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Eigenschaften

  • markante Beeren
  • schöne Blüten
  • winterhart
  • strauchartig
  • sehr giftig

Tollkirschen

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Tollkirschen (bot. Atropa) sind eine Gattung innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Es gibt drei bis vier Arten innerhalb der Gattung der Tollkirschen. Diese zeichnen sich durch ihren verzweigen, strauchartigen Wuchs, sowie ihre weichen, ganzrandigen und dünnen Laubblätter aus.

Einige Botaniker definieren drei Arten innerhalb der Gattung: Atropa belladonna, Atropa acuminata sowie Atropa baetica. Die in Europa einzige heimische Art ist die Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna). Alle Teile der Tollkirschen sind extrem giftig. Tollkirschen bilden kugelige, meist schwarze Beeren, die an einem vergrößerten, zipfelartigen Kelch stehen.
Benannt ist die Gattung Atropa nach Atropos, der ältesten der drei Schicksalsgöttinnen (Moiren) aus der griechischen Mythologie. Ihre Aufgabe war es, den Lebensfaden zu zerschneiden. Der Name bezieht sich auf die Giftigkeit der Pflanze, vor allem der schwarzen Beeren, für Menschen. Die Pflanzen enthalten in den Wurzeln, Sprossachsen, Blättern und Früchten Alkaloide und Hyoscyamin (Atropin) sowie weitere Gifte.

Blatt

Bei den strauchartigen, sommergrünen Pflanzen stehen die Laubblätter im unteren Bereich einzeln. An den höheren Ästen wachsen die Blätter paarweise und in unterschiedlicher Form. Blätter der Tollkirschen-Gattung haben eine eiförmige oder elliptische Blattspreite. Die Spitzen sind in der Regel zugespitzt. Die Blätter werden 8 bis 15 Zentimeter breit und 8 bis 11 Zentimeter lang.

Blüte

Tollkirschen blühen von Juni bis in den August. Die Pflanzen schmücken sich mit schönen kelch- oder glockenförmigen Blüten. Diese werden zwischen 20 und 35 Millimeter lang. Die Blüten unterscheiden sich in ihrer Größe und in ihrem Wachstum nach der entsprechenden Art. Sie hängen an den Trieben oder stehen auf den Ästen. Meist wachsen die Blüten einzeln.
Es gibt Tollkirschen-Arten, bei denen die Blüten zu mehreren stehen. Sie besitzen einen Stiel, dessen Länge variiert. Die fünf zipfelartigen Blütenblätter entwickeln sich in einer dreieckigen, abstehenden und manchmal spitz zulaufenden Form. Die Blütenfarbe ist gelb oder violett, zur Hälfte blassgrün. Die Blütenblätter sind meist breiter als lang und wölben sich nach außen. Die Staubfäden und Staubbeutel schauen aus der Blüte heraus. Die Staubfäden sind länger als die rund drei Millimeter langen Staubbeutel.

Frucht

Die Früchte der Gattung Atropa sind kugelförmige Beeren. Sie sind meist schwarz, seltener sind sie gelb gefärbt. Die Beeren erreichen einen Durchmesser von bis zu 18 Millimetern. Sie wachsen in einem zipfeligen Kelch und enthalten viele kleine Samen. Diese sind nierenförmig und haben eine Oberfläche mit kleinen Einbuchtungen.

Wuchs

Tollkirschen wachsen aufrecht. Die krautigen Strauchpflanzen wachsen auf bis zu 150 Zentimeter Höhe heran. Sie sind sommergrün und bilden teilweise seitlich wachsende Rhizome aus. Die Pflanzen sind in den verschiedenen Arten kahl oder weisen eine drüsige Behaarung auf.

Standort

Tollkirschen bevorzugen feuchte und geschützte Standorte. Sie benötigen für einen optimalen Wuchs stickstoffhaltige Untergründe. Die Pflanzen kommen in Wäldern sowie in mäßig feuchten Arealen an schattigen Standorten vor.

Verbreitung

Die Arten aus der Gattung der Tollkirschen kommen in unterschiedlichen Regionen vor. In Süd- und Mitteleuropa bis nach Kleinasien sowie dem Kaukasus ist die Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna) heimisch. Die Atropa acuminata wächst in Indien und die Art Atropa baetica kommt in Regionen in Südspanien und Marokko vor.

Nutzung

Die Schwarze Tollkirsche spielt in der Pharmazeutik eine große Rolle. Aus den Beeren, den Blättern und Wurzeln der Tollkirsche lässt sich Atropin gewinnen. Dieses findet in unterschiedlichen Arzneimitteln Verwendung.

Früher träufelten sich die Frauen in Italien Tropfen der Beere in die Augen, da das darin enthaltene (S)-Hyoscyamin die Pupillen stark erweitert. Dunkle und große Pupillen galten früher als Schönheitsideal, worauf der Name "belladonna" (schöne Frau) hinweist.

Pflege/Schnitt

Tollkirschen sind unkomplizierte Pflanzen. Ein Rückschnitt ist bis in Bodennähe möglich.

Krankheiten/Schädlinge

Die Pflanzen sind robust und unanfällig für Schädlinge oder Krankheiten.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Tollkirschen Atropa

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