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Eigenschaften

  • ausladender Wuchs mit überhängenden Zweigen
  • Zweige zur Blütezeit dicht mit kleinen Blüten besetz
  • weiße, rosafarbene und purpurfarbene Blüten
  • an extrem trockene Standorte angepasst
  • ideale Pflanzen für Blütenhecken und Bauerngärten

Tamarisken

Gattung Tamarix ab €9.70 kaufen
     
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Die Gattung der Tamarisken (bot. Tamarix) gehört zur Familie der Tamariskengewächse (Tamaricaceae). Zwischen 55 und 90 Arten sind in der Pflanzengattung beschrieben. In den heimischen Gärten ist die Frühlings-Tamariske (Tamarix parviflora) als häufiger Zierstrauch anzutreffen.

Sie entwickeln ein üppiges Blütenmeer, das beim Anblick an die sommerliche Atmosphäre des mediterranen Raums erinnert. Tamarisken überzeugen mit einer wunderschönen Blütenpracht. Wer eine Vorliebe für Blütenpflanzen hat, liebt die Tamarisken. Die Gehölze begeistern durch ihren stark ausgeprägten Hang zur Blütenbildung. Bevor das Grün der Blätter erscheint, sind die Zweige von unzähligen kleinen Blüten überzogen. Die buschig und federweich wirkenden Blütenstände umhüllen den Garten mit einer farbenfrohen Schleier. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig. Tamarisken geben ein perfektes Bild in Einzelstellung ab und sorgen für dekorative Aspekte in thematisch angelegten Gärten.

Blatt

Die Zweige der Tamarisken sind dicht mit ungestielten Blättern bedeckt. Die kleinen schuppenförmigen Blätter stehen wechselständig. Je nach Art sind sie unbehaart oder mit einem dichten Filz bedeckt. Sie erscheinen in einer gräulich bis grünen Farbe und entwickeln Wuchslängen zwischen einem halben bis sieben Millimeter. Sie zeichnen sich durch eine besondere Anpassung aus. Die punktförmigen Drüsen auf den Blättern dienen der Ausscheidung von Salz.

Blüte

Tamarisken tragen an den jungen und älteren Zweigen zahlreiche, einfache oder verzweigt ausgeprägte Blütenstände. Einige Arten entwickeln trauben- oder rispenförmige Blütenstände. Je nach Art erreichen die Blütenstände eine Länge von einem bis 15 Zentimeter. Die Einzelblüten sind vier- oder fünfzählig aufgebaut und zwittrig. Bei manchen Arten sind die einzelnen Pflanzen rein weiblich oder rein männlich.

Jede Blüte trägt an der Basis ein bis mehrere Hochblätter. Sie unterscheiden sich artabhängig in ihrer Form. Die Blüte besteht aus vier bis fünf Kelchblättern, die an ihrer Basis miteinander verwachsen. Vier bis fünf freie Kronblätter übernehmen die Schaufunktion. Sie erstrahlen in weißen, rosa- oder purpurfarbenen Tönen. Im Zentrum der Blüte sitzen zwischen vier und zwölf Staubblätter. Im März beginnen die ersten Arten mit der Blütenbildung. Die Blütezeit erstreckt sich bis in den September hinein.

Frucht

Nachdem die Blüten zur Höchstform auflaufen, entwickeln sich aus ihnen kleine Kapselfrüchte. Zur Fruchtreife öffnen sich ihre drei Fächer. Die Öffnung beginnt am oberen Ende der Frucht und zieht sich bis zur Basis. DIe Kapselfrüchte enthalten zahlreiche Samen, die eine Größe von rund einem Millimeter erreichen. Auf ihrer Oberflächen sitzen kleine Haarbüschel, die der besseren Verbreitung durch den Wind dienen.

Wuchs

Die Arten der Gattung Tamarix wachsen als Sträucher oder kleine Bäume. Sie sind reichhaltig verzweigt. Die überwiegende Mehrheit der Pflanzen wirft ihr Laub im Herbst ab. Die Gehölze erreichen Wuchshöhen zwischen einem und zehn Meter. Vereinzelte Arten wachsen bis zu 15 Meter in die Höhe. Die Pflanzen bilden ein tief in die Erde reichendes Wurzelwerk aus. Die schmalen Zweige sind in jungem Alter von einer glatten Rinde umgeben. Artabhängig sind sie unterschiedlich eingefärbt. Rotbraune Farbtöne sind genauso vertreten wie schwarze Nuancierungen. Mit zunehmendem Alter bekommt die Rinde kleine Furchen und wirkt rau. Ihre Färbung verändert sich zu bräunlichen bis purpurfarbenen Tönen. Auf einem geeigneten Standort wachsen die Gehölze bis zu 50 Zentimeter pro Jahr.

