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Eigenschaften

  • Bäume und Sträucher
  • ausdauernd, erreichen ein hohes Alter
  • trockenheitsveträglich, bedingt winterhart
  • schöne Früchte und Blüten, wertvolles Holz
  • Nutzpflanzen, seltene Zierpflanzen

Ölbäume

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Die Pflanzen der Gattung Ölbäume (bot. Olea) sind Bäume und manchmal Sträucher. Sie sind immergrün. Als bedecktsamige Blütenpflanzen sind sie Teil der Gruppe Euasteriden I in der Unterklasse Asteriden der Basisordnung Kerneudikotyledonen. Ihre Familie sind die Ölbaumgewächse (Oleaceae) in der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales).

Ölbäume entwickelten sich überwiegend in der Alten Welt. Je nach botanischer Ordnung sind vierzig bis fünfzig Arten bekannt. Wenige Arten sind seit dem vierten Jahrtausend vor Christi als Kulturpflanzen bekannt. In Europa wachsen die Pflanzen im Mittelmeergebiet. Rund zwanzig Baumarten oder Sträucher haben sich verbreitet. In Europa ist die wichtigste Art der Olivenbaum (Olea europaea). Einige Sorten dienen der landwirtschaftlichen Nutzung.

Blatt

Die Blätter bestehen aus Stiel und Blattspreite. Bei den meisten Arten sind die Blätter klein. Sie sind meistens schmal und ganzrandig, manchmal schmal lanzettlich, elliptisch oder langgezogen eiförmig. Die Blattspreiten laufen in eine langgezogene Spitze. Ihre Größe variiert von 5 bis zu 15 Millimeter Breite. Die Länge liegt zwischen zwei und zehn Zentimeter.

Ober- und Unterseiten sind meistens unterschiedlich. Oft ist die Blattoberseite grün oder graugrün. Die Blätter haben eine lederartige Beschaffenheit. Silbrig glänzende, manchmal graue Blattunterseiten sind mit kleinen Härchen besetzt. Es sind überwiegend Sternhaare oder verzweigte Schuppenhaare. Diese Haare reflektieren das Licht und setzen die Temperatur im Blatt herab. In der Unterseite von Blättern liegen Spaltöffnungen (Stomata). Über diese Poren reguliert die Pflanze ihren Wasserhaushalt. Durch die Sternhaare reduziert sich die Wasserabgabe. Die Länge des Blattstiels liegt zwischen zwei und fünf Millimeter. Die Blätter sind gegenständig angeordnet.

Blüte

Ölbäume haben zwittrige Blüten und sind manchmal eingeschlechtig. Sie haben eine doppelte Blütenhülle. Ihr Kelch besteht aus vier Kelchblättern in einer Länge von einem bis eineinhalb Millimeter. Vier Kronblätter sind miteinander verwachsen. Sie sind zweieinhalb bis vier Millimeter lang und bilden eine kurze, ein Millimeter lange Kronröhre. Vier elliptische, längliche Kronlappen sind frei. Ihre Länge beträgt einen oder drei Millimeter.
Die Blüten enthalten zwei Staubblätter und zwei Fruchtblätter. Die Blütenfarbe ist weißlich, cremegelb und hellgelb. Die Pflanzen bilden rispenartige Blütenstände. Sie sitzen endständig oder seitlich an den Zweigen. Die Hauptbestäubung übernimmt der Wind. Hauptblütezeit liegt in Europa zwischen April und Juni.

Frucht

Ölbäume entwickeln eine Steinfrucht. Sie ist ellipsenförmig bis kugelig. Ihre Länge variiert zwischen sieben Millimeter und vier Zentimeter. Der Durchmesser erreicht bis zu zwei Zentimeter. Die Frucht besteht aus einem harten Samen und weichem Fruchtfleisch. Je nach Sorte wechselt die grüne Farbe der Früchte während er Reifezeit zu violett, braun oder schwarz. Neben anderen Bestandteilen enthält sie Bitterstoffe.

Wuchs

Die Pflanzen sind immergrün und wachsen überwiegend als Bäume. Sie erreichen eine Höhe bis zu zwanzig Meter. Die Zweige sind leicht kantig. Ihre glatte Rinde ist in der Jugend graugrün. Im Alter erhält die Rinde tiefe Risse und es entsteht eine raue Borke. Alte Bäume sind knorrig. Alle jungen, oberirdischen Teile bedecken sich mit silbergrauen oder rostfarbenen Schuppen. Die Ölbäume wachsen durchweg langsam und erreichen ein hohes Alter. Bekannt sind Exemplare mit einem geschätzten Alter von 1.200 und 4.000 Jahren.

