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Eigenschaften

  • Frühblüher
  • dekorative Blüten
  • wintergrün
  • mehrjährig
  • anspruchslos

Nieswurz

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Die Pflanzengattung Nieswurz (Helleborus) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Auch unter den Bezeichnungen Christrose, Schneerose oder Lenzrose ist Nieswurz bekannt. Zu der Helleborusgattung zählen 15 bis 25 Arten, die von Europa und Kleinasien bis in Regionen in Zentralasien sowie China vorkommen.

Der deutsche Name Nieswurz bezieht sich auf das Pulver der zerriebenen unterirdischen Pflanzenteile, das Niesreize auslöst. Mit dem Pulver machten sich die Menschen früher die Nase frei, in der Hoffnung Krankheiten oder böse Geister aus dem Körper zu niesen.
Nieswurze sind krautige, ausdauernde und Rhizome bildende Pflanzen. Diese fungieren als Überdauerungsorgane. Zahlreiche Helleborusarten sind beliebte Zierpflanzen. In einigen Ländern wachsen sie verwildert. Fast alle Arten sind winterhart. Nieswurze sind Frühblüher. Sie erblühen im Winter oder im zeitigen Frühjahr. Äußerst beliebt ist die Lenzrose in unseren Breiten als dekorative Gartenpflanze. Ihre aparten schalenförmigen Blüten sehen Wildrosen ähnlich. Die wunderschönen Vorfrühlingsblüher sind mehrjährig und anspruchslos.

Blatt

Die Nieswurze haben langgestielte Blätter, die sich in Blattstiel und Blattspreite gliedern. Die dunkelgrünen Blätter wachsen aus den Rhizomen des Wurzelstocks heraus. Sie sind ledrig und robust. Oftmals ist die Blattspreite geteilt und der Blattrand einfach oder doppelt gesägt. Die immergrünen Laubblätter sind ganzjährig attraktiv.

Blüte

Helleborus-Pflanzen blühen von Februar bis Ende April. Der Blütenstand ragt über die Laubblätter hinaus und besteht aus einer oder mehreren Blüten. Oft hat die Pflanze ein straußartiges Aussehen. Die schalenförmigen Blüten haben fünf große Kelchblätter. Diese erreichen im Durchschnitt bis zu sechs Zentimeter Größe. Die Blütenfarben sind je nach Art unterschiedlich.
Es gibt rote, violette, gelbe weiße oder grünliche Kelchblätter. Die Anzahl der Kronblätter reicht von fünf bis 15 Stück. Jede Blüte weist 30 bis 60 Staubblätter und einige freistehende Fruchtblätter auf. Mit fortschreitender Blütezeit ändert sich die Farbe der Blütenblätter. Sie verblassen und nehmen einen grünlichen Farbton an. Teilweise sind die Blüten punktiert, gestreift oder gesprenkelt.

Frucht

Aus dem Fruchtknoten entwickeln sich nach der Blüte Balgfrüchte. Diese öffnen sich im Frühsommer und lassen die reifen Samen zu Boden fallen.

Wuchs

Nieswurze wachsen locker horstartig. Es handelt sich um krautige und ausdauernde Pflanzen mit Rhizomen. Die anspruchslosen Helleborus-Gewächse sind mehrjährig und werden bis zu 40 Zentimeter hoch.

Standort

Die Gattung der Nieswurze stellt wenige Ansprüche an den Standort oder den Boden. Sie gedeihen im lichten Schatten unter Sträuchern oder Bäumen und kommen auch mit sonnigen Plätzen gut zurecht. Der Untergrund sollte durchlässig, kalkhaltig und nicht zu trocken sein. Nieswurz eignen sich optimal für den Schattengarten. Auch in klassischen Staudenbeeten oder in größeren Pflanztrögen machen die Pflanzen eine gute Figur.

Verbreitung

Die Gattung Helleborus kommt in vielen Regionen auf der nördlichen Erdhalbkugel vor. Sie wächst wild in Nordgriechenland, in der West- und Nordtürkei, einige Arten kommen aus dem zentralen und westlichen Kaukasus. Auch in Zentralasien sowie in China gedeiht die Gattung Nieswurz.

Nutzung

Nieswurz findet in unseren Breiten als dekorative Vorfrühlingpflanze Verwendung. Die Pflanzen schmücken Gartenecken unter Bäumen, am Gehölzrand oder bilden in Staudenbeeten einen hinreißenden Anblick. In Kombination mit Storchenschnabel, Farnen, Silberkerze oder Frauenmantel ist die Nieswurz ein zauberhaftter Bewohner des Gartenbeetes.
Seit der Antike ist die Nieswurz ein bekanntes Heilmittel. Nieswurz steht bis heute in Kultur und findet in der naturnahen Medizin Verwendung bei unterschiedlichen Krankheiten oder als Abführmittel.

Pflege/Schnitt

Die Gattung Nieswurz ist anspruchslos und unkompliziert. Ein Rückschnitt der Pflanzen ist nicht notwendig. Der Gärtner schneidet lediglich die verblühten Triebe nach der Blüte oder bei Bedarf nach der Versamung ab. Das Laub ist ganzjährig dekorativ. Die Pflanzengattung ist langlebig und erfreut den Gärtner viele Jahre.

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