westasien bis in den Iran sowie in Nordafrika. Als Neophyt gibt es außerdem Vorkommen von Ysop-Sträuchern am Genfer See, im Hegau sowie in südlichen tieferen Alpengebieten.

Nutzung

Der Ysop ist seit dem Mittelalter als Heil-, Gewürz- und Zierpflanze in Kultur. Wie beim Lavendel lassen sich die jungen Blätter feingehackt in Gemüse oder Salate geben. Sie gehören in der mediterranen Küche in Marinaden, Füllungen oder Fleisch- und Fischgerichte. In Frankreich sind die Blätter Bestandteil von Kräuterlikören. Die Blätter finden aufgrund ihres starken Duftes Verwendung in der Parfüm- oder Öl-Herstellung.
Lange Zeit ist Ysop im getrockneten oder frischen Zustand wegen seiner entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften medizinisch von Nutzen gewesen.

Ysop-Pflanzen sind mit ihren strahlend blauen Blüten attraktive Zierpflanzen. Sie dienen als Bienenweide und ziehen Schmetterlinge und andere Insekten magisch an. Wunderschön wirkt der Halbstrauch in Rosen- oder Staudenbeeten und in Pflanztrögen auf Balkon oder Terrasse. Aufgrund seines Duftes vertreibt er auf natürliche Weise Schnecken, Raupen und Blattläuse.

Pflege/Schnitt

Der Ysop ist nicht zuverlässig winterhart und benötigt einen Frostschutz. Damit die Pflanze nicht verkahlt und ihren kompakten Wuchs behält, ist ein regelmäßiger Rückschnitt notwendig. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr.

Krankheiten/Schädlinge

Ysop-Pflanzen sind robuste Halbsträucher und wenig anfällig für Schädlinge oder Krankheiten.

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