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Eigenschaften

  • polsterartiger Wuchs
  • beerenartige Steinfrüchte
  • rötliche Blüten
  • immergrün
  • mehrjährig

Krähenbeeren

Gattung Empetrum ab €0.00 kaufen
     
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Die Gattung der Krähenbeeren (bot. Empetrum) umfasst Zwergsträucher mit nadelartigen Laubblättern. Sie gehören zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Früher galten sie als eigenständige Familie der Krähenbeerengewächse (Empetraceae). Die Empetrum-Pflanzen gliedern sich in wenige Arten. Biologen unterscheiden rund fünf Krähenbeeren-Arten mit Unterarten. Die Sträucher duften würzig.

Der botanische Name Empetrum stammt aus dem Altgriechischen und weist auf die frühere medizinische Bedeutung von Empetrum-Kräutern als Mittel gegen Blasensteine hin. Der Name Krähenbeere leitet sich durch die Verbreitung der Pflanzen durch Krähen ab. Diese fressen die Beeren und scheiden die Samen an anderer Stelle aus. Die mattenartig wachsenden Sträucher kommen in zirkumpolaren Regionen weltweit vor.

Blatt

Krähenbeeren verfügen über nadelartige Blätter. Diese werden rund einen halben Zentimeter lang und zwei Millimeter breit. Sie sind quirlig oder nadelförmig angeordnet. Bei einigen Arten sind die Blattränder eingerollt. Die nadelartigen Blätter sind weich und hellgrün bis grün.

Blüte

Die Zwergsträucher sind ein- oder zweihäusig. Die Pflanzen bilden artabhängig zwischen April und Mai oder von Juli bis September kleine unscheinbare rote Blüten. Diese stehen in Blütenständen mit bis zu drei Blüten. Sie verfügten über drei bis sechs Blütenhüllblätter. Bei den männlichen Blüten kommen bis zu sechs Staubblätter vor. Weibliche Blüten sind durch einen oberständigen Fruchtknoten erkennbar. Die Narbe ist bis zu neunlappig.

Frucht

Nach der Blütezeit bilden sich an den Zweigen der Krähenbeeren im Herbst einsamige Steinfrüchte. Sie sind beerenartig und erbsengroß. Die Farbe ist rot oder dunkelblau bis schwarz. Die Früchte sind essbar und schmecken säuerlich.

Wuchs

Die Krähenbeeren sind aufrecht wachsende, immergrüne Zwergsträucher. Die ausdauernd wachsenden Gehölze bilden rasenartige, bodendeckende Matten und werden je nach Art 16 bis 50 Zentimeter hoch. Die Sträucher sind winterhart und überdauern mehrere Jahrzehnte. Sie bilden teilweise große Heideflächen.

Standort

Krähenbeeren benötigen einen torfigen, leicht feuchten und sauren Untergrund. Sie bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte und kommen in Moorheiden, an Hochmoorrändern oder in Sandheiden vor. Dazu zählen die Dünengebiete in Küstennähe. Einige Arten tolerieren kalkhaltige Böden und gedeihen in den Alpen. Dort kommen die Sträucher bis in Höhen von über 2.300 Metern vor.

Verbreitung

Die Gattung der Empetrum-Pflanzen ist in nördlichen gemäßigten Zonen heimisch. Auch in den Anden Südamerikas ist sie zu Hause. Außerdem gibt es Krähenbeeren-Vorkommen auf den südlich gelegenen Atlantikinseln, wie den Falklandinseln oder auf Tristan da Cunha.

Sie besetzen generell Naturräume, in denen aufgrund des kalten Klimas oder des sauren, torfhaltigen Bodens kein Waldwuchs stattfindet. Dies sind meist Tundrengebiete in Eurasien, wie beispielsweise in Sibirien, Kamtschatka, Skandinavien, auf Island oder Grönland sowie in Nordamerika. Kleinere Vorkommen gibt es in Patagonien bis nach Feuerland. Auch in Ostasien, wie der Mongolei, Korea und Japan kommen Krähenbeeren vor.

Die Schwarze Krähenbeere gedeiht in Deutschland in den Dünengebieten der Nord- und Ostsee sowie in den Mittelgebirgen. Hier ist sie in der Eifel, in der Rhön, im Harz, im Thüringer Wald sowie im Bayerischen Wald zu finden.

Nutzung

Die Steinfrüchte enthalten viel Vitamin C. Vor allem die Schwarzen Krähenbeeren sind in einigen Regionen beliebt. Sie lassen sich wie Blaubeeren zu Kompott verarbeiten und aufgrund ihrer blauen Farbe ergänzend zu Blaubeersäften als Farbmittel eingesetzen. Auch in südamerikanischen Regionen sind die Früchte der Krähenbeeren beliebt. Sie sind roh genießbar. In Norwegen finden die Früchte zur Herstellung von Wein Verwendung. Die Beeren spielen seit jeher in der Volksmedizin, aufgrund ihres Vitamin-C-Gehalts und wegen der enthaltenen Gerbstoffe, eine Rolle. Bei den Eskimos oder Samis gelten sie als Delikatesse.

Krähenbeeren sind genügsam und dekorativ. Besonders mit Heidekrautgewächsen lassen sich die immergrünen Sträucher kombinieren. Sie eignen sich als Bodendecker oder schmücken Balkonkästen, Pflanzkübel und Grabstätten.

Pflege/Schnitt

Ein Rückschnitt ist nicht notwendig. Allerdings lässt er sich aus dekorativen Gründen durchführen.

Krankheiten/Schädlinge

Die Gattung der Krähenbeeren ist robust. Anfälligkeiten gegenüber bestimmten Krankheiten oder Schädlingen sind nicht bekannt.

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