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Eigenschaften

  • aromatische Früchte
  • sehr hartes Holz
  • robust und widerstandfähig
  • meist winterhart
  • medizinisch wirksam

Maulbeeren

Gattung Morus ab €11.10 kaufen
     
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Die Gattung Maulbeere oder Maulbeerbäume (Morus) gehört zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Die Gattung Morus umfasst zehn bis 15 Arten, von denen drei bei uns heimisch sind: Der Weiße Maulbeerbaum (Morus alba), der Rote Maulbeerbaum (Morus rubra) und der Schwarze Maulbeerbaum (Morus nigra).

Maulbeerbäume sind in Asien eine der ältesten Kulturpflanzen. Bereits in der Antike fanden sie Anerkennung für ihre medizinische Wirksamkeit, weshalb sie zu diesem Zeitpunkt bereits kultiviert wurden. Ein typisches Kennzeichen für Vertreter dieser Gattung ist die gräulich bis bräunliche Rinde und der weiße Pflanzensaft.

Blatt

Die Blätter der Maulbeeren sind Lindenblättern ähnlich. Sie sind herz- oder eiförmig, kurz gestielt und glatt bis glänzend, seltener oberseitig rau. Die Blattspreite weist eine Länge von bis zu zehn Zentimetern gezähnte Ränder auf. Die hell bis dunkelgrünen Blätter tragen oft unterseitig einen Flaum. Die Zweige der Morus Gattung sind schlank und tragen feine Härchen. Die Form der Blätter variiert je nach Art, teilweise sogar am selben Baum.

Blüte

Maulbeerbäume sind einhäusig (monözisch), seltener zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Sie weisen vierzählige Blüten auf, die rispig oder ährig stehen. Einige Arten bilden kleine Einzelblüten aus, die von Hochblättern umgeben sind und eine Scheinblüte ergeben (Pseudanthium).

Frucht

Das Aussehen der Maulbeer-Früchte variiert stark nach Art. Sie ähneln in ihrer Form Brombeeren, sind aber kleiner. Die farbliche Ausprägung zieht sich von Weiß über gelbrot bis purpurfarben und tiefschwarz.

Wuchs

Maulbeeren wachsen einstämmig oder mehrstämmig als Bäume oder Sträucher und erreichen eine Wuchshöhe von bis zu 15 Metern. Die Pflanzen sind sommergrün und wachsen langsam. Die Krone weist teilweise eine gedrungene, breit gewölbte Form auf (Morus nigra) Die weiße Maulbeere wächst in Deutschland als Strauch.

Standort

Maulbeerenbäume stehen nicht gerne dicht beieinander, da sie Raum zum Wachsen brauchen. Sie vertragen sich mit allen anderen Pflanzen. Das macht sie zu unkomplizierten Nachbarn. Maulbeerbäume bevorzugen einen halbschattigen bis sonnigen Standort. Im Vollschatten gedeihen sie nicht. An den Boden stellen Maulbeerbäume wenige Ansprüche. Sie vertragen durchlässige, sandige und lockere Böden mit einem hohen Kalkanteil am besten. Böden, die zu Staunässe neigen oder viel Torf enthalten eignen sich nicht.

Verbreitung

Maulbeeren stammen vorwiegend aus dem asiatischen Raum und aus den subtropischen Klimazonen auf der Nordhalbkugel mit Ausnahme des europäischen Raums. Ihr häufigstes Vorkommen weisen sie in Indien, China, Thailand, Nepal, Bhutan, Indonesien, Kambodscha, Myanmar, Korea, Taiwan und Japan auf. Vertreter der Art Morus mesozygia wachsen im südlichen und tropischen Afrika. Die Rote Maulbeere stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten und Kanada und wächst wie die Schwarze und Weiße Maulbeere in kultivierter Form in Europa. Die Morus celtidifolia kommt vielfach im südamerikanischen Raum (Mexiko, Bolivien, El Salvador, Guatemala, Honduras, Peru und Ecuador) vor.

