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Eigenschaften

  • lange Blühdauer in intensiven Gelb- und Rottönen
  • benötigt vollsonnigen Standort, selten lichten Halbschatten
  • gute Bienennährpflanze
  • winterhart
  • in Nord- und Südamerika beheimatet

Sonnenbraut

Gattung Helenium ab €3.10 kaufen
     
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Die Sonnenbraut (bot. Helenium) zählt zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Gattung umfasst rund 40 Arten. Der Großteil davon ist mehrjährig und wächst als winterharte, krautige Staude. Bereits ihr Aussehen verrät, was die Arten der Gattung Helenium sich wünschen. Selber wirken sie wie kleine Abbilder der Sonne und beten diese an. An einem hellen und warmen Gartenplatz erstrahlen die Blütenkörbe in intensiven Gelb- und Orangetönen bis hin zu einem tiefen Kupferrot. Ihr aufrechter, maximal 160 Zentimeter hoher Wuchs bringt Struktur ins sommerliche Staudenbeet, das von der langen Blühfreude der Sonnenbräute profitiert.

Die Helenium-Arten, deren Sorten heute als Zierpflanzen unsere Gärten schmücken, stammen aus den feuchten Wiesen Nordamerikas. Daher schätzen Sonnenbräute, neben einem Sonnenplatz, frischen, nahrhaften Boden, der nicht austrocknet. Sind diese Bedingungen erfüllt, recken sie ihre leuchtenden Blüten zuverlässig empor. Sie erfreuen Herz und Auge des Gartenbesitzers. Als Trachtpflanze versorgen sie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge bis in den Herbst hinein mit Nahrung. Mit luftigen, sich im Wind wiegenden Gräsern und anderen Prachtstauden wie Rittersporn und Phlox, lassen sich die horstig wachsenden Sonnenbräute herrlich kombinieren.

Blatt

Die zahlreichen, dunkelgrünen Blätter der Sonnenbraut sitzen wechselständig an dem aufrechten Stängel. Sie sind leicht bis deutlich gezähnt, oval bis lanzettlich (lanzenförmig) oder fiederschnittig. Je nach Art ist der bis zu 160 Zentimeter lange Stängel behaart oder glatt.

Blüte

Die Stängel tragen einen oder mehrere prächtige Blütenstände in der für alle Asteraceae typischen Körbchenform. In der Mitte des kugel- oder halbkugelförmigen Blütenstands sitzen kleine, fruchtbare Blüten. Um sie herum sind radförmig Zungenblüten (Strahlenblüten) angeordnet, die je nach Sorte ein- oder zweifarbig in Gelb und Rot erstrahlen. Bei der aus Chile stammenden Sonnenbraut-Art Helenium aromaticum fehlen diese Zungenblüten komplett. Sie besticht durch einen kugelrunden Blütenstand und ihren Duft, der an Gummibärchen erinnert.

Die Kronblätter der Sonnenbräute sind, wie bei allen Korbblütlern, zu einer Röhre verwachsen. Die drei bis fünf Staubfäden sind kurz und die Staubbeutel ebenfalls röhrenförmig. Aus zwei Fruchtblättern bildet sich der unterständige Fruchtknoten. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September. Manche Arten blühen bis in den Oktober hinein.

Frucht

Aus dem unterständigen Fruchtknoten entwickelt sich eine bräunliche Achäne (einsamige Schließfrucht) mit haarähnlichem Flugapparat (Pappus). Er ermöglicht eine Ausbreitung des Samens über den Wind.

Wuchs

Helenium wächst aufrecht, horstartig und buschig. Die Stängel sind stark belaubt und zwischen 60 und 160 Zentimeter lang. Die ausladende Staude erreicht eine Breite von bis zu 80 Zentimetern. Um die Wuchskraft einer Jungpflanze zu stärken, empfiehlt sich im ersten Standjahr ein radikaler Rückschnitt direkt nach der Blüte. Dann steckt die Sonnenbraut ihre ganze Kraft in die Bildung kräftiger Blattrosetten.

