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Eigenschaften

  • Gattung innerhalb der Süßgräser
  • Blätter in verschiedenen Farbtönen
  • rispenförmige Blütenstände mit Ährchen
  • entwickeln zahlreiche Samen
  • typische Prärie- und Savannenpflanzen

Sporobolus

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Die Gattung Sporobolus steht innerhalb der Pflanzenfamilie der Süßgräser (bot. Poaceae) und mit dieser in der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Die Pflanzengattung umfasst heute rund 190 Arten nachdem sich einige Arten anderen Gattungen zugeteilt finden. Die Typusart der Gattung ist Sporobolus indicus.

Ein im Deutschen geläufiger Trivialname lautet Vilfagras. Der botanische Gattungsname leitet sich von den griechischen Wörtern sporos für Samen und bolos für werfen ab. Der Name bezieht sich auf den Wurf-Mechanismus, mit dem sich die Samen der Pflanzen verbreiten. Die Sporobolus wachsen nahezu weltweit und gelten als charakteristische Pflanzen der Prärie und Savanne. Die horstbildenden Gräser gedeihen in offenen Standorten mit warmen Klimata.

Blatt

Die Blätter der Sporobolus erscheinen in grünen bis gräulichen Fabtönen oder in Blaugrün bis purpurfarben. Bei vielen Arten färben sich die Blätter im Herbst in goldenen oder rostrote Nuancen. Die Blätter erreichen eine Länge zwischen rund 30 und 70 Zentimeter. Die Blattspreiten erscheinen flach, faserig und schmal, teilweise gerollt. Oftmals sind die Blattränder behaart.

Blüte

Häufiger überragen die Blütenstände der Sporobolus die Blätter deutlich. Sie stehen an langen Stielen und sind rispenförmig weit aufgefächert oder bilden dichtstehende zylindrische Formen. Häufiger breiten sie sich bei der Fruchtreife aus. An jeder der kleinen Ähren, die in den Rispen angeordnet sind, steht nur eine Blüte. Die Ährchen sind gelb oder weiß bis grau oder braun, seltener violett oder pink. Bei vielen Arten umgibt ein Hüllblatt die Blütenstände.

Frucht

Die Gattungsarten entwickeln nach dem Befruchten der Blüten zahlreiche Samen. Bei einzelnen Arten kommen an einem einzelnen Blütenstand bis zu 10.000 Samen vor. Bei Reife springen die Samen aus ihren Kapseln und verbreiten sich.

Wuchs

Die Pflanzen der Gattung wachsen einjährig oder ausdauernd. Sie bilden Horste mit aufrecht stehenden bis bogig überhängenden Halmen. An ihrer Basis sind die Halme der Pflanzen teilweise verdickt und kräftig bis verholzend. Die Sporobolus erreichen eine Höhe zwischen circa 60 Zentimetern und zwei Metern. Die Pflanzen wachsen in Gruppen oder Tuffs.

Standort

Die Sporobolus siedeln in Savannen oder Prärielandschaften. Einige der Gattungsarten gehören in ihren Habitaten zu den landschaftsprägenden Pflanzen. So dominiert die Art Sporobolus heterolepis die nordamerikanische Prärie als vorwiegendes Gras. Oftmals vergemeinschaften sich die Sporobolus mit anderen Gräsern. Typischerweise finden sich die Arten der Gattung an stark sonnigen Plätzen mit durchlässigem Boden. Auch auf salzhaltigen Böden gedeihen einige der Arten.

Verbreitung

Die Sporobolus sind kosmopolitisch verbreitet. Sie finden sich in Prärien und Savannen verschiedener Kontinente. Viele der Arten wachsen in Nordamerika. Sie kommen vom südlichen Kanada über den Mittleren Westen bis in den Süden von Texas bis in das nördlliche Mexiko vor. Andere Arten siedeln in Afrika von der Mittelmeerküste bis nach Südafrika. Oftmals finden sich Sporobolus in Namibia und Ägypten. Auch im Mittleren Osten wachsen die Gattungsarten und finden sich im Jemen, Pakistan und Indien. In Australia kommen verschiedene Arten als Neophyten vor und haben sich stark verbreitet.

Nutzung

Einige der auffällig gefärbten Arten dienen als Zierpflanzen und stehen in hiesigen Gärten in Kultur. Andere Sporobolus-Arten dienen seltener auf Weideland als Futterpflanzen. Teilweise nutzen indigene Volksstämme Nordamerikas die Samen der Pflanzen traditionell als Nahrungsmittel. In Äthiopien dienen die Samen der dortigen Gattungsarten als Nahrung in Dürrezeiten.

Pflege/Schnitt

Für Sporobolus in Kultur eignet sich ein stark durchlässiger Boden und sie benötigen nur wenig Wasser. Auf keinen Fall tolerieren sie Staunässe, da die Wurzel hierdurch Schaden nehmen. Ein sonniger Standort ist für die Pflanzen empfehlenswert. Sie sind ausreichend winterhart und benötigen keinen besonderen Schutz in der kalten Jahreszeit. Die Arten der Gattung vermehren sich durch Samen, sodass der Gärtner diese je nach Bedarf gezielt verbreitet oder die Fruchtstände vor der Reife abschneidet. So verhindert er ein unkontrolliertes Ausbreiten.

Krankheiten/Schädlinge

Die Raupen verschiedener Mottenarten befallen die Sporobolus und richten Fraßschäden an. Auch fressen Säugetiere, wie Hasen oder Kaninchen, die Gräser und dezimieren endemische Vorkommen teilweise stark. Besondere Krankheiten, an denen die Pflanzen leiden, sind nicht bekannt.

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