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Eigenschaften

  • Gattung umfasst drei Arten
  • bildet charakteristische, sternförmige Blüten aus
  • flache, linealische Blätter mit glattem Blattrand
  • zählt zu den invasiven Pflanzen
  • unempfindlich gegen Schädlinge und Krankheiten

Sternblumen

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Das vordringliche Merkmal der Sternblumen (bot. Ipheion) stellen die sternförmigen, blauen Blüten dar. Lange Zeit bereitete die Einordnung der Pflanzen in eine Pflanzengruppe Schwierigkeiten. Die erstmals 1830 beschriebenen Sternblumen zählten in der Vergangenheit zu mehreren Gattungen. Die Gewächse gehören gegenwärtig einer monotypischen Gattung an und zählen zu den Lauchgewächsen (Allioideae).

Die Pflanzengattung umfasst drei aus Argentinien stammende Arten. Bis 2010 verbreiteten sie sich ausschließlich in Südamerika. Mittlerweile finden sich die als invasiv geltenden Pflanzen in verschiedenen Ländern weltweit. Obgleich Sternblumen als winterhart gelten, brauchen sie bei starkem Frost einen Winterschutz. Ihre Vermehrung gelingt mit Brutzwiebeln. Als idealer Zeitpunkt bietet sich zu dem Zweck der Sommer an.

Blatt

Die Pflanzengattung Ipheion bildet wechselständige Laubblätter aus. Spiralig angeordnet, befinden sich diese in einer grundständigen Rosette. Die einfachen, ungestielten Blätter treten linealisch und flach auf. Sie zeichnen sich durch eine parallelnervige Struktur und einen glatten Blattrand aus.

Blüte

Ipheion entwickelt einen hohlen Blütenstandsschaft. Ehemals doldig, enthalten die Blütenstände im Normalfall nur eine Blüte. Sie bilden keine Brutzwiebelchen. Jede Einzelblüte verfügt über zwei teilweise miteinander verwachsene Hochblätter. Sie schützen die Knospen. Die dreizähligen Sternblumen-Blüten treten gestielt und zwittrig auf. Zudem weisen sie eine radiärsymmetrische Anordnung auf.

Sternblumen haben sechs identische Blütenhüllblätter, an der Basis schmalröhrig verwachsen. Ihre freien Bereiche zeichnen sich durch eine sternförmige Ausbreitung aus. Die Farben reichen von Blau über Violett bis zu reinem Weiß. Die Blüten bestehen aus zwei Kreisen mit drei fertilen Staubblättern. Untereinander frei, verwachsen sie mit den Blütenhüllblättern.

Neben geraden Staubfäden existieren drei Fruchtblätter. Diese verwachsen zu einem oberständigen Fruchtknoten. Er beinhaltet 20 bis 50 Samenanlagen in jeder Fruchtknotenkammer. Der Griffel spitzt sich zu einer kurzen, dreilappigen Narbe zu. Bei den Blüten gibt es Septalnektarien. Die Bestäubung der Pflanzen übernehmen Insekten. Biologen sprechen von der Entomophilie.

Frucht

Die Sternblumen entwickeln zylindrische Kapselfrüchte mit zahlreichen Samen. Diese beinhalten die Substanz Phytomelan, die ihnen eine schwarze Farbe verleiht. Gleichzeitig sind die Samen ölhaltig und geflügelt.

Wuchs

Bei den Arten der Pflanzengattung Ipheion handelt es sich um ausdauernde, krautige Pflanzen. Sobald bei ihnen eine Verletzung entsteht, setzen sie einen knoblauchähnlichen Geruch frei. Die Geophyten (Pflanzen mit unter der Erde befindlichen Überdauerungsorganen) bilden einzelne Zwiebeln ohne Tochterzwiebeln. Ein charakteristisches Merkmal stellt die als Tunika bezeichnete Umhüllung dar.

Sternblumen gehen mit einer blattlosen Ruhezeit im Sommer einher. Obgleich in Südamerika ganzjährige Niederschläge herrschen, stoppt zu diesem Zeitpunkt der Wuchs. Die Wurzeln der Pflanzen weisen eine fleischige Konsistenz auf.

Standort

Sternblumen gehören zu den winterharten Pflanzen. Sie vertragen keine starken Nachtfröste. Gärtner pflanzen die Zwiebeln im April in die Erde. Dafür graben sie ein fünf bis zehn Zentimeter tiefes Loch. Bevorzugt gedeihen die Gewächse an warmen, sonnigen bis halbschattigen Standorten.

An die Bodenverhältnisse stellen die Pflanzen aus der Gattung Ipheion keine speziellen Ansprüche. Sie wachsen in lockeren, durchlässigen Böden. Staunässe vertragen sie nicht. Schwere Erdreiche kombinieren die Gärtner mit Sand oder Kompost.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Sternblumen befindet sich in Südamerika. Die Menschen siedelten die invasiven Pflanzen in Amerika, Europa und Australien an. Anpassungsfähig und robust, verbreiten sich die Gewächse eigenständig.

Nutzung

In den einzelnen Arten der Gattung befinden sich Sorten, die sich als Zierpflanzen eignen. Vorrangig kommen sie als Dekoration privater Gärten zum Einsatz.

Pflege/Schnitt

Während ihrer Wachstumsphase und der Blüte brauchen die Sternblumen regelmäßig Wasser und Dünger. Im Frühsommer wässern Gärtner die Gewächse mehrmals in der Woche. Bei hohen Temperaturen bieten sich tägliche Wasserzugaben an. Dadurch halten sie den Boden gleichmäßig feucht. Übermäßige Nässe ist zu vermeiden. Staut sich die Feuchtigkeit im Boden, droht Wurzelfäule.

Im Sommer ist eine kurzzeitige Austrocknung der Erde nicht schädlich. Nach der Blüte sterben die Sternblumen ab. Sie ziehen sich zusammen und leiten ihre typische Ruhephase ein. Zu dem Zeitpunkt stellt der Gärtner das Gießen und Düngen ein. Die Gewächse sind in Gegenden mit mildem Klima winterhart. Tritt starker Frost auf, sind die Blumenzwiebeln im Herbst auszugraben. Bis zum Frühjahr lagern sie in einem kühlen und luftigen Raum.

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