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Eigenschaften

  • laubabwerfende, kletternde Sträucher
  • herzförmige bis dreilappige Blätter
  • hellroter bis blau-schwarzer Fruchtschmuck
  • Wuchshöhen von bis zu vier Metern
  • anspruchslos und gut schnittverträglich

Kokkelsträucher

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Die Gattung der Kokkelsträucher (bot. Cocculus) untersteht der Familie der Mondsamengewächse (Menispermaceae). Sie weist je nach Quelle acht bis elf Arten auf, die weltweit verbreitet sind. Hierzulande sind die auch als Moonseed bekannten Kletterpflanzen noch weitgehend rar.

Dank des schnellen Wachstums und des dichten Blattwerks gelten die Kokkelsträucher als beliebte Pflanzen zur Begrünung von Hauswänden oder gestalterischen Elementen im Garten. Einen hohen Zierwert erreichen sie durch ihre Herbstfärbung sowie den attraktiven Fruchtschmuck, der bis in den Winter hinein an den äußerst langlebigen Pflanzen verbleibt. Den Beeren verdankt die Gattung auch ihren Namen, der sich aus dem griechischen Wort kokkos (Beere) ableitet.

Blatt

Die einfachen, wechselständigen und gestielten Blätter der Kokkelsträucher sind herzförmig sowie unterschiedlich stark ausgebuchtet bis dreigeteilt. Sie ähneln den Blättern des Efeus und werden rund zehn Zentimeter lang. Das im Sommer leuchtend grüne, glänzende, dicht stehende Blattwerk färbt sich im Spätherbst, bevor die Pflanzen es schließlich abwerfen.

Blüte

Kokkelsträucher zählen zu den zweihäusigen Pflanzen. Ein Individuum trägt somit nur männliche oder weibliche Blüten. Sie sind radiärsymmetrisch, was bedeutet, dass sie mehrere Symmetrieebenen aufweisen und dadurch durch Drehen oder Spiegeln deckungsgleich sind. Die männlichen Blüten haben sechs Staubblätter, die entweder frei liegen oder verwachsen sind. Die weiblichen Blüten weisen sechs Fruchtblätter auf. Trauben- oder rispenförmig stehen die Blüten in den Blattachseln. Sie bilden sich im Sommer, fallen mit ihrer geringen Größe und weißgrünen Farbe allerdings weniger auf.

Frucht

Aus den unscheinbaren Blüten entwickeln sich artabhängig hellrote bis blau-schwarze Steinfrüchte, die die Größe einer Erbse haben. In lockeren Trauben schmücken die Kokkelbeeren bis in den Winter hinein den Strauch.

Wuchs

Bei den Kokkelsträuchern handelt es sich um mehrjährige Kletterpflanzen. Finden sie eine Rankhilfe vor, winden sich die wuchsfreudigen Schlingpflanzen linksdrehend in die Höhe und erreichen dabei eine Wuchshöhe von bis zu vier Metern.

Standort

Kokkelsträucher gedeihen zwar auch an halbschattigen Plätzen gut, tragen aber meist nur in vollsonnigen Lagen Früchte. Sie stehen gern windgeschützt. An ihren Boden stellen die Pflanzen keine hohen Ansprüche und geben sich mit jedem durchlässigen Substrat zufrieden.

Verbreitung

Darüber, woher die Kokkelsträucher ursprünglich stammen, sind sich die Botaniker uneinig. Ihre Vertreter kommen in gemäßigten bis tropischen Regionen vor. Sie finden sich beispielsweise in Indien, Japan, verschiedenen afrikanischen Ländern sowie auf Hawaii und an der Nordküste des Golfs von Mexiko.

Nutzung

Dank ihres dicht stehenden Laubs eignen sich die Kokkelsträucher hervorragend als Fassadengrün. Mauern oder Sichtschutzwände lassen sich mit den üppig wachsenden Blattschmuckpflanzen in kürzester Zeit optisch aufwerten. Als Hintergrundpflanzen rahmen die Schlingpflanzen kleinere Gärten oder auf der Terrasse gruppierte Topf- und Kübelpflanzen dekorativ ein.

Da Kokkelsträucher Alkaloide enthalten, finden die Pflanzen als Heilmittel gegen Entzündungen oder Schmerzen Einsatz. Nicht zu verwechseln sind die Sträucher mit dem Kokkelskörnerstrauch (Anamirta cocculus), dessen Giftwirkung wesentlich größer ist.

Pflege/Schnitt

Die kletternden Kokkelsträucher gelten als anpassungsfähig und bedürfen keiner besonderen Pflege. Darüber hinaus erweisen sie sich als gut schnittverträglich.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Kokkelsträucher Cocculus

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