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Eigenschaften

  • Frühjahrsblüher mit einzigartigen Blüten
  • Farbspektrum umfasst blau, weiß, rosa und gelb
  • ideale Pflanzen für Mauern und Pflasterritzen
  • äußerst pflegeleichte Gewächse
  • für verschiedene Standorte geeignet

Lerchensporne

Gattung Corydalis ab €4.10 kaufen
     
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Lerchensporne (bot. Corydalis) zählen zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Innerhalb der Gattung sind zwischen 300 und 400 Arten beschrieben. Der Gattungsname ist an das griechische Wort Korydos angelehnt, das sich mit Haubenlerche übersetzen lässt.

Oft geraten die zierlichen Frühjahrsblüher in den Hintergrund. Doch wer sich die Gewächse genauer anschaut, der bekommt den sinnlichen Duft und die anmutige Erscheinung nicht mehr aus den Gedanken. Lerchensporne sind dankbare Pflanzen, die den Übergang vom Frühjahr zum Sommer einläuten. Sie blühen in den schönsten Frühlingsfarben, die Lust auf den Sommer machen. Ein wahres Gemälde entsteht durch die wunderschönen Blüten, die sich mit den Blattwerk ein Duell der Schönheit liefern. Ihre vielseitige Anwendbarkeit macht sie unglaublich attraktiv. Sie verschönern so manche dunkle Ecke im Garten und lassen triste Mauersteine bunter aussehen. Sie locken Wildbienen mit langen Rüsseln an, denn der Nektar liegt tief in der Blüte versteckt. Es ist ein schönes Schauspiel, das Lust auf mehr macht.

Blatt

Lerchensporne entwickeln einfache oder zusammengesetzte Laubblätter. Die zusammengesetzten Blätter sind tief zwei- bis sechsfach gefiedert oder gelappt. Die zarten Blätter fassen sich weich an. Sie sind in verschiedene Grüntöne eingefärbt. Die Pflanzen entwickeln Stängel- und Grundblätter mit einem glatten Blattrand. Unterhalb der achselständigen Blütenstände sitzen Tragblätter, die in ihrer Form den Laubblättern ähneln.

Blüte

Die Lerchensporne entwickeln Blütenstände in rispiger oder traubiger Anordnung. Sie stehen in den Achseln von Tragblättern oder am Ende des Sprosses. Die Einzelblüten sind zwittrig aufgebaut. Ihre Form ist spiegelsymmetrisch. Lerchenspornblüten haben zwei kleine Kelchblätter, die bei einigen Arten früh abfallen. Die vier Kronblätter stehen in zwei Kreisen. Sie sind im unteren Bereich miteinander verwachsen, oder stehen frei. Die zwei innen stehenden Kronblätter sind an der Spitze miteinander verbunden. Am Grund der Blüte sitzt ein vom oberen Kronblatt gebildeter, auffallend langer Sporn. Die Blüten erstrahlen in prachtvollen Farbtönen. Sie blühen blau, weiß, gelb oder violett. Ihre Blütezeit erstreckt sich artabhängig von März bis Mai.

Frucht

Lerchensporne tragen nach der Blüte eine schotenförmige Kapselfrucht, aus einer Kammer bestehend. Die Kapsel öffnet sich mit zwei Klappen und entlässt zahlreiche Samen. Ihre Oberfläche glänzt schwarz. Die Samen besitzen ein weißes Anhängsel. Es ist ölhaltig und dient als Futterkörper für Ameisen, die für die Verbreitung der kugelrunden Samen zuständig sind. Im Boden kommt es zu einer Nachreifung der Samen, bis sie Keime bilden und neue Pflanzen entwickeln.

Wuchs

Die Arten der Gattung Corydalis wachsen als einjährige und mehrjährige krautige Pflanzen. Die mehrjährigen Arten überdauern den Winter mit unterirdischen Rhizomen, Knollen oder Pfahlwurzeln. Die Sprossachse ist einfach oder verzweigt. Sie wachsen aufrecht oder kriechend. Unter den Lerchenspornen gibt es Zwergformen, die in alpinen Regionen wachsen. Arten des Tieflandes wachsen polsterbildend auf dem Boden oder suchen sich Nischen und Fugen an sonst lebensfeindlichen Orten. Es gibt rankende Arten und solche, die mehr als einen Meter hoch wachsen. Kultivierte Arten erreichen Wuchshöhen zwischen 10 und 40 Zentimeter. Corydalis ophiocarpa und Corydalis scouleri sind Arten, die mit einer Höhe zwischen 75 und 120 Zentimeter beeindrucken.

