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Eigenschaften

  • monotypische Pflanzengattung aus China
  • dunkelgrüne Blätter, im Herbst gelb bis rot
  • blassrosa Blüten im April und Mai
  • gelbe, essbare Früchte im Herbst
  • Zier- und Obstbäume, Bienennährpflanzen

Pseudocydonia

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Pseudocydonia ist eine monotypische Pflanzengattung, die zur Familie der Rosengewächse (bot. Rosaceae) gehört. Die einzige Art heißt Pseudocydonia sinensis, hierzulande als Chinesische Quitte oder Holzquitte bezeichnet. Beheimatet sind die Pflanzen in China.

Die Bäume der Pseudocydonia ähneln der Quitte (bot. Cydonia oblonga). Sie hat herrlich grün glänzende, ovale Blätter in Bonsaigröße. Auch ziert sie sich mit blassrosa Blüten sowie wohlduftenden und essbaren Früchten. Im Herbst färbt sich ihr Laub spektakulär in Scharlachrot und Goldgelb. Bei älteren Exemplaren löst sich die Borke schuppenförmig ab. Aus diesem Grund sind die Bäume als Bonsaipflanzen populär. Die Gattung Pseudocydonia ist eng mit den Zierquitten (bot. Chaenomeles) verwandt und ihre einzige Art findet sich häufiger als Chaenomeles sinensis bezeichnet in der Literatur. Es handelt sich um ein hierzulande seltener erhältliches, gut winterhartes und ganzjährig attraktives Gehölz, das oft als Bienennährpflanze fungiert.

Blatt

Die Blätter der Pseudocydonia fallen durch ihre glänzend dunkelgrüne Farbe ins Auge. Im Herbst entfacht das ovale Laub ein zauberhaftes Feuerwerk aus kraftvoll leuchtenden Gelb-, Orange- und Rottönen. Die sechs bis zwölf Zentimeter langen sowie drei bis sechs Zentimeter breiten Blätter sind einfach, wechselständig angeordnet und am Rand gesägt.

Blüte

Pseudocydonia-Bäume blühen im April und Mai. Zu Beginn weisen die Blüten einen intensiv rosafarbenen Ton auf, um im Verblühen kontinuierlich zu verblassen und in zartem Weißrosa zu erscheinen. Der Durchmesser liegt bei 2,5 bis vier Zentimetern.

Frucht

Aus den edlen Blüten entwickeln Pseudocydonia-Bäume zwölf bis 17 Zentimeter lange, eiförmige Quittenfrüchte in Apfelgröße. Sie weisen fünf Fruchtblätter auf und verströmen einen wunderbar süßen Duft. Farblich präsentieren sie sich wie die klassischen Quitten in strahlendem Gelb und sind gleich zu verwerten. Die Früchte eignen sich wegen ihrer Härte und des hohen Gerbstoffgehalts nicht zum rohen Verzehr. Vielmehr empfiehlt es sich, Mus, Kompott, Marmelade und Saft aus ihnen herzustellen. Die Früchte der Pseudocydonia reifen im Spätherbst.

Wuchs

Pseudocydonia-Bäume wachsen relativ langsam und erreichen Höhen von rund zehn bis 19 Metern. Sie bilden eine dichte Krone aus.

Standort

Die Bäume der Gattung Pseudocydonia bevorzugen sonnige Standorte, ob exponiert oder geschützt. Auf frischen, humosen, durchlässigen Böden fühlen sich die eleganten Pflanzen am wohlsten. Sie kommen mit den meisten Untergründen gut zurecht und sind stark winterhart. Die Pflanzen vertragen Temperaturen von bis zu -23 Grad Celsius.

Verbreitung

Pseudocydonia-Bäume sind in China beheimatet. Sie kommen vornehmlich in Höhen von circa 1000 Metern in verschiedenen chinesischen Provinzen vor.

Nutzung

Die Pflanzen der Pseudocydonia dienen als Zier- und Obstbäume. Sie stehen in öffentlichen Parks und sind für kleine wie für große Gärten geeignet. Sie eignen sich als Bienennährgehölze und entfalten sich als Solitär gepflanzt am besten. Mit den süßen Früchten dieser seltenen Gehölze lassen sich einige Delikatessen bereiten, neben Marmelade auch Schnaps oder Likör. In der traditionellen chinesischen Medizin kommen Fruchtbestandteile zum Einsatz, um rheumatoide Arthritis zu behandeln. Resultate pharmakologischer Studien legen nahe, dass bestimmte Inhaltsstoffe in den Früchten (Phytochemikalien) antioxidativ und antiviral wirken.

Pflege/Schnitt

Pseudocydonia sind pflegeleichte Pflanzen. Bei längeren Trockenzeiten in den warmen Sommermonaten greift der Gärtner häufiger zur Gießkanne und bewässert seine Bäume ausreichend. Staunässe ist zu vermeiden, die Erde darf allerdings nicht völlig austrocknen, um ein Absterben der feinen Wurzeln zu verhindern. Ein Düngen empfiehlt sich von April bis September in einem Abstand von zwei Wochen.

Um die typische Wuchsform der Pseudocydonia zu erzielen und zu erhalten, sind Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln regelmäßig zurückzuschneiden. Von Mai bis September alle sechs bis acht Wochen. Bei blühenden Bäumen bleiben neue Triebe bis nach der Blüte am Baum. Im Herbst schneidet der Gärtner sämtliche neuen Triebe bis auf ein bis zwei Knospen zurück. Weiterhin kann er verblühte Blüten entfernen, wenn er keine Früchte wünscht.

Krankheiten/Schädlinge

Im Allgemeinen sind Pseudocydonia-Bäume sehr widerstandsfähig. Übermäßig lange trockene Phasen und Staunässe führen jedoch zu geschädigten Wurzeln und beeinflussen auch die Qualität der Früchte negativ. Außerdem sind die Pflanzen gefährdet, am sogenannten Feuerbrand zu erkranken. Die Krankheit macht sich durch welke und schwarz verfärbte Blätter bemerkbar. Junge Bäume sterben binnen weniger Wochen ab, wenn sie vom Feuerbrand betroffen sind, ältere Exemplare später. Das Bakterium Erwinia amylovora löst die gefährliche Krankheit aus. Vor allem bei viel Regen verbreitet es sich schnell aus.

Auf den Blättern der Bäume nisten sich häufiger Blattläuse, Schildläuse oder Dickmaulrüssler ein. Die Schädlinge lassen sich mit einer sanften Seifenlauge abwaschen. Zudem schneidet der Gärtner bei einem Befall welke oder vertrocknete Triebe bis ins gesunde Holz zurück.

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