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Eigenschaften

  • imposante Laubbäume
  • Solitärbäume mit großem Platzbedarf
  • pflegeleichte Gehölze
  • schmackhafte Nussfrüchte
  • wertvoll für viele Tiere

Walnüsse

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Walnüsse (bot. Juglans) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae). Die Gattung umfasst 21 Arten. In Deutschland sind über 100 verschiedene Sorten beschrieben. In Mitteleuropa dient die Echte Walnuss (Juglans regia) als beliebte Kulturpflanze.

Die Einführung der Walnuss in Mitteleuropa erfolgte zur Zeit der Römer. Entlang des Rheins betrieben die Römer einen regen Warenaustausch mit den benachbarten Stämmen. Auf diese Weise haben sich die Walnussbäume über römische Kastelle und Städte ausgebreitet. Die Laubbäume sind noch heute von wirtschaftlicher Bedeutung. Sie liefern schmackhafte Nüsse, die in vielfältiger Weise verwendet sind. Das Holz der Bäume gilt als ein wertvolles Edelholz und dient der Herstellung von Furnieren.
Im Garten sorgen Walnussbäume für eine eindrucksvolle Kulisse. Sie entwickeln eine mächtige Krone, die Schatten spendet und einen Platz zur Entspannung schafft. Wer einen Walnussbaum sein Eigen nennt, der darf sich über zahlreichen Besuch freuen. Eichhörnchen, Mäuse, Siebenschläfer, Rabenvögel und Spechte sind häufige Gäste in Walnussbäumen. Viele Tiere nutzen die Früchte, um sich einen Wintervorrat anzulegen. Schmetterlinge wissen die Blüten der Laubbäume zu schätzen.

Blatt

Walnussbäume bilden ein auffallendes Blattwerk. Die Blätter treiben nach der Blüte aus. Im frühen Stadium erstrahlen sie in einer braun-rötlichen Farbe. Später entwickeln die Blätter eine dunkelgrüne Färbung. Sie sind unpaarig gefiedert und stechen durch ihre Größe heraus. Ein Blatt besteht aus fünf bis 31 einzelnen Fiederblättchen. Das endständige Fiederblatt ist teilweise reduziert. Der Blattrand weist eine ganzrandige oder gesägte Struktur auf. Auf der Unterseite der Blattspreiten sind Drüsenpunkte ausgebildet. Die Blätter stehen wechselständig und versprühen beim Zerreiben ein intensives Aroma.

Blüte

Die Laubbäume entwickeln getrenntgeschlechtliche Blüten. Die männlichen Blüten sind zu Kätzchen zusammengefasst, die seitenständig am vorjährigen Holz stehen. Die Blütenstände wachsen aus den Achseln von Blattnarben. Sie hängen herunter. Schon im Spätsommer erscheinen die kleinen, knospenartigen Blütenansätze. Die nackten Kätzchen sind noch unreif und wachsen erst nach der Überwinterung.
Die weiblichen Blütenstände bestehen aus zwei bis 25 Einzelblüten, die zu Ähren zusammengefasst sind. Sie stehen an diesjährigen Trieben. Männliche und weibliche Einzelblüten sind unscheinbar und besitzen keine auffallenden Kronblätter. Die Fortpflanzungsorgane sind von vier Kelchblättern umgeben. In den männlichen Blüten sind die Kelchblätter bei einigen Arten reduziert.

Frucht

Die großen Früchte gehören zu den Steinfrüchten. Eine fest verschlossene Hülle umgibt die gefurchte und runzelige Nussfrucht. Die fleischige Hülle entsteht aus den Hüllblättern und dem Kelch. In der hölzernen Nusswand sind deutliche Wandhöhlungen erkennbar. Im Inneren der verholzten Hülle sitzen die Samen. Das essbare Nährgewebe enthält Öle, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe und gilt daher als wertvolles Nahrungsmittel. Walnussfrüchte gehören zu den Fallfrüchten. Die dicke Außenhülle bleibt bis zum Abfallen erhalten und schützt die Nussfrucht. Am Boden liegend, löst sich der ledrige Schutz langsam auf.