Standort

Tamarisken lieben ein mediterranes bis subtropisches Klima. Sie wachsen auf vollsonnigen Standorten und erfreuen jeden Gartenbesitzer mit einer üppigen Blütenpracht. Sie tolerieren einen halbschattigen Standort mit hellen Lichtbedingungen. Allerdings fällt hier die Blütenpracht geringer aus. Die Gehölze gedeihen auf einem kalkhaltigen Boden. Sie sind an extrem trockene Standorte angepasst und überleben lang anhaltende Dürreperioden. Ihre speziellen und anpassungsfähigen Blätter ermöglichen den Tamarisken das Besiedeln salzhaltiger Böden. Viele Pflanzen überstehen den Winter problemlos im Garten.

Verbreitung

Das Hauptverbreitungsgebiet der Tamarisken erstreckt sich über den Mittelmeerraum. Ihr Areal zieht sich bis nach Asien. Die Gehölze besiedeln mit 18 Arten die kargen Steppen des nördlichen Chinas und die trockenen Gebiete im Norden Afrikas. 26 Arten kommen in Pakistan vor. Ihr Hauptvorkommen liegt in den salzreichen Gebieten der Wüsten und Halbwüsten. Sie wachsen in Steppen und erobern die Flusstäler und Quellen in Gebirgen.

Wuchs

Die unterschiedlichen Wuchshöhen der Tamarisken machen die Gehölze zu vielseitig einsetzbaren Gewächsen. Ihre rutenförmigen Triebe erinnern an das Erscheinungsbild von Heidekraut (Erica). Tamarisken zieren Heide- und Bauerngärten. Sie harmonieren perfekt mit Heckenanpflanzungen aus Sommerflieder (Buddleja), Johanniskraut (Hypericum) oder Deutzien (Deutzia).
Die auffälligen Blüten der Weigelien (Weigela) bieten den perfekten Kontrast zu den winzigen Blüten der Tamarisken. Zwischen den buschigen Blütenständen der Perückensträucher (Cotinus) sorgen Tamarisken für ein ansehnliches Farbspiel. Diese Kreationen zeichnen sich durch ein farbenfrohes Muster aus den unterschiedlichsten Blüten aus. Die hecken dienen als Sicht- und Windschutz.

Die ausladenden Zweige der Tamarisken kommen traumhaft schön in der Einzelstellung zur Geltung. Hier breiten sie sich ungehindert aus. Mit ihrer prächtigen Erscheinung dominieren sie das Bild. Während der Blütezeit sind die Gewächse ein Magnet für Bienen und Schmetterlinge. Ihre Verträglichkeit gegenüber Salz macht sie zu perfekten Pflanzen für Gärten der Küstengebiete. Die salzhaltige Luft bereitet den Pflanzen keine Schwierigkeiten.

Pflege/Schnitt

Tamarisken gelten als ausgesprochen pflegeleicht. Haben die Gehölze ihren perfekten Standort gefunden, benötigen sie wenig Pflege. Sie sind nicht auf regelmäßige Bewässerungen angewiesen, da die Pflanzen gut auf trockenen Böden wachsen. Auch Düngergaben sind nicht notwendig. Tamarisken überzeugen mit ihrem ausladenden Wuchs. Sie benötigen keinen Schnitt. Diese Gehölze vertragen keinen Radikalschnitt. Durch die Entnahme von dicken Zweigen entstehen Lücken. Die Pflanzen benötigen viel Zeit, um diese Lücken mit neuen Trieben zu schließen. Sie gelten als winterhart und überstehen die kalte Jahreszeit ohne zusätzlichen Schutz. Im Herbst gepflanzte Exemplare erfreuen sich im ersten Winter über eine leichte Hilfe gegen die frostigen Temperaturen.

Krankheiten/Schädlinge

Für Tamarisken sind keine Krankheiten bekannt. Wenn die Wurzeln zu nass stehen, reagieren die Gehölze sensibel. Auch Schädlinge lassen die Gewächse in Ruhe. Tamarisken sind dekorative und extrem robuste Gewächse.

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