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Eigenschaften

  • bis drei Meter hoch und breit
  • üppige Blüte von Mai bis Juni
  • dekorative Fruchtstände
  • braunrotes Laub im Herbst
  • Heimatland ist China

Kolkwitzie

Gattung Kolkwitzia ab €5.00 kaufen
     
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Die Kolkwitzien (bot. Kolkwitzia) sind mit ihrem einzigen Vertreter, dem Perlmuttstrauch (Kolkwitzia amabilis), eine monotypische Pflanzengattung. Diese Gattung gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Erst Ende des 19. Jahrhunderts von einem Missionar in China entdeckt, zogen sie spät in die Pflanzkulturen ein.

In Deutschland erhielten die Kolkwitzien ab den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zunehmend Aufmerksamkeit. Sie gewannen mit ihrem romantischen Wuchs durch die wasserfallartig überhängenden Zweige schnell an Beliebtheit. Heute bezaubern Kolkwitzien mit ihren bezaubernden zartrosa Blütenständen in Gärten und Parks der gemäßigten Breiten der ganzen Welt. Dabei spart der Blütenstrauch nicht mit seiner blühenden Pracht und erfreut Blumenliebhaber und nektarsuchende Insekten wie Bienen und Hummeln gleichermaßen. In seinem Heimatland trägt der Perlmuttstrauch den Namen wei shi (Igelfrucht). Dieser Name bezieht sich auf die langhaarigen kleinen Früchte, die entfernt an das Borstentier erinnern und den Strauch nach der Blüte zieren.

Blatt

Die grünen Blätter stehen wechselständig und kurz gestielt an den Zweigen. Sie sind eiförmig mit lang ausgezogener Spitze. Der ganzrandige Blattrand trägt eine feine Bewimperung. Auch die Blattspreite ist locker behaart. Es existieren keine Nebenblätter. Im Herbst verfärben sich die Blätter in dekorative Braun- und Orangetöne und fallen vor dem Winter ab.

Blüte

Die Blüten stehen an Seitenzweigen in Trugdolden zusammen. Fünf bis sieben Zentimeter breit, stellen sie von Mai bis Juni eine auffällige Zierde dar. Die Deckblätter der Blüten sind mit den Fruchtknoten verwachsen und verholzen im Verlauf der Reifung. Die Einzelblüten sind spiegelsymmetrisch und besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die zartrosa Kronenblätter sind glockenartig miteinander verwachsen. Die Oberlippe endet zweilappig, während sich die Unterlippe zweilappig präsentiert. Die Blüten verströmen einen angenehmen Duft.

Frucht

Während des Reifens von August bis September entstehen dicht behaarte, braune Schließfrüchte. Sie stehen in Fruchtbüscheln zusammen und verleihen dem Strauch im Herbst einen eigenen Zierwert.

Wuchs

Der sommergrüne Blütenstrauch erreicht Wuchshöhen von drei bis vier Metern. Die Jungpflanze wächst schlank und aufrecht. Der Strauch zeigt mit zunehmendem Alter einen üppigeren Wuchs mit malerisch überhängenden Zweigen. Die Rinde der älteren Äste blättert charakteristisch ab.

Standort

Kolkwitzien bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte auf trockenen bis frischen Böden mit ausreichend Nährstoffen. Die Blühfreude ist an schattigeren Standorten eingeschränkt. Die Wahl des richtigen Standortes bezieht den ausladenden Wuchs alternder Sträucher mit ein. Angemessen ist eine Distanz von rund einem Meter zum nächsten Strauch oder zur nächsten Mauer.

Verbreitung

Wild kommen Kolkwitzien in Form des Perlmuttstrauches ausschließlich in Mittel- und Nordwestchina vor und wachsen auf 300 bis 1300 Meter über dem Meeresspiegel. Sie sind in ihrer Heimat in Mischwäldern und an sonnigen und trockenen Saumhabitaten wie Straßenrändern, Hecken und Berghängen zu finden.

Nutzung

Durch die späte Entdeckung der Kolkwitzien ist die historische Nutzung der Pflanze beschränkt. Die Perlmuttsträucher dienen seit dem 20. Jahrhundert in Parkanlagen und Gärten gemäßigter Breiten als Zierde.

Pflege/Schnitt

Das Einbringen in den Garten erfolgt idealerweise im Frühjahr. Wichtig ist das Einsetzen des jungen Strauches in ein ausreichend großes Pflanzloch. Auf diese Weise enfalten sich die Wurzeln ideal. Die Anzucht der Samen in Pflanzschälchen im Haus und über Stecklinge ab dem Sommer mit späterer Verpflanzung ins Freiland ist möglich. Nach dem Einpflanzen ist großzügiges Wässern ratsam, um das zügige Anwurzeln zu begünstigen.

Ist die Kolkwitzie im Garten etabliert, präsentiert sie sich pflegeleicht. Trockenperioden übersteht sie klaglos. Dauerhafte Bodenfeuchte verträgt die Kolkwitzie nicht. Zudüngen ist im Freiland nur auf extrem nährstoffarmen Boden notwendig. In diesem Fall ist es ausreichend, im Frühjahr Kompost ins Erdreich auszubringen. Eine Überdüngung beeinträchtigt das Ausbilden der Blüten. Der Strauch ist frosthart, ein zusätzlicher Winterschutz ist nicht notwendig. Ab dem dritten Jahr nach dem Einpflanzen empfiehlt sich ein moderater Formschnitt. Dieser sieht vor allem das Kürzen älterer Zweige vor.

Krankheiten/Schädlinge

Schädlinge finden an der Kolkwitzie keinen Gefallen. Krankheiten treten infolge schlechter Standortbedingungen und manueller Schädigungen der Pflanze auf. Zu feuchte Bedingungen quittiert die Kolkwitzie mit Kümmerwuchs. Rollen sich die Blätter in der Wuchsperiode ein, ist in vielen Fällen Streusalz, das in den Boden eingedrungen ist, der Grund. Vorbeugend ist es empfehlenswert, einen Standort nicht zu nah an Straßen mit Winterdienst zu wählen. Als Akutlösung bietet sich eine tiefgründige Wässerung des Bodengrundes an, um die Salze aus dem Boden zu spülen.

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