Nutzung

Die Vertreter der Gattung Morus bieten einen Nutzen für unterschiedliche Zwecke. Maulbeerbäume sind hervorragende Holzlieferanten. Der Weiße Maulbeerbaum (Morus alba) liefert extrem hartes und widerstandsfähiges Holz, das der Herstellung von Möbeln, Musikinstrumenten und Weinfässern dient. Das Holz der Maulbeerbaum-Arten erfreut sich großer Beliebtheit aufgrund der Eigenschaft, dass es sich gut polieren lässt. Die Fasern aus der Rinde der Pflanzen haben einen hohen wirtschaftlichen Nutzen für die Herstellung hochwertigen Papiers. Die Früchte einiger Arten von Maulbeerbäumen sind für Menschen essbar. Dazu gehören die drei Arten Weißer Maulbeerbaum, Roter Maulbeerbaum, Schwarzer Maulbeerbaum. Maulbeeren sind saftig und haben einen süßlichen Geschmack. Die roten und schwarzen Früchte sind aromatisch, die weiße Maulbeere ist schwächer im Geschmack. Maulbeeren haben keinen wirtschaftlichen Wert, da sie als Marktobst, aufgrund ihrer schnellen Verderblichkeit, keinen Absatz bieten. In getrockneter Form findet die Maulbeere in Deutschland fortschreitend Anhänger. Sie finden Verwendung in Müslis oder als Snack. Ihr Geschmack ähnelt dem der Rosinen. Zu Saft verarbeitet, bekommen Maulbeeren wachsende Aufmerksamkeit. Der Geschmack gilt als ausgefallen, da er wie Brombeersaft schmeckt, jedoch vergleichsweise wenig Säure hat und zudem ein leichtes Rosenaroma aufweist. In der traditionellen chinesischen Medizin dient der Saft der Maulbeeren zum Regulieren des Cholesterin- und Blutzuckerspiegels sowie als Schleimlöser.

Die Blätter des Maulbeerbaums finden Verwendung als Basis für medizinische Anwendungen. Sie bereichern viele medizinische Teesorten oder Aufgüsse. Der Wirkstoff in den Blättern gilt als entzündungshemmend. Zudem regulieren Maulbeer-Tees die Verdauung und optimieren den Wasserhaushalt des menschlichen Körpers. Die Blätter der Maulbeerbäume, insbesondere die des Morus alba, dienten bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts der Zucht von Seidenspinner-Raupen. Dadurch hatten Maulbeerbäume zu diesem Zeitpunkt für die Seiden-Produktion eine wirtschaftliche Bewandtnis.

Maulbeerbäume wachsen an heimischen Straßen häufig in Form von Alleen als Ziergehölze. Sie stehen auf Marktplätzen oder Schulhöfen, da die Früchte nicht giftig sind. Hohe Anerkennung findet der Weiße Maulbeerbaum, der in Parks das Landschaftsbild verschönert. Die Schwarze Maulbeere ist weniger winterhart als die Weiße Maulbeere. Zudem verdrecken die stark färbenden Früchte naheliegende Wege und Straßen.

Pflege/Schnitt

Pflanzen aus der Gattung der Maulbeerbäume fordern wenig Pflege ein. In den Sommermonaten brauchen Maulbeerbäume viel Wasser. Um optimales Wachstum und eine gute Ernte zu ermöglichen, benötigen Maulbeerbäume in der warmen Jahreszeit regelmäßige Wässerungen. Auch in den Wintermonaten ist darauf zu achten. Stehen Maulbeerbäume auf nährstoffreichem Boden, benötigen sie wenig zusätzlichen Dünger.

Soll der Baum gut gedeihen, empfiehlt sich in der Wachstumsphase, ab Frühjahr bis Ende des Sommers, eine wöchentliche Gabe von einer kleinen Menge Flüssigdünger. Beim Einpflanzen freuen Maulbeerbäume sich über Komposterde, die einen guten Start für das Wachsen und Gedeihen der Bäume bietet. Vertreter der Gattung Morus brauchen keinen regelmäßigen Schnitt. Beim Kultivieren in Pflanzenkübeln oder um ein allzu ausladendes Wachstum zu verhindern, vertragen die Bäume einen Schnitt. In diesem Fall entfernt der Gärtner die Triebe, die schwach sind oder zu dicht beieinander stehen. Der Schnitt ist im Frühling vor der Blüte am verträglichsten.

Viele Arten der Gattung sind winterhart. Einige Arten benötigen einen Winterschutz aus Reisig oder eine Abdeckung. Kübelpflanzen überwintern am besten direkt am Haus.

Krankheiten/Schädlinge

Maulbeerbäume weisen keine vermehrte Anfälligkeit für Krankheiten auf. Sie gelten als robuste und gesunde Gattung. In der Blütezeit kommt Wurmbefall vor, da die Pflanzen in diesem Zeitraum empfindlicher sind. Ein Wurmbefall führt zu Schäden in der Fruchtbildung und in der Folge zu Missernten. Vorbeugend ist, vor der Blüte, eine Insektizid-Behandlung zu empfehlen. Seltener befällt Mehltau die Maulbeerbäume. Er richtet keinen gewichtigen Schaden an.

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