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Eigenschaften

  • Wuchshöhe bis 500 Zentimeter
  • großrandige, gelb bis rötliche Blüten
  • liefern Ölfrüchte oder Knollen
  • alle Arten stammen aus Nordamerika
  • beliebte Zierpflanze mit schnellem Wuchs und langer Blütezeit

Sonnenblumen

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Die Gattung der Sonnenblumen (Helianthus) steht in der Unterfamilie der Asteroideae in der Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Die Gattung umfasst rund 67 Arten, die ihren Ursprung ausnahmslos in Nordamerika haben.

In Mitteleuropa als Kulturpflanze bekannt und beliebt sind die Arten Gewöhnliche Sonnenblume (Helianthus annuus) und Topinambur (Helianthus tuberosus). Nordamerikanische Indianerstämme haben die ölreichen Sonnenblumen-Samen zur Ernährung verwendet. In Europa fungierten Sonnenblumen zunächst als Zierpflanzen, nachdem die Spanier sie im 16. Jahrhundert einführten. Als Ölpflanze findet die Sonnenblume erst seit dem 19. Jahrhundert bei uns Verwendung. Durch Vogelfuttersamen wächst die Gewöhnliche Sonnenblume in Deutschland häufig wild, in heimischen Gärten ist sie durch ihre Höhe eine auffällige Pflanze, die ihre Berühmtheit kulturgeschichtlich durch die Sonnenblumen-Bilder von Vincent Van Gogh erlangte.

Blatt

Pflanzen aus der Gattung Sonnenblumen haben gestielte oder aufsitzende Blätter. Sie stehen basal oder am ganzen Stängel verteilt und wachsen gegenständig und / oder wechselständig. Die Lamina (Blattspreite) weist eine eiförmige, lanzettlich-eiförmige, linealische, lanzettlich-linealisch oder dreieckige Form auf. Sie ist dreinervig, seltener einnervig (Helianthus eggertii, Helianthus smithii, Helianthus maximilliani). Die Blattbasis bei Helianthus sieht herz- oder keilförmig aus. Der Rand der Blätter ist gezähnt oder ganzrandig, seltener gelappt. Die Ober- und Unterseiten der Blätter sind bei den verschiedenen Arten behaart oder unbehaart, teilweise drüsig gefleckt. Sonnenblumen-Blätter erreichen eine Länge von bis zu 40 Zentimetern und eine Breite von bis zu 30 Zentimetern.

Blüte

Helianthus-Blüten stehen einzeln oder in Gruppen zusammen. Sie bilden Ähren oder Dolden, die traubig oder rispig aussehen. Der Blütenstand weist eine Körbchenform (Korbblüten) auf und beinhaltet Zungen- und Röhrenblüten. Das Involukrum (Hüllkelch) hat die Form einer Halbkugel, seltener ist er zylindrisch oder glockenförmig. Die wild wachsenden Vertreter tragen einen Hüllkelch mit einem Durchmesser von fünf bis 40 Millimetern.

In kultivierter Form kann er eine Größe von 20 Zentimetern im Durchmesser erreichen. Jede Blüte trägt zwischen elf und 40 Hüllblättern (einige Züchtungen weisen bis 100 Hüllblätter auf). Diese stehen dachziegelartig in zwei oder drei Reihen. Der Boden des Blütenstandes zeigt eine flache bis leicht konvexe Form, seltener konisch (Heliantus porteri). Den Blütenstandboden bedecken der Länge nach gefaltete Spreublätter. Diese sind rechteckig, langgestreckt und verfügen über drei Zähne; seltener sind sie ganzrandig. Je nach Art weisen die Spitzen eine leichte Rot- oder Violett-Färbung auf. Sonnenblumen-Blüten bilden eine äußere Reihe mit fünf bis 30 Strahlenblüten, die steril sind.

Die gelben Kronblätter verwachsen röhrig und sind teilweise an den Spitzen leicht rötlich. Der große gelbe Blütenrand lockt Insekten zum Bestäuben (Entomophilie) an und dient ihnen als Landehilfe. Die Röhren- oder Scheibenblüten sind radiärsymmetrisch. Die Blüten tragen zwischen 15 und 150 von ihnen, einzelne Züchtungen weisen über 1000 Scheibenblüten auf. Die Scheibenblüten sind fertil und zweigeschlechtig (zwittrig). Blütenköpfe und Blätter von Sonnenblumen wenden sich im Laufe des Tages in Richtung Sonne (Photomorphose). Zur Reife drehen sich die Blütenköpfe nicht mehr; sie hängen aufgrund ihres Gewichts gen Boden.

