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Eigenschaften

  • aufrechter, breit ausladender Wuchs
  • Blüte bildet sich noch vor dem Laub aus
  • auffällige, lang anhaltende Herbstfarbe
  • verhältnismäßig robust
  • Holz mit sehr hoher Dichte

Parrotia

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Die Parrotie (bot. Parrotia persica) ist die einzige Art der Gattung Parrotia in der Familie der Zaubernussgewächse, die der Botaniker Hamamelidaceae nennt. Da ihr Holz sehr hart ist und eine große Dichte aufweist, ist sie auch als Persischer Eisenholzbaum bekannt.

Die sommergrüne Parrotie wartet im Herbst mit einem farbenfrohen Blattschmuck auf. Dieser kommt an der prächtigen, weit ausladenden Krone der Parrotia persica hervorragend zum Vorschein. Die Pflanze der Gattung ist extrem anpassungsfähig an verschiedene Standorte. Deshalb findet die die Parrotie häufiger als eindrucksvoller Solitär in Gärten oder Parkanlagen in Kultur. Insgesamt zeichnet sich der Baum der Gattung durch seine robuste und widerstandsfähige Art aus.

Blatt

Die wechselständig angeordneten Laubblätter der Parrotie sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Stiel ist circa zwei bis sechs Millimeter lang, während die verkehrt-eiförmige oder elliptische Blattspreite eine Länge von bis zu zehn Zentimetern hat. Der schwach herzförmige Spreitengrund ist am Ende gerundet. Beide Spreitenflächen sind mit Haaren bedeckt und der Rand ist in der oberen Hälfte des Blattes bogig gezähnt. Im Austrieb haben die ledrigen Blätter einen roten Rand, später färben sie sich grün. Im Herbst verfärben sich die Blätter und variieren farblich von leuchtendem Gelb, Orange oder Orangerot bis zu Purpur oder Lila.

Blüte

Die Blüten des Eisenholzbaums bilden sich noch vor den Blättern im Januar aus und bleiben bis März oder April stehen. Die Parrotie bildet einen dichten, köpfchenförmigen Blütenstand, welcher aus acht bis zehn roten Blüten besteht. Sternförmige, tiefbraun behaarte Hochblätter, die sogenannten Knospenschuppen, umschließen die Blütenköpfchen. Die Blüte weist darüber hinaus fünf bis sieben unscheinbare, an der Spitze braun filzige Kelchblätter auf. Es sind keine Kronblätter vorhanden, weshalb sich freie Sicht auf die vierzehn Staubblätter bietet. Diese zweigen bis zu zwei Zentimeter lange Staubfäden mit roten Staubbeuteln. Der Eisenholzbaum ist andromonözisch, das heißt, auf einem Exemplar kommen sowohl zwittrige als auch rein männliche Blüten vor.

Frucht

Der Fruchtknoten der Parrotie geht in eine unscheinbare, gehornte Kapselfrucht von rund einem Zentimeter Größe über. Diese enthält zwei hellbraun glänzende, länglich-elliptische Samen. Sobald die frucht reif ist, schleudert sie die Samen explosionsartig heraus.

Wuchs

Die Parrotie wird wegen ihres breit ausladenden, aufrechten Wuchses meist als Großstrauch oder mehrstämmiger Kleinbaum eingeordnet. In seinem Heimatgebiet erreicht der Eisenholzbaum eine Höhe von bis zu dreißig Metern erreichen, allerdings überschreiten Zuchtformen innerhalb Europas seltener mehr als zehn Meter Höhe. Der Zuwachs liegt zwischen 20 und 40 Zentimeter pro Jahr. Es vergehen einige Jahre, bis der Baum in die Höhe und Breite wächst. Die Breite nimmt im Alter stark zu, da die Hauptäste trichterförmig nach oben austreiben.

Standort

Am besten gedeiht der Eisenholzbaum an einem halbschattigen Platz, an welchem er nicht direkt der heißen Mittagssonne ausgesetzt ist, aber trotzdem ausreichend Licht bekommt. Da die Parrotie Windböen nicht gut standhält, ist darauf zu achten, einen Standort zu wählen, an dem sie nicht völlig dem Wind ausgesetzt ist. Was die Bodenverhältnisse angeht, ist die Gattungsart extrem anpassungsfähig. Nur Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da diese die Wurzeln beeinträchtigt. Ideal ist ein sandiger, lehmhaltiger Untergrund mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 6,5.

Verbreitung

Wie der Name andeutet, ist die Gattung mit der Art Parrotia persica vor allem im Gebiet des heutigen Nordiran beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich nördlich des Kaspischen Meeres bis nach Südrussland in den Kaukasus.

Nutzung

Der sogenannte Eisenholzbaum eignet sich hervorragend als Ziergehölz. Sein dekoratives Laubwerk dient zur Zierde von Rasenflächen großer Gärten und von Parkanlagen. Auch ist die Gattungsart eine optischer Gewinn für botanische Gärten. Da der Baum viel Platz braucht, findet er sich einzeln gepflanzt.

Pflege/Schnitt

Was die Pflege angeht, ist die Parrotie sehr genügsam. Im Normalfall ist zusätzliches Wässern nur während länger anhaltenden Trockenperioden erforderlich. Ist ein Anpflanzen im Kübel vorgesehen, empfiehlt es sich, die Pflanze regelmäßig zu gießen. In diesem Fall ist es ebenfalls förderlich, bis September in vierwöchigem Abstand mineralischen Dünger zu verabreichen. Wird die Parrotia persica im Boden großgezogen, genügt es, im Frühjahr etwas Kompost in die Erde einzuarbeiten.

Auch ohne Formschnitt bildet der Eisenholzbaum ein malerisches Wuchsbild aus. Seine Stämme wachsen natürlicherweise dicht und kompakt und verzweigen sich regelmäßig. Damit die ausladende Krone erhalten bleibt, ist dennoch ein sparsamer, aber regelmäßiger Rückschnitt nötig.

Krankheiten/Schädlinge

Obwohl die Parriota persica prinzipiell widerstandsfähig und robust ist, gibt es Krankheiten, die sie befallen können. So ist es nicht ausgeschlossen, dass die Parrotie an Phytophthora erkrankt, eine Pilzkrankheit, die Wurzelfäule verursacht. Im Endstadium dieses Leidens droht der gesamte Baum abzusterben, da er keine Nährstoffe mehr aufnimmt. Gegen Phytophthora sind bisher noch keine wirkungsvollen Mittel bekannt. Auch die Verticillium-Welke kann den Eisenholzbaum befallen und bei jüngeren Bäumen innerhalb kürzester Zeit zum Absterben führen. Mit zunehmendem Alter schafft die Parrotie es aus eigener Kraft, die Welke zu überwinden. Allerdings kann die Verticillium-Welke zu chronischen Infektionen führen und der Baum dadurch verkahlen, sodass daraufhin Triebe absterben.

Auch der Schädling Dickmaulrüssler fühlt sich auf der Parrotia persica wohl. Die Blätter des Eisenholzbaums dienen ihm als Nahrung und er legt an den Wurzeln seine Eier ab. Die daraus schlüpfenden Larven greifen die Fein- und Hauptwurzeln der Parrotie an. Eine wirksame Methode, den Schädling zu beseitigen, ist der Einsatz von Fadenwürmern, den sogenannten Nematoden. Diese gelangen mit dem Gießwasser in die Erde, wo sie den Dickmaulrüssler und seine Larven schnell zum Absterben bringen.

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