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Eigenschaften

  • einjährig bis ausdauernd
  • krautige Pflanzen, seltener Halbsträucher
  • 120 bis 175 Arten
  • wenig Pflegeaufwand
  • einzelne Blüten oder in Blütenständen

Mieren

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Die Pflanzengattung der Mieren (bot. Minuartia) gehört der Familie der Nelkengewächse an. Im Allgemeinen wirken die krautigen Pflanzen unscheinbar, gradlinig wachsend und sich an die Umgebung anpassend. Sie fügen sich optisch hervorragend in das Gesamtbild ein, wobei sie sowohl im Steingarten wie im typisch Grünen einen dezenten Blickfang ergeben.

Die hinreißend kleinen Blüten der Mieren erstrahlen abhängig von der jeweiligen Art in unterschiedlichen Farben. Dabei sind die Blüten ebenso wie die Laubblätter flächendeckend und hervorragend als Bodendecker einsetzbar. Arten der Mieren wachsen frei in der Natur und sind vor allem in Wäldern vorzufinden. Sie kämpfen sich durch die Laubdecke und hinterlassen einen bewachsenen Teppich aus Blüten und Blättern. Die verschiedenen Minuartia Arten sind einjährig bis ausdauernd. In den meisten Fällen handelt es sich um krautige Pflanzen, wobei sporadisch Halbsträucher vorkommen.

Blatt

Die Stängel der Mieren sind niedrig liegend, aufrecht oder aufsteigend. Jeder Stängel für sich steht einzeln. Dabei treten unter Umständen mehrere Stängel innerhalb eines Verbandes auf. Bestände von Stängeln sind aufrecht oder aufsteigend und miteinander verzweigt. Die Laubblätter der Mieren sind durch eine schmale Optik gekennzeichnet. Einige Arten verfügen über linealische oder schmale, lanzettliche Laubblätter. Die Blätter weisen eine oder drei Blattadern auf.

Blüte

Mieren-Arten verfügen über mehrere Blüten, die einzeln auftreten. Ebenfalls sind zymöse Blütenstände bekannt. Es handelt sich bei allen um zwittrige Blüten, die über eine doppelte Blütenhülle verfügen und fünfzählig sowie radiärsymmetrisch sind. Jede Blüte hat fünf Kelchblätter, die in den meisten Fällen trockenhäutig sind. Die Kelchblätter besitzen eine bis drei Nerven. Des Weiteren weisen die Blüten fünf Kronblätter auf, die vereinzelt rötlich, oftmals weiß erstrahlen. Vorne sind die Kronblätter abgerundet, sporadisch fallen sie verschmälert aus. Die Blüten haben ferner zwei Kreise mit jeweils fünf Staubblättern.

Frucht

Pflanzenarten der Gattung Mieren haben einen Fruchtknoten mit einer Kammer. Innerhalb dieses Fruchtknotens befinden sich vier Samenanlagen. Die enthaltenen Kapselfrüchte sind schmal und eiförmig oder eiförmig-zylindrisch. Sie öffnen sich mit drei Klappen. Die Samen sind nieren-, diskus- oder eiförmig.

Wuchs

Mieren sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Artenabhängig sind Mieren Halbsträucher. In der Regel sind sie niedrig wachsend und bodenkriechend. Im Allgemeinen vermehren sich Mieren schnell. Pro Jahr bilden sie mehrere tausend Samen, wodurch ein rasches Wachstum vonstatten geht. Die meisten Gärtner sagen den Mieren spätestens nach ein bis zwei Jahren den Kampf an. Dabei dienen Mieren hervorragend als Bodendecker und schützen den Boden aktiv vor dem Austrocknen.

Standort

Der optimale Standort der Miere ist individuell von den Bedürfnissen der jeweiligen Pflanzenart abhängig. Die Mannsschild-Miere gedeiht beispielsweise hervorragend auf feinerdehaltigen, steinigen Böden. Die Alpen-Frühlings-Miere bevorzugt kalkhaltigen Rasen oder Gesteinsflure. Die Felsen-Miere besiedelt bevorzugt trockene Felsspalten und die Klebrige Miere liebt Ödstellen an Wegen und Ackerrändern. Die Standorte der Pflanzengattung Mieren sind somit extrem unterschiedlich. Gemeinsam haben die unterschiedlichen Arten ihre Vorliebe für sonnige Plätze.

Verbreitung

Die unterschiedlichen Miere-Arten sind nahezu ausschließlich auf der Nordhalbkugel beheimatet. Dort breiten sie sich von der Arktis bis in die subtropischen Gebiete aus. Innerhalb der gemäßigten und der wärmeren Gebiete sind Mieren in Höhenstufen bis zu 3800 Metern anzutreffen, beispielsweise die Zwerg-Miere. Eine einzige Art der Mieren ist in Chile vorkommend.

Nutzung

Einen besonderen Nutzen haben Mieren nicht. In Steingärten dienen sie als Zierpflanzen. Kahle Stellen lassen sich mit Mieren effektiv und zügig abdecken. Innerhalb der Naturheilkunde lassen sich Auszüge einiger Mieren für homöopathische Arzneimittel nutzen.

Pflege/Schnitt

Mieren bedürfen keiner aufwendigen Pflege. Bei der Wahl des optimalen Standortes ist ein reges Wachstum zu erwarten.

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