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Eigenschaften

  • dekorative Blüten
  • handförmig gelappte oder einfache Blätter
  • Kletterpflanzen, Bäume und Sträucher
  • Pflanzen des tropischen Regenwaldes
  • wuchsfreudig

Passionsblumen

Gattung Passiflora ab €14.30 kaufen
     
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Die Gattung der Passionsblumen (bot. Passiflora) ist eine artenreiche Pflanzengattung. Sie gehört zur Familie der Passionsblumengewächse (Passifloraceae) und umfasst rund 530 Arten. Die Blaue Passionsblume (Passiflora caerulea) ist eine häufige Zierpflanze mediterraner Gärten.

Die Passionsblumen haben eine besondere Ökologie. Einige Arten entwickelten Mechanismen, um sich gegen Fraßfeinde wie Raupen zu schützen. Die Falter der Gattung Heliconius legen bevorzugt ihre Eier auf die Blätter der Passionsblume. Sie untersuchen vorher die Blätter auf vorhandene Eier, um Kannibalismus zu vermeiden. Um sich zu schützen, entwickeln einige Passionsblumen gelbe Punkte auf den Blattoberflächen und täuschen auf diese Weise abgelegte Eier dieser Schmetterlinge vor. Passionsblumen sind im tropischen Regenwald auf der Südhalbkugel heimisch. Die variable Gattung zeichnet sich durch auffällige Blüten und verschieden gestaltete Blätter aus. Die Blüten erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben.

Blatt

Die Gattung der Passionsblumen ist variabel. Die Arten entwickeln unterschiedlich ausgeformte Blätter, die wechselständig an der Sprossachse stehen. Sie sind gestielt und besitzen an den Blattstielen kleine Drüsen, die Nektar produzieren. Einige Arten entwickeln drei- bis fünffach gelappte Blätter. Bei anderen Arten ist die Blattspreite handförmig gefiedert. Es gibt Vertreter innerhalb dieser Gattung, die einfache Blätter ausbilden. Bei anderen Passionsblumen erinnern die Blätter die des Ahorns. Der Blattrand ist ganzrandig oder fein gesägt. Die Blattoberseite ist dunkelgrün eingefärbt und glänzend. Die Blattnerven sind deutlich erkennbar.

Blüte

Passionsblumen entwickeln Blüten, die einem radiärsymmetrischen Aufbau folgen. Ihre Größe erstreckt sich von weniger als einem Zentimeter bis zu 18 Zentimeter. Die Blüte setzt sich aus Blütenhüllblättern zusammen, die in verschiedenen Farbtönen erstrahlen. Auffällig ist der gefärbte Strahlenkranz, der sich aus 15 bis 50 umgebildeten Staubblättern zusammensetzt. Die Staubblätter dienen nicht dem Fortpflanzen. Sie haben sich im Laufe der Evolution zu unfruchtbaren Staminoiden umgebildet und übernehmen eine Schaufunktion. Im Zentrum der Blüte sitzen die Organe zum Fortpflanzen. Fünf Staubblätter verwachsen miteinander zu einer Säule auf der ein Fruchtknoten sitzt. Aus dem Fruchtknoten entspringt ein Griffel, der in drei Narbenästen endet. Eine Blüte öffnet sich für 24 Stunden. Die Passionsblumen sind selbstbestäubend und zeichnen sich durch eine üppige Blütenpracht aus. Die Blüten entwickeln sich nicht gleichzeitig, sondern nacheinander.

Frucht

Passionsblumen bilden Beerenfrüchte aus. Das Fruchtfleisch ist saftig und enthält einen süßlichen, sauren oder bitteren Saft. Im Fruchtfleisch sind zahlreiche Samen eingebettet, geschützt durch eine geleeartige Hülle. Die Früchte der Arten unterscheiden sich in ihrer Größe und in der Farbe. Einige Früchte sind essbar, andere ungenießbar. Die leuchtenden Früchte locken Vögel an, die das Fruchtfleisch und die Kerne fressen. Sie tragen zum Ausbreiten der Samen bei.

Wuchs

Die Arten der Gattung Passiflora wachsen überwiegend als ausdauernde und krautige Pflanzen. Einige Arten sind verholzend. Eine Ausnahme bildet Passiflora gracilis, die als einjährige Pflanze wächst. Der Großteil der Arten sind Kletterpflanzen. Sie entwickeln in den Blattachseln Ranken. Die Ranken sind stark reduzierte Blätter, die sich fadenförmig ausbilden. Sie schlingen sich um Gerüste, Äste oder Blätter und halten sich auf diese Weise fest. Wenige Passionsblumen wachsen selbstständig aufrecht als Baum oder Strauch. Passionsblumen wachsen zwischen 50 Zentimeter und vier Meter in die Höhe.