Wuchs

Alle Vertreter der Gattung Juglans sind sommergrüne Bäume oder hochwüchsige Sträucher. Die Zweige sind mit einem gekammerten Mark gefüllt, das sich beim Brechen der Zweige zeigt. Die Knospen sind mit wenigen Knospenschuppen besetzt. Die endständige Knospe ragt über die sitzenden Seitenknopsen hinaus. Nicht selten erreichen Walnussbäume erreichen ein Alter von 600 Jahren. Sie erreichen Höhen bis 30 Meter.

Ihre ausladenden Kronen umfassen einen Radius von bis zu 15 Metern. Es gibt Arten, deren Hauptstamm einen Durchmesser von bis zu zwei Meter erreicht. Zahlreiche Zuchtformen eignen sich aufgrund ihrer geringeren Wuchsleistungen für den kleineren Garten. Die Rinde der jungen Bäume ist hellgrau oder ockerfarben. Mit zunehmendem Alter entwickeln sich Risse in der Borke, die nun hellgrau erscheint.

Standort

Walnussbäume lieben einen sonnigen und warmen Standort, der sich an einem windgeschützten Platz befindet. Als Tiefwurzler benötigen sie einen tiefgründigen, humosen und lockeren Boden. Die kalkliebenden Arten wachsen optimal auf sandigen Lehm- oder Mergelböden.

Verbreitung

Die Gattung ist in der Alten und in der Neuen Welt heimisch. Ihr Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich über die Nordhalbkugel, wo sie bevorzugt in temperaten bis subtropischen Gefilden anzutreffen ist. In Nordamerika umfasst ihr Areal den Bereich zwischen Nordargentinien und Südkanada. Auf dem asiatischen Kontinent wachsen Walnussbäume in Korea und Japan, im östlichen China und in der Mandschurei. Die Echte Walnuss kommt als einzige Art wild in Europa vor.

Nutzung

Walnussbäume eignen sich optimal als Solitärbäume. Sie machen in der Einzelstellung eine gute Figur und sind gern genutzte Bäume in großflächigen Parkanlagen und in Alleen. Wer einen Walnussbaum in seinen Garten pflanzt, achtet auf die wachstumshemmende Wirkung der Bäume. Sie sondern Stoffe ab, die das Wachstum anderer Pflanzen unterbinden. Nur wenige Arten sind unanfällig gegen diese Stoffe. Einige Storchschnabel-Arten gedeihen auch unter Walnussbäumen optimal und eignen sich als Unterpflanzung.

Pflege/Schnitt

Die Arten gelten als pflegeleicht. Junge Bäume freuen sich über eine Kompostgabe im Frühjahr. Bei lang anhaltenden Trockenperioden empfiehlt sich eine regelmäßige Bewässerung. Junge Bäume benötigen im Herbst einen Weißanstrich, der die Rinde vor Frostrissen schützt. Die Nussbäume kommen gut ohne Rückschnitte zurecht. Ist ein Rückschnitt erforderlich, empfehlen sich die Pflegemaßnahmen zwischen Mittel Juli und Mitte September. Ein Astschnitt im Frühjahr führt dazu, dass die Wunden stark bluten.

Ein Erziehungsschnitt im Spätsommer dient dazu, dass die Bäume eine pyramidenförmige Krone entwickeln. Die Grundform der Pyramide bildet ein starker Haupttrieb und vier gleichmäßige Seitentriebe, die dem Kronenansatz entspringen. Durch das Entfernen aller übrigen Seitentriebe wachsen die Bäume in der Pyramidenform. Der Erhaltungsschnitt beschränkt sich auf das Entfernen der senkrecht austreibenden Steiltriebe. Sie sind mit zunehmendem Alter abbruchgefährdet.

Krankheiten/Schädlinge

Walnussarten sind nicht besonders anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Warme Bedingungen in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit, geben Pilzen gute Chancen zur Ausbreitung. Die Marssonina-Krankheit äußert sich durch dunkle Flecken auf den Blättern. Gefährlicher ist der Bakterienbrand, der ein ähnliches Erscheinungsbild entwickelt. Walnussfruchtfliegen legen ihre Eier in die Hülle der Frucht. Ihre Larven zehren vom Fruchtfleisch, das sich zuerst schwarz färbt und später austrocknet. Die Nussfrüchte sind davon nicht betroffen. Spätfrost ist ein großer Feind der Blüten. Er sorgt dafür, dass die Bäume ein Jahr lang weniger Früchte entwickeln.

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