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Eigenschaften

  • Pflanzen mit auffällig zierenden Blättern
  • attraktive Blütenstände mit zahlreichen Blüten
  • bevorzugen feuchte Böden und schattige Lagen
  • die meisten Arten sind winterhart
  • stammen aus Nordamerika

Purpurglöckchen

Gattung Heuchera ab €3.00 kaufen
     
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Die Gattung der Purpurglöckchen (bot. Heuchera) gehört zur Pflanzenfamilie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae). Je nach wissenschaftlicher Sichtweise zählen zwischen rund 40 und 50 Arten zur Gattung. Es handelt sich um mehrjährige und häufiger immergrüne Stauden, die kompakte Horst bilden. Ihren Namen trägt die Gattung zu Ehren des Naturwissenschatlers von Heucher. Er machte sich Anfang des 18. Jahrhunderts als Direktor der naturhistorischen Sammlung in Dresden verdient.

Die Heuchera sind auch hierzulande beliebte Zierpflanzen, da sie sich mit schönem Blattwerk und zarten glöckchenförmigen Blüten schmücken. Ursprünglich stammen die Gattungsarten aus verschiedenen Gebieten des nordamerikanischen Kontinents. Heute sind sie in Kultur weltweit und vor allem in Europa weit verbreitet. Innerhalb der Gattung existieren zahlreiche Hybriden der verschiedenen Arten. Denn Züchter bringen immer neue Heuchera-Sorten hervor, die sich in ihrer Blattfarbe und -form sowie in den Blüten stark unterscheiden. Ebenfalls natürlich entstehen viele Hybridformen, sodass die taxonomische Einordnung der Pflanzen teilweise kompliziert ist.

Blatt

Die Blätter der Heuchera-Arten stellen ihr Charakteristikum dar und machen die Pflanzen besonders attraktiv. Die meisten der Purpurglöckchen entwickeln grundständige Blattrosetten, nur wenige Blätter finden sich bei einigen Arten an den aufsteigenden Blütenstängeln.
Das Laub besteht aus gestielten Blattspreiten, die art-abhängig in verschiedenen Formen vorkommen. Ihre Gestalt reicht von oval, nierenförmig, länglich bis rund oder sie ist herzförmig. Oft sind die Spreiten verschieden gelappt und erscheinen glatt oder behaart. Ihr Rand gesägt, gezähnt oder gekerbt. Die unterschiedlichen Arten der Gattung haben entweder grüne oder bronzefarbene bis violette Blätter, die häufiger in verschiedenen Tönen gezeichnet sind.

Blüte

Auch die stark verzweigten Blütenstände der Pflanzen sind schön anzusehen. Sie sind rispig oder traubig gestaltet und bestehen aus 100 bis 1000 Blüten. Die Einzelblüten sind glöckchen bis trichterförmig. Sie erheben sich an langen Blütenstielen in rot, rosa oder weiß über den dichten Blattrosetten der Pflanzen.
Die Blüten weisen stets fünf Blätter auf, die radiärsymmetrisch oder zygomorph aufgebaut sind. Sie spiegeln sich also strahlenförmig an ihrer Längsachse oder sind nur entlang einer Achse spiegelgleich. Die Kelchblätter sind häufiger verwachsen während die Kronblätter frei stehen. Bei den meisten Arten kommen ebenfalls fünf Staubblätter vor und deutliche Staubbeutel in kräftigen orange oder gelben Farben.

Frucht

Die Heuchera bilden Kapselfrüchte aus, die verschieden viele Samen enthalten. Sie weisen unterschiedliche Formen auf, die von oval bis spindelförmig reichen, in einigen Fällen sind sie einseitig konvex oder stachelig. Sie sind braun oder erscheinen in einem schwarzen Farbton.

Wuchs

Bei den Purpurglöckchen handelt es sich um Stauden, die ausdauernd wachsen und dichte Horste bilden. Die Arten der Gattung sind entweder immer- oder wintergrün. Sie wachsen auf drei bis rund 150 Zentimeter in der Höhe. Die Blätter und Stängel entspringen den Rhizomen, die sich meist unterirdisch ausbreiten. Die Pflanzenteile der Heuchera sind vorwiegend behaart oder drüsig.

Standort

Die Pflanzen bevorzugen schattige bis halbschattige Standorte und feuchten Boden. Bei Hitze und auf trockenen Untergründen gedeihen sie nicht. Der Boden ist für die Purpurglöckchen idealerweise humos und schwach sauer. Wild wachsen die Heuchera häufiger in feuchten Wäldern oder beschatteten Plätzen zwischen Felsen oder am Ufer fließender Gewässer.

Verbreitung

Die Purpurglöckchen stammen aus Nordamerika und finden sich in verschiedenen kanadischen Provinzen und US-Bundesstaaten. Häufiger sind sie an beiden Küsten verbreitet. Sie finden sich auch weiter südlich in Mexiko.

Nutzung

Die verschiedenen Arten der Gattung und ihre Hybriden stehen oftmals als Zierpflanzen in hiesigen Gärten. Sie dienen zum Unterpflanzen von Gehölzen oder zur Zier absonniger Gartenbereiche.

Pflege/Schnitt

Da die Pflanzen feuchte Böden bevorzugen, ist ein regelmäßiges Gießen ratsam. Die Pflanzen sind auch in unseren Breiten winterhart, der sorgsame Gärtner lässt ihnen trotzdem einen Schutz vor starkem Frost zukommen. Ein Vlies oder reisig schützen die Pflanzen und ermöglichen ihnen eine raschen und üppigen Neuaustrieb im Frühjahr.
Es empfiehlt sich, die welken Blütenstängel nach dem Verblühen abzuschneiden und trockene Blätter zu entfernen. Auch ein Rückschnitt vor dem Neuaustrieb ist möglich, so behält die Heuchera ihre horstige Form. Die Pflanzen lassen sich durch Teilen vermehren.

Krankheiten/Schädlinge

Obwohl die Pflanzen viel Wasser für ihr Wachstum benötigen, vertragen sie keine Staunässe. Diese führt bei den Purpurglöckchen zu Wurzelfäule. Der Dickmalrüssler ist einer der wenigen Schädlinge, die die Gattungsarten befallen. Sie verursachen vor allem an den neuen Trieben Fraßschäden.

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