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Eigenschaften

  • imposante Oasenpalme mit ausladenden Palmfächern
  • geteilte und gefächerte Blätter
  • schnellwachsend auf bis zu 30 Meter
  • lieben Wärme und Licht
  • in Nordamerika beheimatet

Washingtonia

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Die Gattung der Washingtonpalmen (bot. Washingtonia) gehört zur Pflanzenfamilie der Arecapalmen (Arecaceae) und ist in zwei Arten unterteilt. Ebenfalls sind die Pflanzen unter den Namen Washingtonie, Priesterpalme oder Petticoat-Palme bekannt. Ihr ursprüngliches Vorkommen haben Washingtonpalmen in Mittelamerika, hierzulande sind sie in Wintergärten und Innenräumen beliebt.

Ihre Beinamen Petticoat-Palme und Priesterpalme verdankt sie abgestorbenen Palmfächern. Diese fallen nicht ab, sondern klappen herunter und legen sich in Schichten um den Stamm, was ihnen ein rock-ähnliches Aussehen verleiht. Die Palmengattung verdankt ihren botanischen Namen George Washington, dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Sie ist eine schnell wachsende Gattung, die bei richtiger Pflege und an einem geeigneten Standort zügig neue dekorative Palmfächer bildet und unempfindlich gegenüber Krankheiten ist.

Blatt

Die Blätter der Washingtonpalme sind sattgrün, bis zu zwei Meter im Durchmesser und gefächert. Sie teilen sich circa zur Hälfte in Segmente, die spitz zulaufen und sich wiederum falten. An den Rändern der einzelnen Segmente sind lange, helle Fäden sichtbar. Auf der Unterseite der Palmfächer sind die Rippen deutlich erkennbar, der Blattstiel ist teilweise bezahnt. Bei älteren Pflanzen hängen die Blätter zu den Enden hin leicht herab.

Blüte

Washingtonpalmen, die im Freiland stehen, blühen im Hochsommer. Die Blütenstände sind zwischen den Palmblättern angeordnet und bestehen aus einem kurzen Blütenstandsstiel und einer Blütenstandsachse. Diese ist mehrfach verzweigt und circa so lang wie die Palmblätter. Die zwittrigen Blüten haben eine weiße bis gelbliche Farbe, stehen einzeln und sind spiralförmig um den Stiel angeordnet.

Frucht

Die Früchte der Palmen sind schwarz, annähernd rund und circa einen Zentimeter groß. Es ist jeweils ein Same enthalten, der mehrere Jahre keimfähig bleibt und sich zur Selbstanzucht eignet. Die Früchte sind genießbar und bieten Vögeln eine Nahrungsquelle.

Wuchs

Die Washingtonpalme steht einzeln und erreicht eine Höhe von 15 bis 30 Metern in freier Natur. Als Kübelpflanze erlangt sie eine stattliche Größe von rund zwei Metern. Der Stamm verdickt sich zur Basis hin und wird bis zu einem Meter dick. Wer die Pflanze im Kübel kultiviert, achtet auf ein eher tiefes als breites Pflanzgefäß, welches der Pfahlwurzel der Palme genügend Platz bietet. Der Stamm steht aufrecht und ist braungrau mit erkennbaren Querrillen, die von alten Blattnarben stammen. Am oberen Ende stehen die Palmwedel je nach Art locker und offen oder kompakt.

Standort

In unseren Breiten stehen Washingtonpalmen seltener im Freiland. In Innenräumen ist es wichtig, dass die Palme an einem hellen, gut belüfteten Standort und nicht direkt in Heizungsnähe steht. In gemäßigten Lagen verbringt die Pflanze die Monate von April bis Oktober gern auf dem Balkon oder der Terrasse. Es ist empfehlenswert, der Washingtonpalme im Freien einen windgeschützten Standort sowie ein stabiles Pflanzgefäß zukommen zu lassen. So lassen sich Windschäden, die durch ihre Höhe und die großen Palmfächer entstehen, vermeiden. Die Pflanze schätzt ein helles Plätzchen, benötigt aber Schutz vor sengender Sonne. Um Schäden an den ausladenden Palmfächern einzudämmen, ist ein weitestgehend niederschlagsfreier Standort von Vorteil. Während ein hoher pH-Wert des Pflanzsubstrats der Palme nicht schadet, ist es erforderlich, dass der Boden durchlässig ist, da die Wurzeln keine Staunässe tolerieren.