Standort

Ölbäume passen sich mit ihren Wurzeln an die Bodenbeschaffenheit an. Sie wachsen in steinig-felsigem Boden und bilden ein kurzes, weit ausgebreitetes Wurzelwerk. In tiefgründigen Böden oder auf lockeren Felsen entwickeln sie meterlange Wurzeln. Sie reichen bis zu sieben Meter in die Erde. Meistens liegen die Wurzeln in rund einem Meter Tiefe.

Verbreitung

Ölbäume haben sich in Europa, Asien und Afrika sowie in Australien und Neuseeland entwickelt. Die Arten des Olivenbaums stehen an ihren Ursprungsorten am Mittelmeer, zusammen mit Pistazien oder dem Johannisbrotbaum in Hartwaldformationen. Sie wachsen bis in 200 Meter Höhe. Manchmal sind spezifische Arten der Eichen und Kiefern Begleitpflanzen.
Es gibt Bestände in der Türkei, in der Ägäis und auf den Kanarischen Inseln. Andere Arten wachsen im Jemen oder in einer Region Ägyptens. Eine Art mit süßen bis sauren Früchten gedeiht auf Madagaskar, in Indien und in China. In Südamerika sind Ölbäume als Kulturpflanzen eingeführt. Die Verbreitung erfolgt an den Naturstandorten durch Vögel.

Nutzung

Um das Mittelmeer ist der Olivenbaum als Nutzbaum verbreitet. Angepflanzt sind Zuchtformen. Sie tragen größere Früchte und haben einen höheren Fruchtansatz. Ölivenöl und andere Produkte aus der Frucht haben einen großen Agraranteil in Spanien, Italien, Griechenland und der Türkei. In Frankreich und anderen Staaten um das Mittelmeer sind Oliven in kleinem Umfang in Kultur. Die Plantagen sind bestückt mit regionalen Sorten. Sie haben spezifische Eigenschaften. Die Bäume der Zuchtformen bleiben im Wuchs kleiner und sind zurückgeschnitten. Dadurch lassen sich die Früchte einfacher ernten. Einige Arten des Ölbaums wachsen in extrem trockenen Gebieten.
Die Blätter sind für Tee nutzbar. Das Holz dieser Bäume und Sträucher ist hart und hat eine goldbraune Farbe. Generell ist das zweifarbig gemaserte Holz der Olivenbäume ein gern genutztes Material für Möbel und Kunstgegenstände. Zusätzlich bieten die Pflanzen Inhaltsstoffe zur medizinischen Anwendung. Auch als Kübelpflanzen haben Ölbäume eine lange Tradition.

Pflege/Schnitt

Ölbäume stehen auf durchlässigem, sandig-lehmigem Boden. Sie benötigen Wärme und Sonne. Sie brauchen wenig Wasser. Außerhalb des Mittelmeerraums ist ein warmer, sonniger und möglichst geschützter Platz wichtig. Sie sind bedingt frosthart. In mildem Weinklima gedeihen Ölbäume in geschützter Lage im Freien. Frieren Triebenden in kalten Wintern zurück, treibt der Baum in der nächsten Saison neue Sprossen. Als Kübelpflanzen stehen sie im Sommer im Freien. Den Winter verbringen sie mit Winterschutz an einem geschützten und luftigen Platz. Ein kühles Gewächshaus oder Wintergarten sind ideal. Rückschnitte der Pflanzen sorgen für einen kompakten Wuchs.

Krankheiten/Schädlinge

Je nach Art haben Ölbäume mehr oder weniger viele Schädlinge. Junge Triebe sind bei Blattläusen beliebt. Die Olivenfruchtfliege befällt alle Früchte der Ölbäume. Ihre Maden verderben das Fruchtfleisch. Das Feuerbakterium, aus dem Weinanbau bekannt, befällt auch Olivenbäume. Betroffen sind überwiegend Olivenplantagen. Ein Forschungsansatz setzt auf die Stärkung der pflanzeneigenen Abwehr. Neue Züchtungen sind weniger anfällig für einen Befall. Ein Pilz und Bakterien bedrohen alle Arten der Ölbäume. Schildläuse sind bei Kübelpflanzen im Winter vorkommend.

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