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Eigenschaften

  • Halb-, Sträucher, Bäume oder Kletterpflanzen
  • dichte und lockere Blütenstände
  • Farbenvielfalt der Blüten
  • keine besonderen Ansprüche an den Boden
  • stammen aus tropischen und subtropischen Gebieten

Sommerflieder

Gattung Buddleja ab €6.70 kaufen
     
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Die Gattung Sommerflieder (bot. Buddleja) stellt eine Pflanzengattung innerhalb der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) dar. Der Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) ist eine beliebte Zierpflanze, die in Parks und Gärten anzutreffen ist.

Sommerflieder strahlen eine pure Lebensfreude aus und verbreiten gute Laune. Ihre intensiv gefärbten Blüten drängen sich in dichten Blütenständen aneinander oder sitzen locker in kleinen Gruppierungen. Sommerflieder-Arten blühen in den prächtigsten Farbtönen und bieten einen optischen Hingucker. Außerdem verströmen sie einen honigsüßen Duft und kreieren eine Atmosphäre, die sich riechen lässt. Schmetterlinge wissen diese Reize zu schätzen und versammeln sich in großen Mengen an den Blütenständen, um den süßen Nektar aufzusaugen. Sommerflieder-Arten erzeugen eine Wohlfühl-Oase im Garten.

Blatt

Die Laubblätter der Sommerflieder-Arten sind gegenständig oder wechselständig am Zweig angeordnet. Sie sind in Blattspreite und Blattstiel aufgeteilt. Auf den kurzen Blattstielen sitzen einfache Blätter. Die Form der Blattränder ist von Art zu Art verschieden. Das Formenspektrum erstreckt sich von glatt über gekerbt bis gezähnt. Buddleja-Arten entwickeln Nebenblätter, die beim Großteil der Arten in ihrer Form an Laubblätter erinnern. Einige Vertreter tragen reduzierte Nebenblätter.

Blüte

Die Blüten stehen in dichten oder lockeren Blütenständen zusammen, die am Ende der Sprossachse oder seitlich stehen. Die Blüten sind eingeschlechtlich oder zwittrig aufgebaut. Sie folgen einem vierzähligen Aufbau und bestehen aus einer doppelten Blütenhülle. Die Blütenhülle setzt sich aus vier Kelch- und vier Kronblättern zusammen. Die Kelchblätter sind miteinander verwachsen und erzeugen die Form einer Glocke oder eines Kelchs.
Die Kelchröhre ist gerade oder gebogen. Sie ist länger, als die frei stehenden Kelchzipfel. Schützend schmiegen sich die Kelchzipfel an die Kronröhre, die aus vier verwachsenen Kronblättern besteht. Sie folgt der geraden oder gebogenen Form der Kelchröhre. Am Ende ragen vier freie Kronzipfel nach außen. Die Kronblätter sind in knallige oder dezente Farben eingetaucht. Sie erstrahlen in kräftigen lila-, purpur- oder orange- bis gelbfarbenen Tönen oder zeigen dezente Weiß- oder Rosatöne. Sommerflieder-Arten sorgen mit ihrer späten Blütezeit für sommerliche Hochgefühle. Sie blühen zwischen Juni und September.

Frucht

Buddleja-Arten entwickeln Kapselfrüchte, die zwei Fächer enthalten. Die Kammern sind durch Scheidewände getrennt. Die Art Buddleja madagascariensis stellt mit ihren Beerenfrüchten eine Ausnahme innerhalb der Gattung dar. In den Kapselfrüchten sitzen zahlreiche Samen. Sie sind klein und geflügelt und verbreiten sich durch den Wind.

Wuchs

Die Gattung erweist sich als vielgestaltig. Unter den Buddleja-Arten gibt es viele Sträucher und Halbsträucher, die eine ausladende Wuchsform entwickeln. Wenige Arten wachsen als Bäume. Auch gibt es innerhalb der Gattung Kletterpflanzen. Die verholzenden Lianen bedecken mit ihrem Geflecht aus Blättern und Sprossachsen Rankhilfen. Die Zweige unterscheiden sich artabhängig in ihrem Querschnitt. Sie sind stielrund, geflügelt oder vierkantig. Die Gehölze erreichen Wuchshöhen von bis zu vier Meter. Buddleja-Arten sind laubabwerfend, winter- oder immergrün.

