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Eigenschaften

  • prächtige, filigrane Blüten
  • bilden Pfahlwurzeln oder Faserwurzeln
  • einjährige bis ausdauernde Gewächse
  • ausdauernde Pflanzen ziehen im Winter ein
  • pflegeintensiv

Scheinmohn

Gattung Meconopsis ab €4.80 kaufen
     
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Beim Scheinmohn (bot. Meconopsis) handelt es sich um eine Gattung aus der Pflanzenfamilie der Mohngewächse (Papaveraceae). Sie umfasst rund 55 Arten. Viele Pflanzenarten und Sorten des Scheinmohns fallen durch blaue Blüten auf. Deshalb trägt er den Volksnamen Blauer Mohn.

Vom Mohn (bot. Papaver) unterscheiden sich die Pflanzen der Gattung Scheinmohn durch den Griffel in der Blüte und durch eine kopfige Narbe. Arten des Scheinmohns beeindrucken durch ihre filigranen und seidenartigen Blüten, die nicht immer blau blühen. Blauer Scheinmohn ist in unseren Breiten seltener anzutreffen, da diese Arten pflegeintensiv sind. Die Blüten der Pflanzen zeigen sich artabhängig von Mai bis Juni. Einige Arten blühen bis in den Monat September hinein. Die Blütenblätter sind empfindlich. Im Gegensatz zu ihrer zarten Blüte, ist das Wachstum robust. Viele der Arten säen sich selbst aus und bedecken in kurzer Zeit große Flächen.

Blatt

Die Blätter des Scheinmohns stehen wechselständig und spiralig an den Stängeln. Manchmal bilden sie eine basale Rosette. Je nach Art sind die Laubblätter gestielt oder ungestielt. Bei einigen Arten sind die Blätter stängelumfassend. Dann greift die Basis der Spreite fast um den gesamten Stängel herum. In Varianten präsentiert sich die Blattspreite. Sie ist fiederschnittig oder fiederteilig oder sie zeigt sich einfach. Die Ränder der Blätter sind gesägt oder glatt. Die Flächen sind kahl oder borstig behaart. Es gibt keine Nebenblätter.

Blüte

Die Blüten stehen artabhängig einzeln oder in rispigen, traubigen sowie in pseudodoldigen Blütenständen. Als erstes öffnet sich die oberste Blüte. Die Knospen hängen bei den meisten Arten.
Die Blüten sind zwittrig und verhältnismäßig groß. Bei einem Schnitt durch die Achsen bilden sie deckungsgleiche Hälften, sie sind radiärsymmetrisch. Blüten erscheinen schüssel- oder tellerförmig und präsentieren eine doppelte Blütenhülle. Beim Öffnen der Blüte fallen die beiden borstigen und behaarten Kelchblätter ab. Die Arten zeigen in der obersten Blüte drei oder vier Kelchblätter.

Die vier bis zehn Kronblätter sind blau bis Purpur. Einige Arten haben rosafarbene bis rote oder gelbe Kronblätter. Wenige Arten des Scheinmohns haben weiße Blüten. In den Blüten befinden sich viele freie Staubblätter, lineale Staubfäden und meist längliche Staubbeutel. Drei und mehr Fruchtblätter bilden einen oberständigen Fruchtknoten. Er ist einkammerig und kugelig, eiförmig der schmal und zylindrisch. Auf dem Knoten zeigen sich kurze Griffel und genauso viele Fruchtblätter.

Frucht

Die Arten des Scheinmohns bilden Kapselfrüchte. Diese sind kahl oder stachelig oder sie erscheinen flaumig bis borstig behaart. Die Form der Früchte variiert von kugelig bis eiförmig. Die Früchte der Meconopsis-Arten sind elliptisch oder zylindrisch geformt und enthalten eine große Zahl an Samen.

Wuchs

Der Scheinmohn ist sowohl ein- als auch mehrjährig. Die Pflanzen wachsen ausdauernd krautig oder präsentieren sich monokarpisch. Als monokarpisch bezeichnet die Botanik Gewächse, die nur ein einziges Mal im Leben blühen und fruchten. Danach sterben sie komplett ab. Bei den monokarpischen Arten der Meconopsis zeigen sich dicke Pfahlwurzeln mit Faserwurzeln. Einige Arten der Gattung haben Faserwurzeln. Mit Rhizomen warten die ausdauernden Arten auf. Sind an den Meconopsis-Arten Stängel erkennbar, sind diese entweder verzweigt und mit Blättern besetzt oder kahl, flaumig oder borstig behaart. In Teilen der Pflanze befindet sich ein gelblicher Milchsaft. Verschiedene kleinwüchsige Arten wachsen auf Höhen bis zu 40 Zentimetern. Andere werden bis zu 120 Zentimeter hoch.

Standort

Meconopsis Arten bevorzugen einen Standort im Halbschatten. Ihre empfindlichen Blüten brauchen einen windgeschützten kühlen Platz. Das schützt die filigranen Blätter der Blüten vor dem Austrocknen.
Die kräftigen Wurzeln der Pflanzen stehen bevorzugt in einem durchlässigen Boden. Das beste Substrat ist leicht feucht. Ideal ist eine nährstoffreiche Gartenerde. Die Pflanzen kommen gut mit einem leicht sauren Boden zurecht.

Verbreitung

Der Scheinmohn wächst hauptsächlich im Himalaja. Hier gedeihen Pflanzen in der chinesischen Region. Ihre Ausbreitung reicht bis in den Westen Chinas. Auch in Nepal wachsen einige Arten der Gattung Meconopsis. Eine Art besiedelt Westeuropa.

Nutzung

Einige Arten und Sorten gedeihen in Gärten und Parks als Zierpflanzen. Eingelegt oder geröstet dienen die Samen von Scheinmohn als Delikatesse. Auch Öl lässt sich aus den Samen gewinnen.

Pflege/Schnitt

Die Pflanzen der Meconopsis brauchen Pflege und Zuwendung. Fehler verzeihen sie nicht. Der Gärtner hält die Erde um die Wurzeln der Pflanzen feucht und verhindert entstehende Staunässe. Im Winter bevorzugen die Wurzeln ein trockenes und kalkfreies Substrat, kalkhaltiger Boden verändert die Farbe der Blüten.
Blühdünger erfreut die Pflanzen während der Phase ihres Wachstums. Der Pflanzenfreund verabreicht die organischen Nährstoffe im Abstand von zwei Wochen.

Der Schnitt erfolgt vor der Reife der Samen erfolgen. Damit verhindert der Gärtner eine unkontrollierte Ausbreitung. Dafür schneidet er die Stiele an den Pflanzen direkt nach der Blüte ab. Alternativ erfolgt der Schnitt im Herbst. Ein solcher Rückschnitt führt bis kurz über den Gartenboden. Über den Winter ziehen die Pflanzen ein.

Krankheiten/Schädlinge

Bei einer übermäßigen Feuchtigkeit im Boden entsteht Wurzelfäule. Die Krankheit entsteht durch einen Pilz. Er lässt die Pflanzen in der Folge absterben.
Auch mit einem Befall von Mehltau ist zu rechnen. Erste Anzeichen eines Befalls zeigen sich durch grauen Belag auf den Blättern. Das sofortige Behandeln befallener Teile der Pflanzen, verhindert ein Ausbreiten des grauen Schleiers und das Absterben der Pflanze.

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