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Eigenschaften

  • ausdauernde und krautige Pflanzen
  • einzelne Arten unterscheiden sich stark in der Wuchsform
  • bevorzugen einen schattigen, feuchten Standort
  • anfällig für Fadenwürmer und Blattälchen
  • benötigen ausreichend Wasser und Nährstoffe

Streifenfarne

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Die in der Botanik als Asplenium bezeichneten Streifenfarne gliedern sich in 700 Arten. Sie kommen weltweit vor und gehören zur Familie der Aspleniaceae (Streifenfarngewächse). Die Pflanzenarten, terrestrisch wie epiphytisch wachsend, unterscheiden sich stark in ihrer Wuchsform. Manche Vertreter bilden neben charakteristischen Wedelhorsten Rosetten. Andere entwickeln dicke, schuppige und kriechende Rhizome.

Bei der Mehrzahl der Arten existieren ein- bis dreifach gefiederte Wedel. Die Nestfarne weisen ungeteilte Blätter auf. Zahlreiche Vertreter der Pflanzengattung bilden Jungpflanzen aus Brutknospen aus. Diese entstehen entlang der Rippen. Die Sporenkörper, in parallelen oder radiären Reihen wachsend, befinden sich an der Unterseite der Wedel.

Die erste Veröffentlichung der Gattung Asplenium übernahm Carl von Linné. Den Gattungsnamen verdanken die Pflanzen dem Milzfarn, Asplenium ceterach. Er leitet sich vom griechischen Begriff "splen" für die Milz ab und beruht auf einer früheren Verwendung der Streifenfarne. Manche Arten kamen als Heilmittel gegen die gesundheitliche Komplikation Milzsucht zum Einsatz.

Blatt

Streifenfarne besitzen sterile und fertile (sporangientragende) Wedel, die sich äußerlich nicht unterscheiden. Sie weisen eine gabelteilige oder vierfach gefiederte Form auf. Seltener existieren Exemplare mit ungeteilten Wedeln, beispielsweise die Hirschzunge. Die Blattadern enden frei. Ihre Stiele verdunkeln sich und verkahlen am Grund. Sie besitzen zwei Leitbündel, vereint zu einem x-förmigen Bündel.

Frucht

Die Sporangien (Sporen enthaltende Pflanzenteile), Sori genannt, stehen einzeln und entfernt vom Rand. Ebenso wie der dünne Blattschleier, das Indusium, weisen sie eine linealische Form auf. Von dieser leitet sich der deutsche Gattungsname "Streifenfarn" ab.

Wuchs

Bei den Streifenfarn-Arten handelt es sich um ausdauernde, krautige Pflanzen. Diese wachsen epiphytisch (als Aufsitzerpflanzen), terrestrisch oder lithophytisch (auf Gestein wachsend). Die Gewächse besitzen ein aufrechtes, kurzes Rhizom. Bei einigen Vertretern existiert dieses kriechend. Zusätzlich weisen mehrere Arten dunkle, lineal-lanzettliche sowie gegitterte Schuppen auf.

Standort

Die Mehrzahl der Streifenfarne bevorzugen einen schattigen, kühlen Standort. Daher wachsen sie im Wald. In Gärten brauchen die Pflanzen einen humusreichen, feuchten Boden. In schweren Lehmböden gedeihen die Arten der Gattung Asplenium nicht. Untergemischter Laubkompost verbessert die Bodenqualität. Viele Vertreter der Streifenfarne entwickeln sich in einem sauren Erdreich gut.

Verbreitung

Die Pflanzengattung umfasst über 700 Arten. Sie ist weltweit verbreitet. In Mitteleuropa existieren 17 Vertreter des Asplenium. In China wachsen mehr als 90 Pflanzenarten der Streifenfarne. Für 17 dieser Arten ist das Reich der Mitte der einzige Verbreitungsort. Des Weiteren finden sich 30 Farnarten der Gattung in Australien.

Nutzung

Früher dienten einzelne Vertreter der Streifenfarne als Heilmittel gegen die Milzsucht. Heute dekorieren die Gewächse schattige Gartenplätze oder verschönern als Kübelpflanzen den Außenbereich eines Hauses. Gärtner benutzen die Streifenfarne als Zierde für Steingärten, Naturgärten und Schattenbeete.

Pflege/Schnitt

Der Streifenfarn wächst als Gartenpflanze unter Bäumen und Sträuchern. Seinen Wuchs fördert mit Kompost vermischte Erde. Falllaub verhindert das Verdunsten der Bodenfeuchtigkeit, sodass die Pflanzengattung von einem feuchten bis nassen Standort profitiert. Die Gattung Asplenium gedeiht auf steinigem Boden sowie im Steingarten an einem schattigen Ort. Manche Arten tolerieren Halbschatten.

Für kurze Zeit vertragen die Streifenfarne Trockenheit. Bei Kübelpflanzen verhindern die Besitzer Staunässe, die zur Wurzelfäule führt. Die Pflanzengattung benötigt nicht zwingend eine Düngung. An sonnigeren Standorten empfiehlt es sich, die Bodenqualität mit Laubkompost zu verbessern. Speziell in der Hauptwachstumszeit, Frühling bis Sommer, vertragen die Streifenfarn-Arten die Zugabe von Brennnesseljauche im Gießwasser. Diese enthält Stickstoff, sodass die Wedel eine kräftige grüne Farbe erhalten.

In den gemäßigten Klimazonen handelt es sich bei den Streifenfarnen um sommergrüne Pflanzen. Im Herbst wirken die Wedel braun. Die Gärtner entfernen sie bodennah. Ebenfalls bietet sich ein Rückschnitt im Frühjahr an. Dabei achten die Besitzer darauf, frisch ausgetriebene Wedel nicht zu verletzen.

Krankheiten/Schädlinge

Obgleich Streifenfarne auf steinigem Boden wachsen, vertragen sie keine langen Trockenperioden. Fehlt den Pflanzen die Feuchtigkeit, färben sich die Blattränder braun. Zusätzlich reagiert die Gattung Asplenium empfindlich auf Pflanzenschutzmittel. Zu den bekannten Schädlingen gehören die Blattälchen, die sich vom Pflanzensaft ernähren. Unverkennbare Anzeichen für den Befall stellen braun-schwarze Spuren dar. Zudem schädigen Fadenwürmer die Pflanzengattung Asplenium.

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