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Eigenschaften

  • immergrüner Strauch oder kleiner Baum
  • sonnenhungrige Kurztagspflanzen
  • duftende Blätter
  • viele einfache Blüten
  • Zierpflanze, Heilpflanze

Leptospermum

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Leptospermum wachsen als immergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Sie fallen durch ihre vielen kleinen Blüten auf. Die Pflanzen bilden eine Gattung in der Familie der Myrtengewächse (bot. Myrtaceae), die der Ordnung der Myrtenartigen (Myrtales) angehören.

Aktuelle botanische Systematiken enthalten zwischen 84 und 87 Arten Leptospermum. Wissenschaftlich beschrieben und eingeordnet findet sich die Gattung nach ihrer Typusart Leptospermum scoparium. Bereits 1776 nahmen die Naturwissenschaftler Johann und Georg Forster Leptospermum in ihr botanisches Werk auf. Sie begleiteten James Cook auf seiner zweiten Südseereise. In Mitteleuropa sind Leptospermum erst seit rund 25 Jahren als Zierpflanzen bekannt. Sie begeistern mit ihrer üppigen Blütenpracht.

Blatt

Laubblätter der Leptospermum gliedern sich überwiegend in Stiel und Blattspreite. Die Blattspreiten sind klein bis mittelgroß, oval oder schmal und ganzrandig. Sie sind gegenständig angeordnet. Manche Blätter sitzen direkt auf, manche stehen auf kurzen Stielen und haben Nebenblätter. Nebenblätter sind kleine, blattähnliche Auswüchse am Ende des Blattstiels. Die Blattspreiten sind weitgehend lederartig. Typisch für die Arten ist der aromatische Duft ihrer Blätter, der beim Zerreiben entsteht.

Blüte

Fünf Kelchblätter, fünf Kronblätter und zwischen zwei und 55 Staubblätter ordnen sich um eine zentrale Mitte. Die Blüten sind radiärsymmetrisch. Bis zu zwölf Fruchtblätter verwachsen zu einem unterständigen Fruchtknoten. Die Blüten sind zwittrig, sie verfügen gleichzeitig über männliche und weibliche Organe. Rein männliche Blüten kommen ebenfalls vor. Leptospermum entwickeln kleine und lange haltbare Blüten. Ihre Kronblätter sind weiß, rosa oder pink. Die Blüten stehen oft einzeln, manchmal zu dritt in den Blattachseln. Einige Arten entwickeln ihre Blüten am Ende von Seitenzweigen. Die Blütezeit beginnt teilweise im Januar und endet im Juli. Insekten oder Vögel übertragen die Blütenpollen.

Frucht

Aus den Fruchtknoten entstehen trockene Kapselfrüchte. Sie brechen an fünf Nähten auf und geben wenige oder viele reife Samen frei. Die Samen sind klein und leicht und verbreiten sich gut durch den Wind. Wegen der Samen erhielten die Pflanzen ihren botanischen Namen. Leptos bedeutet dünn und sperma steht für Samen.

Wuchs

Leptospermum entwickeln dichte, gut verzweigte Sträucher oder kleine Bäume. Junge Triebe sind in einigen Fällen behaart. Die Rinde ist an den jungen Zweigen glatt, an älteren Zweigen teilweise rau und schuppig. An einigen Arten entsteht eine papierartige Rinde. Die Arten sind Kurztagspflanzen. An kurzen, warmen und sonnigen Tagen entwickeln sie die Blütenknospen und entfalten die Blüten. Die Blütenfülle mancher Arten überdeckt Blätter und Zweige. Warme und lange Tage fördern das Längenwachstum der Pflanzen. Sie sind bis minus fünf Grad Celsius frosthart.

Standort

Wichtig ist feuchte, jedoch nicht nasse Erde. Die Pflanzen gedeihen in Boden aus Sand, Lehm und Humus. Leptospermum meiden kalkhaltige Plätze. Sie benötigen wenige Nährstoffe, jedoch warme Lagen mit viel Sonne. Leptospermum wachsen an offenen Standorten am Rand von Wäldern. Sie stehen in Flusstälern und an Berghängen bis in alpine Regionen. Einzelne Arten gedeihen an der Vegetationsgrenze.

Verbreitung

Die Arten der Gattung sind hauptsächlich in Australien heimisch. Schwerpunkte der Vegetation liegen im Süden und Südwesten Australiens. In der Region rund um Perth wachsen mehrere Arten. Eine Art ist in Tasmanien verbreitet. Zwei Arten kommen in Malaysia vor und in Neuseeland ist eine endemische Art zu Hause.

Nutzung

Die Blätter der neuseeländischen Art dienen traditionell für Tees. Die Maori nennen das einheimische Leptospermum Manuka. Aus Zweigen, Blättern und Blüten entsteht durch Wasserdampfdestillation Öl. Es ist Bestandteil medizinischer Produkte, die adstringierend und antibakteriell sind oder sich zur speziellen Hautpflege anbieten. Manukahonig besitzt ebenfalls antibakterielle Eigenschaften.
Aus einigen Arten von Leptospermum entstanden Zuchtformen. Ihre Blüten sind größer, die Farben leuchtend und einzelne Sorten weisen gefüllte Blüten auf. Sie sind in Mitteleuropa weitgehend zierende Kübelpflanzen.

Pflege/Schnitt

Rund um das Mittelmeer oder in sehr milden Klimazonen Mitteleuropas wachsen Sorten von Leptospermum an geschützten Plätzen im Freien. Überwiegend gedeihen sie als Kübelpflanzen. Das Pflanzgefäß darf nur wenige Zentimeter größer als der Wurzelballen sein.

Die Pflanzen stehen im Sommer an der sonnigsten Stelle im Freien. Im Spätherbst beziehen sie ein luftiges und kühles Winterquartier. Als immergrüne Sträucher benötigen sie einen hellen Standort. Einzelne Arten blühen ab Januar. Der Wurzelballen darf nicht austrocknen und etwas Dünger ist in den Wintermonaten notwendig. Ideal ist ein kühler Wintergarten. Nach der Blüte eingekürzte junge Zweige sorgen für ein kompaktes Aussehen der Pflanzen. Ältere Zweige vertragen keinen Schnitt.

Krankheiten/Schädlinge

Pflanzen kümmern an schattigen Stellen. Bei nasser Erde faulen die Wurzeln. Ein luftiges und nicht zu trockenes Winterquartier verhindert Spinnmilben.

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