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Eigenschaften

  • aubabwerfende Sträucher oder Bäume
  • sehr winterhart
  • Blüte ab Januar oder Februar
  • schöne, lang anhaltende Herbstfarben
  • ursprünglich aus Südostasien stammend

Sycoparrotia

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Sycoparrotia (bot. Sycoparrotia) wachsen als verholzte Sträucher und kleine Bäume mit grünem Laub. Sie öffnen ihre Blüten in den Wintermonaten. Eine bis zwei Arten bilden ihre eigene Gattung in der Familie der Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae). Die Gattung ist in neuen Pflanzensystematiken aufgeführt.

Die Biologen Endress und Anliker forschten in den 1960er Jahren über die Verwandtschaft von Zaubernussgewächsen und die Entstehung von Sycoparrotia. Die Pflanzen sind winterhart und eignen sich gut für städtische Bedingungen. Dennoch sind sie bisher in Mitteleuropa wenig bekannt. Eindrucksvolle Beispiele in botanischen Gärten zeigen die verschiedenen Wachstumsformen sowie unterschiedliche Pflanzenkombinationen. Vor allem durch ihre leuchtenden Herbstfarben sind Sycoparrotia auch hierzulande für das Gestalten von Gärten zunehmend von Interesse.

Blatt

Sycoparrotia weisen einfache Blätter auf, die aus Blattstiel und Blattspreite bestehen. Der Blattrand ist weitgehend glatt. Die Blätter sind mittelgroß und von gefiederten Blattnerven durchzogen, die deutlich sichtbar sind. Die Form der Blätter ist elliptisch oder umgekehrt eiförmig mit einer kleinen Spitze. Sie sind wechselständig angeordnet. Im Herbst färben sich die Blätter leuchtend gelb, orange oder rot und bleiben lange an den Ästen.

Blüte

Die Blüten sind rot und entfalten sich an milden Standorten teilweise bereits im Februar. Sie blühen bis in den April. Die Blüten erscheinen vor den Blättern und stehen in Köpfchen am Ende der Triebe oder an Seitentrieben. Auffallend sind die gelben bis orange-farbenen Staubgefäße. Sie duften leicht und sind vorwiegend durch den Wind bestäubt.

Frucht

Es bilden sich trockene, braune bis schwarze Kapselfrüchte mit bis zu vier Klappen. Sie enthalten zwei Samen.

Wuchs

Sycoparrotia entwickeln ein dichtes, flaches Wurzelwerk. Die oberirdischen Pflanzenteile sind in einigen Fällen behaart. Die Rinde ist glatt bis leicht borkig und dunkelbraun, teilweise schwarz. Die Formen der Pflanzen sind vielfältig. Es sind einfache Sträucher mit sparrigen Ästen oder Sträucher mit mehreren Stämmen. Auch erscheinen sie als Sträucher, die auf einem kurzem Stamm verzweigen oder sie wachsen als kleine Bäume. Die Sycoparrotia wachsen langsam bis auf eine Höhe von rund vier Metern. Häufig erreichen die Sträucher mit ihrer breit ausladenden Krone bis maximal drei Meter in der Breite.

Standort

Die Pflanzen passen sich gut unterschiedlichen Böden an. Sie wachsen auf Lehm, Ton und Sand. Selbst auf kalkreichem Boden entwickeln sich große Sträucher. Sie benötigen ausreichend feuchte und nährstoffreiche Bodenschichten. Kurzzeitig trockene Phasen überstehen sie leicht. Sycoparrotia wächst auf freier Fläche oder zwischen lichtem Baumbestand in Ebenen oder an gebirgigen Hängen. Genügsam gedeihen im Halbschatten. Sonnige Standorte fördern eine schöne Herbstfarbe der Blätter.

Verbreitung

Sycoparrotia sind natürliche Hybriden mit den Elternteilen Parrotia und Sycopsis aus der Familie der Zaubernüsse. Sie kommen in verschiedenen Regionen Südostasiens vor.

Nutzung

Pflanzen der Sycoparrotia sind durch ihre Blüte im Winter, dem Blattspiel und der prächtigen Herbstfarbe als Zierpflanzen begehrt. Die Arten sind pflegeleicht und gedeihen hervorragend in Mitteleuropa. Sie tolerieren Stadtluft und kalkhaltige Erde und wachsen auf Schuttboden. Ihre lockeren Kronen werfen lichte Schatten und die Pflanzen eignen sich für Wohnhöfe. Wegen ihrer flachen Wurzeln gedeihen sie auf Dachflächen, an Hängen sowie in Pflanztrögen. Als Solitär und Bäume setzen sie Akzente auf Friedhöfen.

Pflege/Schnitt

Die Pflanzen benötigen gut durchlässigen, feuchten und humosen Boden. Sie bevorzugen frisches bis leicht saures Substrat. An Standorten mit verdichteter Erde oder Boden, der durch Betonplatten oder Pflaster abgedeckt ist, wachsen sie schlecht. Humus sorgt für die nötigen Nährstoffe, während eine deckende Schicht aus Herbstlaub die Wurzeln feucht hält. Sycoparrotioa vertragen Minustemperaturen um -23 Grad Celsius.Ein weiterer Schutz ist im Winter nicht notwendig. In rauen und frostgefährdeten Gebieten fördert ein geschützter Standort die frühe Blüte. Sycoparrotia erhalten Pflegeschnitte an gekreuzten, trockenen oder abgeknickten Zweigen.

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