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Eigenschaften

  • als Gewürz und Heilpflanze bekannt
  • das enthaltene ätherische Öl duftet nach Anis
  • ist nicht ausreichend winterhart
  • in Asien beheimatet
  • Blüte ähnelt der Magnolie

Sternanis

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Der Sternanis (bot. Illicium) aus der Familie der Sternanisgewächse (Schisandraceae) ist beliebt in der Weihnachtsbäckerei und in der ganzjährigen Küche. Bekannt macht den Sternanis sein charakteristischer Geschmack. Einige wenige der 42 Unterarten des Sternanis dienen in der Pflanzenheilkunde ein wohltuendes Heilgewürz.

Die Sträucher und Bäume der Sternanisarten sind überwiegend in Asien beheimatet. Die Blüten der Pflanze erinnern den Betrachter an Magnolien. Einige Arten wachsen auf dem amerikanischen Kontinent und Mexiko. Allen Arten haben ein ätherisches Öl, dessen Duft an Anis erinnert. Der starke Anisduft dient als Lockmittel für Insekten. Beim Kauf und Verzehr der Früchte ist Vorsicht geboten, da einige Unterarten giftig sind. Der japanische Sternanis wird in Japan traditionell als Räuchermittel verbrannt und überzeugt ebenfalls mit einem starken Duft nach Anis. Die aus Sternanis gewonnene Shikimisäure dient der Produktion des bekannten Grippemittels Tamiflu.

Blatt

Die Blätter des tropischen Sternanis sind immergrün. Das Laub der Pflanze steht dabei dicht an den Spitzen der Zweige. Kennzeichnend für die Blätter ist ein spitzes oder kurz zugespitztes Blattende. Die keilförmige, spitz zulaufende Blattbasis und der ganzrandige Blattrand sind charakteristisch für Sternanis.

Blüte

Die Blüten des Sternanis zeigen sich innerhalb der verschiedenen Arten in unterschiedlichen Farben. Sie haben viele Blütenblätter. Die Pflanze in voller Blüte erinnert an die Blühphase eines Magnolienbaums.

Frucht

Die braunen, glänzenden Samen des Sternanis haben eine charakteristisch geformte, sternförmige Ausprägung. Die Früchte des Echten Sternanis sind nicht mit anderen Arten der Pflanze zu verwechseln. Einige Arten eignen sich nicht als Gewürz und rufen bei Verzehr Vergiftungen hervor.

Wuchs

Die Arten des Sternanis kommen als Büsche, Sträucher oder Bäume vor. Der als Gewürz bekannte Echte Sternanis ist ein Baum und erreicht eine Höhe von 18 bis 20 Metern.

Standort

Beheimatet ist Sternanis in China und Vietnam. Saure, leicht sandige Böden begünstigen ein gutes Wachstum. Das wichtigste Anbaugebiet des Echten Sternanis sind südostasiatische Länder wie Südchina, Japan, Vietnam, die Philippinen und Hinterindien. Weitere Arten sind in Amerika und Mexiko beheimatet.

Nutzung

Der Echte Sternanis ist ein bekanntes Gewürz. Die Pflanze hat viele Eigenschaften, die sich die Pflanzenheilkunde zu Eigen macht. So eignen sich die zerkleinerten Sternanisfrüchte als Tee oder als Beigabe für eine Teemischung. Dieser Tee wirkt bei Verdauungsbeschwerden und Husten unterstützend. Sternanis hat eine antibakterielle Wirkung und unterstützt die Ausheilung bei Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis und Mandelentzündung oder Entzündungen des Magen-Darm-Traktes.
Die Hüllen der Sternanis-Samen helfen zerkaut gegen unangenehmen Mundgeruch. Nach üppigen Mahlzeiten fördern sie die Verdauung. Das aus der Sternanis gewonnene ätherische Öl ist bekannt dafür, bei Zahnschmerzen Linderung zu verschaffen.

In der Weihnachtsbäckerei und asiatischen Küche ist Sternanis für Wohlgeschmack und Würze bekannt und daher ein beliebter Geschmackgeber. Echten Sternanis gibt es sowohl gemahlen in Pulverform als auch als ganze Frucht zu kaufen. Gut zu wissen: Nur Echter Sternanis eignet sich für den Verzehr, Früchte und Samen anderer Unterarten können Vergiftungserscheinungen hervorrufen.

Pflege/Schnitt

In europäischen Breiten sind Sternanisarten selten zu finden. In seiner vollen Pracht lässt er sich in botanischen Gärten bewundern. Für erfahrene Hobbygärtner ist die Haltung als Zimmerpflanze möglich. Im Sommer bevorzugt der Sternanis einen Platz im Außenbereich. In einem durchlässigen, feuchten und frischen Boden fühlt sich der Sternanis am wohlsten. Hat die Zimmerpflanze eine Höhe von 40 bis 50 Zentimetern erreicht, kürzt der Hobbygärtner sie um rund ein Drittel zurück. Bis die Zimmerpflanze das erste Mal Früchte trägt, kann es einige Jahre dauern.

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