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Eigenschaften

  • blütenreiche Ziersträucher
  • meist immergrün
  • prachtvolle, farbenfrohe Blüten
  • gedeihen auf sauren Böden
  • winterhart

Rhododendren

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Rhododendren (botanisch Rhododendron) zählen zu den beliebtesten Ziersträuchern in unseren Regionen. Es handelt sich um eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Mit rund 1.000 Arten ist es eine große Gattung, die sich durch zahlreiche Hybriden und Auslesesorten ergänzt. Rhododendren in ursprünglicher Form in Asien und Nordamerika vorkommend. Einige wenige Arten sind in Europa heimisch.

Der botanische Name ist mit "Rosenbaum" zu übersetzen. Dieser Name galt bis ins 17. Jahrhundert ausschließlich für Oleander. Seit der wissenschaftlichen Beschreibung der Rhododendren durch den schwedischen Botaniker Carl von Linné gilt er nur noch für Rhododendren. Die Arten unterscheiden sich durch die Anzahl und Form ihrer Blattschuppen. Danach gibt es Lepidote, das sind beschuppte, meist alpine, kleinblättrige Arten, sowie Elepidote, schuppenlose Arten. Bis heute gebräuchlich ist die Einteilung in immergrüne Arten (Rhododendren) und im Gegensatz dazu die laubabwerfenden Arten der Azaleen. Die kleinwüchsigen und -blättrigen Arten aus den europäischen Alpengebieten sind als Alpenrosen bekannt.

Blatt

Die meist immergrünen Rhododendren bilden wechselständige Blätter. Sie gliedern sich in Blattstiel und Blattspreite. Die Blätter sind einfach und ganzrandig. An der Blattunterseite haben viele Arten einen filzigen Belag, artabhängig kupfer- oder silberfarben. Einige Arten bringen stark duftende Blätter hervor. Andere entledigen sich im Herbst ihres Blattkleides.

Blüte

Bekannt sind Rhododendren für ihre prachtvollen Blüten, die es in den unterschiedlichsten Farben gibt. Die Blütezeit dauert von Januar bis August. Allerdings blühen die meisten Arten im April und Mai. Die Blüten sind meist endständig und die Büsche weisen traubige oder doldentraubige Blütenstände auf. Die zwittrigen Blüten sind in der Regel fünfzählig und radiärsymetrisch. Die Blütenformen sind glocken-, trompeten-, röhren- oder schalenförmig. Die fünf Kelchblätter sind bei allen Arten verwachsen. Meist stehen fünf, zehn oder über 20 Staubblätter in der Blütenmitte.

Frucht

Nach der Blüte bilden sich Kapselfrüchte. Diese enthalten zahlreiche meist geflügelte Samen.

Wuchs

Die Bandbreite der Wuchsarten ist groß. Allerdings handelt es sich bei den meisten Rhododendren-Arten um immergrüne Sträucher. Außerdem gibt es laubabwerfende Gehölze. Einige Arten entwickeln sich zu Bäumen, andere tropische Exemplare sind Epiphyten, die auf Bäumen wachsen. Die großblumigen Grüngehölze verfügen über einen kräftigen Wuchs. Einige kleinblumige Arten sind zwergwüchsig und kriechend.

Standort

Großblumige Rhododendron-Arten gedeihen hauptsächlich in Wäldern. Sie wachsen vorwiegend im Schatten hoher Bäume und bevorzugen einen humosen, tiefgründigen und gut durchlässigen Boden. Optimal ist ein saurer Boden mit einem pH-Wert von 4,2 bis 5,5. Ein Großteil der Rhododendren ist winterhart. Bei einer Kübelhaltung ist ein windgeschützter Platz an einer Hauswand sinnvoll.

Verbreitung

Fast weltweit sind die Arten der Rhododendren vertreten. Sie sind anpassungsfähig und robust. Ihr Hauptverbreitungsgebiet umfasst feuchte Areale auf der Nordhalbkugel der Erde. Sie kommen mit der größten Artenvielfalt in Südostasien vor. Auch in Nordaustralien sind sie vertreten. Die Pflanzen besiedeln Küstenebenen genauso wie auch Hochgebirgsregionen, wie im Himalaya. In Tibet gibt es Vorkommen bis in einer Höhe von über 5.500 Metern. Die attraktiven Sträucher wachsen im tropischen Regenwald und in der subpolaren Tundra.

In Europa gibt es zehn einheimische Arten. Das Zentrum mit der höchsten Vielfalt an Rhododendren-Arten ist die Himalayaregion Uttarakhand, Nepal und Sikkim. Weitere Hochburgen der Rhododendren-Vielfalt sind die chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan, die Bergregionen Indochinas sowie Korea, Taiwan und Japan. Allein auf Borneo kommen rund 55 tropische Rhododendron-Arten vor und in Neu-Guinea sind es knapp 165 Arten. In Afrika und Südamerika ist der Rhododendron nicht beheimatet.

Nutzung

Rhododendren sind aufgrund ihres fantastischen Blütenschmucks und wegen ihrer meist immergrünen Blätter beliebt. Die Pflanzen sind meist winterhart und pflegeleicht. Sie schmücken weltweit Parkanlagen, Botanische Gärten und private Gärten. Die Kultivierung der Rhododendren begann in England und breitete sich von dort nach Europa aus.

Pflege/Schnitt

Die Gattung der Rhododendren ist pflegeleicht und schnittfest. Die Pflanzen treiben selbst nach einem starken Rückschnitt zuverlässig aus. Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist vor der Blüte von Februar bis Anfang März, oder nach der Blühsaison im Spätfrühling. Auf Trockenheit reagiert die Pflanze mit eingerollten Blättern. Eine Gelbfärbung der Blätter weist auf einen Stickstoffmangel hin. Fehlendes Eisen und ein zu hoher pH-Wert im Boden machen sich durch ein typisches Grätenmuster auf den Blättern bemerkbar. Graue Schichten auf den Blättern sind ein Anzeichen der Grauschimmel-Fäule, die meist bei warmem und feuchtem Wetter auftritt. Ein Pilzbefall ist durch eine Schwächung aufgrund eines falschen Standorts begünstigt. Dies zeigt sich an braunen Blättern oder vertrockneten Knospen. Typische Schädlinge sind der Dickmaulrüssler oder die Rhododendron-Zikade. Diese legt ihre Eier in die jungen Knospen. Durch die Schlitze dringt der Pilz Pycnostysanus azaleae ein, der zu einem Vertrocknen der Knospe führt. Der Dickmaulrüssler nagt die Blätter am Rand an. Seine Larven dringen ins Erdreich ein und schädigen die Wurzeln.

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