Standort

Je heller die Blütenfarbe, desto sonniger ist der Standort zu wählen. Helenium-Sorten mit dunklen Blüten kommen im lichten Halbschatten zurecht. Alle Sonnenbräute wachsen am liebsten in frisch-feuchtem, nahrhaftem Boden. Bei langer Trockenheit lassen die aus Sumpfgebieten stammenden Flachwurzler sonst schnell die Köpfe hängen. Ist der Gartenboden zu sandig, verbessert die Zugabe von Rindenhumus und Kompost die Bedingungen.

Bei hochwachsenden Helenium-Arten empfiehlt sich eine windgeschützte Ecke. In freier Lage ist eine Stütze empfehlenswert um die aufrechte Haltung der Staude zu unterstützen.

In ausreichend großen Kübeln gedeiht die Sonnenbraut auf sonnigen Terrassen. Wie im Garten, ist auf ein nährstoffreiches und feuchtes Substrat zu achten. Ein drainierter Boden lässt das Gießwasser gut abfließen. Auf diese Weise lässt sich Staunässe und ein Faulen der Wurzeln verhindern.

Verbreitung

Die Gattung der Helenium ist mit ihren rund 40 Arten vom Norden bis zum Süden Amerikas verbreitet. In den Gärten Europas wachsen überwiegend Helenium-Hybriden (Kreuzungen) und Sorten der robusten Herbst-Sonnenbraut (bot. Helenium automnale). Der schwedische Forscher Carl von Linné beschrieb sie anno 1753 erstmals wissenschaftlich. Sie galt zu jener Zeit als einzig bekannte Art.

Nutzung

Mit den unterschiedlichen Arten und ihren in allen Sonnenfarben changierenden Blüten ist die Helenium-Gattung eine Bereicherung für jeden Garten. Sie wächst gern in Begleitung von anderen Prachtstauden in großen Beeten und macht in Gruppen gepflanzt enormen Eindruck. In Kübeln schmückt sie sonnige Balkone und Terrassen. Als Schnittblume macht die Sonnenbraut in der Vase ebenfalls eine gute Figur: Bei regelmäßigem Wasserwechsel hält ihre Blühkraft bis zu zehn Tage.

Pflege/Schnitt

Ihr Sonnenhunger und das zeitgleiche Bedürfnis nach feuchter, nährstoffreicher Erde, macht in Trockenperioden das regelmäßige Gießen notwendig. Vor allem Jungstauden verlangen nach ausreichend Wasser. Im ersten Jahr fördert ein bodennaher Rückschnitt direkt nach der Blüte die Blühfreude der winterharten Pflanze für das folgende Jahr.

Wer über den Sommer hinweg Verblühtes knapp über der nächsten Knospe abknipst, schenkt der Sonnenbraut Kraft für weitere Blüten. Auch hält die Freude an der farbenprächtigen Staude länger an. Doch die beste Pflege schützt nicht vor einer langsamen Verkahlung. Sie macht sich, je nach Bodengüte, nach drei bis fünf Jahren bemerkbar. Hier hilft das Teilen der Staude im Herbst oder Frühling. Erfreulicher Nebeneffekt: Im nächsten Jahr ist der Garten um mindestens eine Sonnenbraut reicher. Ein Pflegeschnitt im Mai regt Pflanzen der Gattung Helenium zu einem buschigen Wuchs an. Dafür sind die Triebe im äußeren Bereich der Staude zu stutzen.

Krankheiten/Schädlinge

Schnecken mögen die feuchte Erde, in der sich die Sonnenbraut befindet. Leider lieben sie auch die jungen Triebe der Pflanze. Wer nicht auf Schneckenkorn zurückgreift, sammelt die Kriechtiere am besten im Morgengrauen regelmäßig ab. Ältere Sonnenbräute sind für Schnecken weniger interessant. Auch Mehltau und andere Pilzerkrankungen sind für die robusten Stauden keine große Bedrohung. Bei einem Befall ist es ausreichend, die befallenen Stellen zurückzuschneiden.

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