Verbreitung

Die ursprüngliche Heimat der Washingtonpalme ist der Südwesten der Vereinigten Staaten sowie der Nordwesten Mexikos, wo sie winterhart ist. Hier wächst die Palme als Solitärpflanze in Wüstenoasen und entlang von Flussbetten und spielt als Gartenpflanze sowie in öffentlichen Grünanlagen eine Rolle. Mittlerweile hat sie sich in der Mittelmeergegend, Nordafrika, Australien sowie den südlichen Staaten der USA als Zierpflanze etabliert.

Nutzung

Palmen der Gattung Washingtonia stellen einen dekorativen Schmuck für Terrassen und Innenräume sowie in mediterranem Klima in Grünanlagen dar.
Die Früchte der Washingtonpalme sind essbar und dienten den Ureinwohnern Amerikas als Nahrungsquelle. Heutzutage spielen sie keine Rolle mehr als Nahrungsmittel für Menschen. Vögel verzehren die Früchte gerne, scheiden die unverdauten Kerne aus und verbreiten die Pflanze auf diese Weise.

Pflege/Schnitt

Die Washingtonpalme ist eine pflegeleichte Pflanze. Mit Rücksicht auf ihre natürliche Heimat sind diverse Pflegefaktoren wichtig. So hält sie kurze Trockenzeiten besser aus als zu viel Nässe an den Wurzeln. Im Zweifelsfall ist es ratsam, lieber weniger als zuviel zu gießen. Im Kübel gehalten benötigt sie bei hohen Temperaturen beträchtliche Mengen an Gießwasser.

Während Temperaturen bis 50 Grad Celsius für die Palmen kein Problem darstellen, sind sie nur bedingt frosthart. Spätestens bei minus zehn Grad Celsius ist für die Pflanzen die Kältegrenze erreicht. Es ist problemlos möglich, die Washingtonpalme als Kübelpflanze zu überwintern. Hierzu bekommt die Pflanze einen mäßig hellen, kühlen Ort (fünf bis acht Grad Celsius) mit ausreichender Zirkulation der Luft. Im Winter benötigt der Wurzelballen deutlich weniger Wasser als im Sommer und keine Düngemittel. Im Frühjahr ist die Palme langsam an Sonne und höhere Temperaturen zu gewöhnen und bei Bedarf umzutopfen.

Häufig treten an der Washingtonpalme braune Blattspitzen auf, was sich durch regelmäßiges Besprühen mit Wasser der Palmblätter verhindern lässt. Abgestorbene Palmfächer, die in der Natur am Stamm herunterhängen, lassen sich nach dem Austrocknen der Blätter vorsichtig abzupfen.

Krankheiten/Schädlinge

Zu den häufigsten Schädlingen an Washingtonpalmen zählen Blatt-, Schild-, Schmier- und Wollläuse sowie Spinnmilben, weiße Fliegen und Thripse. Der Befall mit diesen Parasiten ist hauptsächlich an der Unterseite der Palmblätter zu erkennen. Um die Schädlinge loszuwerden, ist ein wiederholtes Abspritzen mit Wasser oder Absammeln der einzelnen Tiere meistens ausreichend. Gelegentlich befallen Dickmaulrüssler und Gewitterfliegen die Pflanze, dies ist häufiger erst zu erkennen, wenn die Larven der Parasiten der Palme beträchtlich geschadet haben.

Pflanzen, deren Gesundheit durch einen ungünstigen Standort beeinträchtigt ist, neigen zu Schädlingsbefall. Treten Schädlinge auf, empfiehlt sich, zu prüfen, ob den Ansprüchen der Pflanze Genüge getan wird. Besonders wenn eine Pflanze im Winterquartier zu warm steht, hat dies häufiger Parasitenbefall zur Folge.

Palmen der Gattung Washingtonia sind gegenüber Krankheiten unempfindlich. Um eine Wurzelfäulnis zu vermeiden, ist es nötig, darauf zu achten, dass der Wurzelballen der Palme nicht zu nass ist. Bei anhaltender Feuchte im Wurzelbereich stirbt die Pflanze ab.

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