Frucht

Helianthus-Arten bilden nussähnliche Schließfrüchte (Achänen), deren Schale gelblich, schwarz, schwarz-weiß gestreift oder gefleckt ist. Sie sind eiförmig oder weisen die Form einer umgekehrten Pyramide auf. Der Pappus (eine häutige Einfassung um die Früchte) fällt leicht ab oder fehlt ganz (Helianthus porteri). Die Früchte stehen an zwei bis drei gezackten oder grannigen Borsten mit einer Länge von ein bis fünf Millimetern. Die so genannten Sonnenblumenkerne sind zwischen sieben und 17 Millimetern lang und abgeflacht. Der Embryo ist reich an Öl und Protein. Sonnenblumenkerne dienen vielen heimischen Vögeln zur Ernährung, welche maßgeblich an der Ausbreitung der Pflanzen beteiligt sind.

Wuchs

Die Arten der Gattung Sonnenblumen wachsen als ein- oder mehrjährige Pflanzen. Die einjährigen Arten bilden einen einzelnen, kräftigen Blütenstiel aus. Mehrjährige Arten verfügen über einen horstigen Wuchs und breiten sich mit Hilfe von Rhizomknollen als Überdauerungsorgane aus. Einige Arten weisen einen großen Ausbreitungsdrang auf (Topinambur). Vertreter der Helianthus erreichen eine Wuchshöhe zwischen 20 und 300, seltener bis zu 500 Zentimetern. Die Sprossachse (Stängel) von Sonnenblumen wächst aufwärts oder aufsteigend, seltener niederliegend. Er weist einen Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern auf, ist leicht verholzend, markhaltig und rau, teilweise behaart. Je nach Art bildet der Stängel im oberen Teil Verzweigungen, von denen jeder Ast eine Blüte trägt.

Standort

Alle Vertreter der Gattung Helianthus bevorzugen sonnige, warme Plätze und nährstoffreiche Böden, die nicht zu schwer sind.

Verbreitung

Arten aus der Gattung der Sonnenblumen sind fast weltweit verbreitet; weisen ihr höchstes Vorkommen aber in Nordamerika, Mittelamerika und Europa auf.

Nutzung

Helianthus Arten liefern Ölfrüchte zur Produktion von Sonnenblumenöl und haben eine wirtschaftliche Relevanz. Sonnenblumenkerne erfreuen sich wachsender Beliebtheit auf und in Broten oder als Beigabe zu Müslis oder Salaten, da sie viele essentielle Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine enthalten. Geröstete Sonnenblumenkerne als Tee aufgegossen, sind ein altes Hausmittel bei Husten, Keuchhusten und Bronchialbeschwerden. Topinambur liefert nahrhafte Knollen mit geringem Stärkegehalt. Aus diesem Grund ist die Tobinambur als Diabetiker-Kartoffel bekannt. Die Knollen finden zudem Verwendung zum Brennen von Schnaps. Ein Tee aus getrockneten Blütenblättern dient in der Naturheilkunde zur Stärkung der Abwehrkräfte. Sonnenblumenpflanzen absorbieren Schadstoffe aus kontaminierten Böden, weshalb sie in Tschernobyl zum Reinigen verseuchter Gebiete dienen. In heimischen Gärten wachsen verschiedene Arten der Gattung als dekorative Zierpflanze und Schnittblume.

Pflege/Schnitt

Sonnenblumen-Arten vertragen keine anhaltende Trockenheit, sondern benötigen in den warmen Sommermonaten regelmäßig Wasser. Staudenstützen dienen als Hilfe für Arten mit langen Stängeln damit diese nicht umknicken. Staudenpflanzen der Gattung lassen sich teilen ihrer Vitatlität ist dies in einem Rhythmus von drei bis vier Jahren zuträglich. Sonnenblumen brauchen keinen Schnitt, lassen sich aber am besten im Frühjahr bodennah zurückschneiden, da ihre Samenstände Vögeln als energiereiches Winterfutter dienen.

Krankheiten/Schädlinge

Ungeschütze, einjährige Sonnenblumen-Arten fallen Schnecken zum Opfer. Echter Mehltau befällt gelegentlich die Blätter

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