Standort

Buddleja-Arten lieben die pralle Sonne. Sie entwickeln auf vollsonnigen und trockenen Standorten eine besonders üppige Blütenpracht. Die Pflanzen tolerieren halbschattige Standorte. Hier ist ihre Blütenpracht eingeschränkt. Ihre Anpassungen an karge Böden macht sie zu beliebten Ziergehölzen. Gegen Nährstoffe haben die Pflanzen nichts einzuwenden. Die Gewächse benötigen ein gut durchlässiges Substrat, in dem sich keine Staunässe bildet.

Verbreitung

Sommerflieder-Arten haben ihr natürliches Verbreitungsgebiet in den tropischen und subtropischen Gebieten. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom amerikanischen Kontinent über Afrika bis nach Asien. Hier wachsen die Pflanzen in den verschiedensten Biotopen. Sie zieren offene Landschaften und sind an Waldrändern zu finden. Sommerflieder-Arten gedeihen in der Natur an Ufern von Gewässern. Sie sind im Tiefland anzutreffen und kommen in Gebirgslagen bis zu 4.000 Meter vor. In Europa finden sich verwilderte Exemplare, die sich von den Gärten weiter ausgebreiteten.

Nutzung

Sommerflieder-Arten eignen sich perfekt für die Einzelstellung. Die ausladenden Zweige des Schmetterlingsflieders (Buddleja davidii) sorgen für Akzente in jedem Garten. In warmen Beeten mit Stauden und Sommerblumen machen die Gehölze eine gute Figur. Als anspruchslose Sträucher eignen sich die Arten für eine Bepflanzung von trockenen Böschungen und kiesigen Böden. Beete mit Sommerflieder-Arten in Kombination mit Astern (Aster) und der Hohen Fetthenne (Sedum telephium) versprühen einen spätsommerlichen Charakter. Besonders bei den Schmetterlingen sind diese blühfreudigen Stauden beliebt. In mediterran gestalteten Gärten kommen Sommerflieder-Arten traumhaft schön zur Geltung. Sie fügen sich mit ihrer südländischen Optik perfekt in die Kulisse ein und holen das Urlaubsgefühl in den eigenen Garten.

Der Gelbe Sommerflieder (botanisch Buddleja weyeriana) eignet sich bedingt für eine Freilandpflanzung. Er benötigt milde Temperaturen. Als Kübelpflanze eignet sich der Kugel-Sommerflieder (Buddleja globosa). Aufgrund seiner Empfindlichkeit gegenüber Frost, fühlt er sich im Winter in warmen Räumen wohler. Seine kugelförmigen Blütenstände leuchten in einem satten Gelb oder Orange und sorgen für das perfekte Sommergefühl. Der Wechselblättrige Sommerflieder (Buddleja alternifolia) eignet sich wie der Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) als Solitärpflanze. Beide Arten sorgen in Gruppenarrangements für farbenfrohe Akzente. Sie harmonieren perfekt in lockeren und frei wachsenden Blütenhecken.

Pflege/Schnitt

Sommerflieder-Arten zeigen sich pflegeleicht. Jungpflanzen benötigen im ersten Jahr eine regelmäßige Wassergabe. Ältere Gehölze kommen gut ohne eine zusätzliche Bewässerung zurecht. Eine Düngung ist im Frühjahr möglich, aber nicht notwendig.

Ein Rückschnitt der Gehölze erfolgt nach den letzten Frösten im Frühjahr. Ein radikaler Rückschnitt bereitet den meisten Sommerflieder-Gehölzen keine Schwierigkeiten. Etwa zwei bis vier Knospen von den im Vorjahr angelegten Blütentrieben reichen für eine üppige Blütenpracht aus. Die Gehölze entwickeln kräftige neue Triebe, die besonders große Blütenstände tragen. Einige Arten reagieren sensibel auf einen radikalen Rückschnitt. Sie vertragen eine Auslichtung vereinzelter Triebe besser. Das Abschneiden von verwelkten Blütenständen verhindert die Selbstaussaat der Pflanzen.

Krankheiten/Schädlinge

An zu warmen und lufttrockenen Standorten verbreiten sich gerne Spinnmilben auf den Blättern. Der Falsche Mehltau verbreitet sich in feuchten Sommermonaten bevorzugt auf den Blättern der Sommerflieder-Arten. Der Pilz entwickelt auf der Blattunterseite gräuliche Rasen, die auf der Oberfläche als helle Flecken durchscheinen. Gesunde Pflanzen wissen sich gegen die Schädlinge und Krankheiten zu wehren.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Sommerflieder Buddleja

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