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Eigenschaften

  • filigrane, einjährige Blütenpflanzen
  • pflegeleicht, leicht vermehrbar
  • hohe und niedrige Arten und Sorten
  • mehrere Monate blühend
  • Bienen- und Schmetterlingspflanzen

Kosmeen

Gattung Cosmos ab €0.00 kaufen
     
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Kosmeen (bot. Cosmos) sind blühende Pflanzen und bilden eine Gattung in der umfangreichen Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ihre 26 Arten wachsen überwiegend als einjährige krautige Pflanzen und stammen aus tropischen und subtropischen Regionen der Neuen Welt. Kosmeen gehören in die vielgestaltige Ordnung der Asternartigen (Asterales).

Einige Arten sind aus Ziergärten ausgewildert. Sie verbreiten sich über ihre Samen schnell und sind unter anderem in den südlichen USA in die heimische Flora eingewandert. Vier ursprüngliche Arten stammen aus Nordamerika und sind teilweise in Kultur. In Mittelamerika haben wenige mehrjährige Arten Zierwert für Gärten. In Europa stehen einjährige Arten und Züchtformen im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich im Mittelpunkt.

Blatt

Die Pflanzen haben Laubblätter mit einem kurzen, häufiger einen Zentimeter langen Stiel. Manche Blattstiele sind kürzer, sodass die Blätter fast am Stängel aufsitzen. In einigen Fällen ist der Blattstiel geflügelt. Das Blatt hat eine Gesamtlänge zwischen fünf und 15 Zentimeter. Meitens ist es zwei- oder dreifach gefiedert. Seine Teilblätter haben eine linealische, fadenförmige und schmale Form mit einer Breite zwischen einem halben bis einem Millimeter. Ausnahmefälle von rund zwei Millimetern kommen vor. Die Blattränder sind glatt und die Blattspitzen der Teilblätter sind verhärtet und mäßig spitz.

Blüte

Die Pflanzen tragen körbchenförmige Blüten. Sie fallen durch ihre Größe von fünf bis sieben Zentimetern, in Sonderfällen bis acht Zentimeter, auf. Sie setzen sich aus acht Zungen- und bis zu 20 Röhrenblüten zusammen. Diese sind von inneren und äußeren Hüllblättern mit ovalen, lanzettlichen bis schwanzähnlichen Formen umgeben. Die Breite der äußeren Hüllblätter beträgt drei bis fünf oder sechs Millimeter.

Ihre Länge liegt zwischen sieben und zwölf Millimetern. Sie wirken durchscheinend, zeigen viele schwarze Streifen und besitzen eine bewimperte Spitze. Zwischen den Röhrenblüten fallen die Spreublätter, also trockene Trageblätter, mit gelben Spitzen auf. Als äußeren Kranz besitzen die Körbchen acht, umgekehrt eiförmige Zungenblüten. Sie sind zwei bis maximal vier Zentimeter lang und bis zu zweieinhalb Zentimeter breit. Auffällig sind ihre drei stumpfen und welligen Zähne an der Blattspitze.

Die Blütenstände sitzen einzeln oder als Schirmtraube auf langen Blütenstielen. Das Farbenspektrum reicht von Weiß über Rosa bis Violett. Das flache Körbchen ist gelb bis goldgelb und seltener orangefarben. An der Blattbasis entstehen bei einigen Arten bläuliche Flecken. Kosmeen blühen in Mitteleuropa vom Sommer bis zum Herbst. Die Körbchen oder flachen Schalen bieten Insekten einen einladenden Landeplatz und sind für Bienen und Schmetterlinge beliebte Nahrungsquellen.