Standort

Der Großteil der verschiedenen Arten und Sorten fühlt sich auf humusreichem und gut durchlässigem Boden wohl. Die Lerchensporne bevorzugen halbschattige Standorte. Vertreter wie der Blaue Lerchensporn (Corydalis elata) und der Gelbe Lerchensporn (Corydalis lutea) gedeihen im Schatten. Der gelb blühende Vertreter punktet durch eine hohe Anpassungsfähigkeit. Ebenso unterschiedlich wie die Anforderungen an das Licht, sind die Ansprüche an den Boden. Einige Arten bevorzugen einen frischen Boden, während andere Vertreter besser auf trockenen Substraten gedeihen. Manche Lerchensporne bevorzugen einen leicht humosen und nährstoffreichen Boden.

Verbreitung

Lerchensporne haben die gemäßigten Zonen auf der Nordhalbkugel für sich entdeckt. In Mitteleuropa gedeihen sie im Unterwuchs von Laubwäldern zwischen anderen krautigen Pflanzen. Auf dem amerikanischen Kontinent erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet von Alaska über Kanada bis in die USA und nach Mexiko. Sie kommen in Südafrika und in Asien vor. Einige Lerchenspornarten haben Höhenlagen bis zu 5.700 Meter für sich erobert. Die extremen Verbreitungsgebiete liegen im Kaukasus, im Altai und im Himalaya.

Nutzung

Ideal für die Unterpflanzung von Laubbäumen und kleineren Sträuchern sind Lerchensporne, die feuchte und halbschattige bis schattige Standorte benötigen. An diesem Platz verbringen die Knollenpflanzen eine ungestörte Sommerruhe. In größeren Beständen sorgen die Gewächse für ein prachtvolles Blütenmeer in einer sonst eintönig erscheinenden Umgebung. Einige Arten sind ideale Mauerbegrüner und werten manche Pflasterritze optisch auf. Lerchensporne trotzdem den trocken-heißen Temperaturen an Hausmauern. In Topfarrangements macht das frischgrün austreibende Laub eine gute Figur.

Lerchensporne harmonieren perfekt mit anderen Frühlingsblühern. Ideal sind Lenzrosen (Helleborus Orientalis-Hybriden), Leberblümchen (Hepatica) oder Lungenkräuter (Pulmonaria). Violette Veilchen bilden einen ästhetischen Kontrast zu weiß blühenden Lerchenspornen. Diese Kombination sorgt zudem für ein sinnliches Duftspiel. Osterglocken vertragen sich gut mit Lerchenspornen. Zieht sich der Lerchensporn nach seiner Blüte zurück, entsteht eine Lücke im Blütenmeer. Um diese zu schließen, eignen sich Prachtspieren (Astilben) oder Funkien (Hosta).

Pflege/Schnitt

Lerchensporne sind extrem pflegeleicht. Bei zu starker Ausbreitung ist eine Auslichtung des Bestands möglich. Damit sich die Pflanzen nicht unkontrolliert selbst ausbreiten, empfiehlt sich das Entfernen der verwelkten Blüten vor der Samenreife. Ein Schnitt erfolgt nach dem vollständigen Absterben der oberirdischen Pflanzenteile.
Ob das Gießen notwendig ist, richtet sich nach den Ansprüchen der jeweiligen Art. Lerchensporne der feuchteren Standorte bedanken sich in lang anhaltenden Trockenperioden über eine zusätzliche Wassergabe. Sie wachsen oft auf nährstoffreicherem Substrat und vertragen im Sommer einen Dünger für Zwiebelpflanzen. Den Winter überstehen die Knollen im Boden mit einer zusätzlichen Schicht aus Laub und Tannenwedeln ohne Schaden zu nehmen.

Krankheiten/Schädlinge

Corydalis-Arten erkranken bei zu viel Feuchtigkeit im Boden an Wurzelfäule. Unter ungünstigen Bedingungen breitet sie sich auf die Sprossbasis aus. Das grüne Blattwerk ist eine gern genutzte Nahrungsquelle für Schnecken. Sie verursachen teilweise starke Fraßschäden an den grünen Pflanzenteilen. Gegenüber Pilzerkrankungen und Schädlingen zeigen sich die Pflanzen unempfindlich. Das macht die Lerchensporne zu beliebten Frühjahrsblühern.

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