Standort

Die Arten dieser Gattung bevorzugen einen hellen Standort, der viel Sonne bereitstellt. Die Dauer der Sonnenstunden beeinflusst die Menge der Blüten der Passionsblumen. Temperaturen zwischen fünf und 25 °C sind ideal. Passionsblumen vertragen keine Hitze. Sie wachsen am liebsten in einem dauerhaft feuchten und gut aufgelockerten Substrat.

Verbreitung

Das Hauptgebiet der Passiflora-Arten liegt in Südamerika. Hier wachsen die Arten im tropischen Regenwald. Sie erobern Lebensräume in Mitteleuropa und verbreiten sich bis in das südliche Nordamerika. Die Gattung ist mit 25 Arten in Australien verbreitet. Weitere besiedelte Gebiete liegen in Asien und Madagaskar. Eine Art ist auf den Galapagos-Inseln beheimatet.

Nutzung

Die Früchte von rund 60 Passionsblumen sind für den Menschen bedeutsam. Die unter dem Namen Maracuja bekannten Früchte sind köstlich und genießbar. Die Indianer verwenden die Pflanzen wegen ihrers heilenden oder berauschenden Wirkens. Als Zierpflanzen haben die Passionsblumen einen besonderen Status erlangt. Die Kletterpflanzen eignen sich als Hecken und als Rankpflanzen die Gerüste und Mauern verschönern. Viele Arten eignen sich als Kübelpflanzen.

Pflege/Schnitt

Während der Wachstumsphase zwischen März und Oktober benötigen die Passionsblumen viel Wasser. Ein kontinuierlich feuchtes Substrat ist optimal. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass sich keine Staunässe bildet. Die Pflanzen vertragen ein Austrocknen besser als Staunässe. Zum Bewässern eignet sich Regenwasser oder kalkarmes Leitungswasser. Ein hoher Kalkgehalt im Wasser schädigt die Pflanzen. Die Pflanzen beziehen ihre Nährstoffe über das Gießwasser.

Sobald die Pflanze das Substrat im Kübel komplett durchwurzelt hat, empfiehlt sich ein Umtopfen. Der optimale Zeitpunkt zum Umtopfen ist im zeitigen Frühjahr, vor dem Beginn der neuen Vegetationsphase. Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht notwendig. Sobald die Triebe zu lang wachsen, empfiehlt sich ein Einkürzen. Ein kräftiger Rückschnitt der Triebe ist im Spätwinter durchzuführen. Die Pflanzen vertragen im Winter einen Radikalschnitt auf 20 bis 30 Zentimeter. Wenige Arten sind winterhart und überleben die kalte Jahreszeit im Freien. Kübelpflanzen überwintern an einem hellen Ort, der Temperaturen zwischen 5° und 15° C aufweist. Regelmäßiges Bewässern ist im Winter notwendig, um den Wurzelballen vor dem Austrocknen zu bewahren. Im Winter trocknen die Passionsblumen trotz Wassergaben weit zurück, was normal für die Passionsblumen ist.

Krankheiten/Schädlinge

Passionsblumen sind unbeliebt bei Schädlingen. Für den Großteil der Insekten sind die Pflanzenteile giftig. In ihrem ursprünglichen Lebensraum leiden Passionsblumen unter den Arten einer Schmetterlings-Gattung. Die Heliconius-Arten legen ihre Eier auf den Blättern ab, um den Raupen nach dem Schlüpfen ausreichende Nährstoffe zu bieten. Alle Passionsblumen sind anfällig für einen Virus, der die Blätter gefleckt erscheinen lässt. Der Virus beeinträchtigt weder das Bilden von Blüten noch das Wachstum und ist nicht schädlich für die Pflanze. Es gibt keine Pflanzenschutzmaßnahmen, die den Virus eindämmen. Da die Passionsblumen starkwüchsig sind, stellen die sich bildenden Flecken keinen Makel dar.

Wenn der Standort zum Überwintern zu warm ist, droht ein Befall der Blätter durch Wollläuse. Im Sommer vermehren sich Spinnmilben, wenn die Pflanzen an einem zu trockenen Standort stehen. Abfallende Blütenknospen deuten auf einen Nährstoffmangel hin. Lässt die Pflanze während der Vegetationsperiode ihre Blätter hängen, ist Staunässe eine häufige Ursache.

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