Frucht

Die Pflanzen entwickeln kleine Nussfrüchte, die Achänen. Sie sind dunkel, meistens schwarz gefärbt mit einer glatten oder mit kurzen Borsten besetzten Oberfläche. Alle sind linealisch oder spindelförmig. Die Größe der Früchte entwickelt sich unterschiedlich, je nach ihrer Anordnung im Körbchen. Äußere Achänen haben einen schnabelartigen Fortsatz und eine Länge bis zu rund zwei Millimeter. Die inneren Achänen wachsen bis zu zehn Millimeter mit einem deutlich ausgeprägten, gelben Schnabel. Bei vielen Arten sitzen bis zu drei kurze Borsten mit Widerhaken auf. Kosmeen verbreiten sich leicht durch den Wind oder als Aufsitzer durch Tiere.

Wuchs

Die Stängel der Kosmeen stehen aufrecht oder kriechen und sie sind mäßig bis stark verzweigt oder komplett unverzweigt. Je nach Art wachsen Kosmeen 30 Zentimeter oder bis zu zweieinhalb Meter hoch. Blütenstängel tragen Trichome (Haare), die oft an ihrer Spitze aufgespalten sind. Die Haare bilden einen feinen Pelz oder stehen vereinzelt in größerem Abstand zueinander. Völlig unbehaarte Arten kommen ebenfalls vor. Ausdauernde Kosmeen bilden als Überdauerungsorgane überwiegend Rhizome. Aus den Triebaugen entwickeln sich neue Pflanzen. Dadurch verbreiten sich einige Arten teppichartig.

Standort

Kosmeen benötigen viel Sonne, am besten mehrere Stunden pro Tag. Trockene, warme Standorte und durchlässige Böden befördern ihr Wachstum. Auf mageren, teilweise sandigen oder steinigen Böden entwickeln Kosmeen einen dichten Bestand mit üppiger Blüte.

Verbreitung

Das hauptsächliche Vorkommen der Kosmeen liegt in Mexiko. Hier ist die überwiegende Anzahl der Arten heimisch. Einige Arten sind als Zierpflanzen über fast alle Kontinente verbreitet.

Nutzung

Kosmeen sind als Zierpflanzen in Privatgärten und öffentlichen Anlagen beliebt. Sie schmücken problemlos Pflanzgefäße und sind stadtfest. Kosmeen sind eine filigrane und lang blühende Zierde auf Balkon und Terrasse oder an Ruheplätzen in der Stadt. In Mitteleuropa sind einjährige Arten und Zuchtformen beliebt. Die Pflanzen blühen in Trockenrasen bis in die späten Sommermonate. Ihre einfachen, schmückenden Blütenstände haben den Kosmeen den Namen Schmuckkörbchen eingebracht. Höhere Arten bilden Gruppen in Rabatten oder liefern Schnittblumen. Niedrige Arten und Sorten sind standfest und eignen sich für das Anpflanzen an Beet- und Wegrändern und für Gefäße.

Pflege/Schnitt

Einjährige Arten und Sorten entwickeln sich leicht aus Samen, die die Pflanzen in großer Zahl ausbilden. Einfache Gartenerde oder Balkonpflanzenerde, die gut wasserdurchlässig ist, genügt den Kosmeen. Der ideale Standort zeigt mindestens vier Stunden Sonne. Ausgereifte Samen verteilen sich schnell über größere Flächen. Dagegen hilft regelmäßiges Ausputzen von unreifen Samenständen. Im Herbst entfernt ein Schnitt über dem Boden alle Teile über der Erdoberfläche.

Krankheiten/Schädlinge

Bei Staunässe fault die gesamte Pflanze leicht. Hingegen fördern lange Trockenperioden Mehltau. Oft ziehen zu dichte Pflanzgruppen Blattläuse an. In diesen Fällen hilft ein anderer Standort, eine bessere Drainage und ein weiterer Abstand. Dünger mögen Kosmeen nicht, dann geizen sie mit ihren Blüten. Jungpflanzen sind eine schmackhafte Beute für Nacktschnecken. Umweltschonend, für Nützlinge ungiftig und wiederverwendbar sind hiergegen Schneckenbarrieren.

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